Fußball-Ticker

Bayern-Verteidiger Martínez verletzt sich bei Bergtour

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Inter Mailand feuert Trainer Pioli

Inter Mailand hat sich drei Spieltage vor Saisonende von seinem Trainer Stefano Pioli getrennt. Das gab der Tabellensiebte der italienischen Serie A am Dienstagabend bekannt. Zunächst übernimmt der Trainer der Nachwuchsmannschaft Stefano Vecchi. Die Planungen für die neue Saison würden nun beginnen.

Der Verein dankte Pioli für seine Arbeit in den vergangenen sechs Monaten in einer Saison, die sich als schwierig erwiesen habe. Er ist bereits der dritte Inter-Trainer, der in dieser Saison vorzeitig gehen musste. Erst im November hatte der 51-jährige Pioli den Cheftrainerposten vom Niederländer Frank de Boer übernommen. Die Saisonvorbereitung im Sommer hatte noch Roberto Mancini angefangen.

Weltfußballer-Wahl schon im Oktober

Der Weltfußballer 2017 wird bereits am 23. Oktober in London gekürt. Das gab der Weltverband Fifa, der den besten Spieler des Jahres zuletzt immer am Anfang des folgenden Kalenderjahres in Zürich gekürt hatte, am Dienstag in Bahrain bekannt. Titelverteidiger ist Europameister Cristiano Ronaldo.

Fifa untersucht Pogba-Wechsel

Die Fifa hat zudem eine Untersuchung des Transfers des französischen Nationalspielers Paul Pogba von Juventus Turin zu Manchester United eingeleitet. Das erfuhr die französische Nachrichtenagentur AFP aus Fifa-Kreisen am Rande der Council-Sitzung des Weltverbands in Manama (Bahrain).

Die Fifa hat bereits vor einigen Wochen Informationen vom englischen Rekordmeister über den Wechsel im vergangenen Sommer für mehr als 100 Millionen Euro angefordert. Einen offiziellen Grund für die Untersuchung nannte die Fifa-Quelle nicht. Spielerberater Minola Raiola soll bei dem Transfer aber insgesamt 49 Millionen Euro verdient haben. Das geht aus einem Kapitel des "Spiegel"-Buchs "Football Leaks – Die schmutzigen Geschäfte im Profifußball" hervor.

Fifa segnet Startplätze für 48er-WM ab

Bei der "Mega-WM" 2026 mit 48 Teilnehmern spielen 16 Nationen aus Europa um den Titel. Das Council des Weltverbandes Fifa ratifizierte am Dienstag die Vergabe der WM-Startplätze – die Europäische Fußball-Union (Uefa) bekam dabei wie erwartet ihren Willen. Zudem wird ein neues Qualifikationsturnier eingeführt, das den in Deutschland unbeliebten Confed Cup ersetzen könnte.

Die Uefa erhält drei "Slots" mehr als beim bisherigen WM-Format mit 32 Mannschaften, das 2018 in Russland und 2022 in Katar noch Bestand haben wird. Der afrikanische Kontinentalverband CAF stellt ab 2026 neun (bisher fünf), die asiatische AFC acht (4,5) WM-Starter. Die amerikanischen Verbände Concacaf und Conmebol stellen je sechs Teilnehmer (3,5 und 4,5), aus Ozeanien (OFC) kommt ein weiterer direkter Starter (bisher 0,5).

Die übrigen beiden Plätze sollen in einem Play-off-Turnier unter sechs Nationen ausgespielt werden. Hierfür entsendet jede der sechs Konföderationen außer der Uefa ein Team, die sechste Mannschaft kommt aus der Konföderation des Gastgeberlandes.

Martínez erleidet Schlüsselbeinbruch

Innenverteidiger Javier Martínez vom deutschen Meister Bayern München fällt für den Rest der Saison aus. Der 28 Jahre alte spanische Nationalspieler hat sich nach Angaben seines Clubs am Sonntag während eines Besuchs in seiner Heimat bei einer Bergwanderung einen Bruch des linken Schlüsselbeins zugezogen und wurde bereits am Dienstag in München von Professor Hans Hertlein operiert.

Die Bayern spielen am Sonnabend beim Tabellenzweiten RB Leipzig und eine Woche später zum Saisonabschluss gegen den SC Freiburg. Ebenso wie Martínez fallen beim Rekordmeister auch die verletzten Torhüter Manuel Neuer und Sven Ulreich für diese beiden Spiele aus.

Chelsea holt "Billy the Kid"

Supertalent Billy Gilmour wechselt im Sommer vom schottischen Rekordmeister Glasgow Rangers zum FC Chelsea in die englische Premier League. Im Rennen um den erst 15 Jahre alten Mittelfeldspieler setzten sich die Blues gegen Konkurrenten wie den FC Arsenal, Manchester United und den FC Barcelona durch. Auch der deutsche Rekordmeister Bayern München soll an dem Teenager interessiert gewesen sein. Gilmour wird im Juni 16 Jahre alt und kann dann lauft Fifa-Statuten wechseln.

Für den schottischen Junioren-Nationalspieler, der seit dieser Saison auch schon bei den Profis mittrainiert, überweist Chelsea umgerechnet 595.000 Euro an die Rangers. Glasgow hatte sich nach eigenen Angaben bemüht, das Ausnahmetalent zu halten. Gilmour selbst habe es aber nach London gezogen, wo "Billy the Kid" zunächst in der Chelsea-Nachwuchsakademie weiter ausgebildet werden soll.

Fifa setzt Spitzen-Ethiker ab

Der Fußball-Weltverband Fifa hat die unbequeme Spitze seiner unabhängigen Ethikkommission um Hans-Joachim Eckert abgesetzt. Der deutsche Richter und der Schweizer Chefermittler Cornel Borbely wurden vom Council am Dienstag laut Fifa-nahen Quellen nicht wieder für ihre Posten vorgeschlagen. Damit können sie vom Kongress am Donnerstag nicht wiedergewählt werden.

Stattdessen schlug das Fifa-Council den Griechen Vassilios Skouris und Maria Claudia Rojas aus Kolumbien vor. DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte sich vor seiner ersten Sitzung als Mitglied der Fifa-"Regierung" deutlich für einen Verbleib der renommierten Eckert und Borbely ausgesprochen. "Sie haben zur Wiederherstellung der Integrität der Fifa einen entscheidenden Beitrag geleistet“, sagte Grindel.

Eckert saß der rechtssprechenden Kammer seit knapp fünf Jahren vor, Borbely war seit zwei Jahren Chef der Untersuchungskammer. Die beiden wollten ihre Posten für vier weitere Jahre behalten. Die Kommission um Borbely und Eckert hatte in den vergangenen Jahren gegen mehr als 60 Fifa-Funktionäre ermittelt und unter anderen den ehemaligen Verbandschef Joseph Blatter sowie den früheren Uefa-Boss Michel Platini zu mehrjährigen Sperren verurteilt.

Wettanbieter lockt DFB mit Millionenvertrag

Der Deutsche Fußball-Bund verhandelt aktuell mit Sportwettenanbieter Bwin über ein Gesamtpaket von bis zu 40 Millionen Euro je nach Länge eines möglichen Sponsoring-Vertrags. Das bestätigte DFB-Präsident Reinhard Grindel der Zeitschrift "Sport-Bild". Der Deal könnte allerdings am Veto der Amateure scheitern. "Dieses Thema werden wir am 19. Mai intensiv mit den Präsidenten der Landes- und Regionalverbände diskutieren. Wir werden nichts gegen den Willen der Landes- und Regionalverbände machen, wenn die sich aus sportpolitischen Gründen dagegen aussprechen", sagt Grindel.

Eine große Rolle spiele die Frage, "wie sich ein Sponsoring-Vertrag mit einem privaten Wettanbieter mit den in einzelnen Landesverbänden jahrzehntelangen engen Partnerschaften mit den Lotto-Toto-Gesellschaften vertragen würde". Von den 21 Landesverbänden hat nur Sachsen einen Sponsoring-Vertrag mit einem privaten Buchmacher.

KSC zu Geisterspiel verurteilt

Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC ist wegen des Fehlverhaltens einiger seiner Anhänger hart bestraft worden und kann sich am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) beim letzten Saison-Heimspiel gegen Dynamo Dresden nur von einem kleinen Teil seiner Fans verabschieden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bestrafte den KSC nach den schweren Zuschauerausschreitungen im Punktspiel am 9. April beim VfB Stuttgart mit einem "Geisterspiel" im eigenen Stadion.

Ausgenommen von diesem Ausschluss sind lediglich einige Sitzplatz-Dauerkarteninhaber, maximal 2400 Gästefans sowie VIP-Karteninhaber und Rollstuhlfahrer. Der Kartenvorverkauf für das Spiel musste sofort eingestellt werden. Darüber hinaus erhält der KSC wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger im Spiel beim 1. FC Nürnberg am 31. März eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro. Der Verein hat das Urteil bereits akzeptiert, es ist damit rechtskräftig.

Beim Spiel in Stuttgart hatten etwa 150 KSC-Zuschauer zunächst vor dem Anpfiff den Block gestürmt und später durch zahlreiche und massive Pyro-Vergehen dafür gesorgt, dass die Begegnung in der 17. Minute für rund zweieinhalb Minuten unterbrochen werden musste. Der Beginn der zweiten Halbzeit verzögerte sich zudem um etwa sechs Minuten. Eine Gesundheitsgefährdung anderer Zuschauer und am Spiel Beteiligter wurde dabei laut Urteilsbegründung billigend in Kauf genommen.

Tschechische Ministerin wirft hin

In der Affäre um die Fußballförderung in Tschechien hat Schul- und Sportministerin Katerina Valachova ihren Rücktritt zum Ende des Monats erklärt. Sie wolle damit zur Erhaltung der politischen Kultur beitragen, sagte die 40-jährige Sozialdemokratin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT. Eine persönliche Verantwortung wies sie zurück. Valachova, von Haus aus Juristin, war erst seit zwei Jahren auf dem Posten.

Ein Haftrichter hatte Valachovas Stellvertreterin sowie den Vorsitzenden des tschechischen Fußballverbands FACR, Miroslav Pelta, vor wenigen Tagen in Untersuchungshaft geschickt. Es geht um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der staatlichen Beihilfen für den Sport. Im Fokus steht nach Medienberichten die Rekonstruktion des Prager Stadions der Freundschaft.

Krahn hört auf

Olympiasiegerin Annike Krahn beendet mit Abschluss der laufenden Saison ihre Karriere. Das teilte die 31-Jährige am Dienstag mit. Schon im vergangenen Sommer war Krahn nach dem Gewinn der Goldmedaille bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten. Ihr letztes Pflichtspiel wird die Weltmeisterin von 2007 und zweimalige Europameisterin für den stark abstiegsbedrohten Bundesligisten Bayer Leverkusen nun am 21. Mai gegen den SC Freiburg bestreiten.

"Mit dem Gedanken, im Sommer aufzuhören, habe ich schon länger gespielt, und es ist für mich der richtige Zeitpunkt", sagte Krahn: "Ich bin sehr dankbar für all die vielen Momente, die mir der Fußball ermöglicht hat."

BVB verlängert mit Weidenfeller

Torhüter-Routinier Roman Weidenfeller bleibt Borussia Dortmund eine weitere Saison erhalten. Der 36 Jahre alte Weltmeister von 2014 verlängerte seinen Vertrag bei den Schwarz-Gelben bis 30. Juni 2018. "Ich habe mich ganz bewusst für ein weiteres Jahr bei meinem Verein entschieden, möchte Roman Bürki in seiner Entwicklung weiterhin unterstützen und obendrein dabei helfen, einen jungen Torhüter mit aufzubauen", sagte Weidenfeller. Stammkeeper beim BVB ist der Schweizer Bürki.

"Roman Weidenfeller ist nicht nur eine Identifikationsfigur, deren Erfahrung uns sehr gut tut, sondern nach wie vor ein starker Torhüter mit einer Top-Physis. Er steht unserer Mannschaft sehr gut zu Gesicht", betonte Sportdirektor Michael Zorc.

Freiburg bindet Stammtorwart

Alexander Schwolow bleibt Torhüter beim SC Freiburg. Wie der Bundesliga-Fünfte mitteilte, verlängerte der 24-Jährige seinen Vertrag vorzeitig. Zur Laufzeit machte der SCF wie üblich keine Angaben. „Die Vertragsverlängerung ist für mich nicht nur eine Vernunfts-, sondern auch eine Herzensentscheidung“, sagte Schwolow. „Der SC ist der Verein, bei dem ich mich seit Jahren absolut wohlfühle und mit dem ich etwas erreichen möchte.“ Schwolow kam mit 16 Jahren in die Freiburger Fußballschule. 2014/2015 war er nach Bielefeld ausgeliehen und ist seit dem Abschied von Roman Bürki zu Borussia Dortmund Stammtorwart.

Advocaat neuer Bondscoach

Dick Advocaat ist erneut Trainer der niederländischen Nationalmannschaft. Der 69-Jährige folgt auf Danny Blind, wie der Königliche Niederländische Fußballbund (KNVB) mitteilte. Blind war im März wegen enttäuschender Leistungen in der WM-Qualifikation beurlaubt worden. Ex-Nationalspieler Ruud Gullit wird der neue Assistenz-Trainer.

Advocaat will zunächst die Saison beim türkischen Proficlub Fenerbahçe beenden und seine neue Aufgabe bei Oranje im Juni antreten. Seine erste wichtige Aufgabe ist das Qualifikationsspiel gegen Luxemburg am 9. Juni. Die Niederlande droht nach der verpassten EM 2016 in Frankreich auch in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Russland im kommenden Jahr zu scheitern.

Advocaat ist damit der älteste Bondscoach in der Geschichte des Niederländischen Verbandes. Der ehemalige Trainer von Borussia Mönchengladbach war bereits zweimal für das Oranje-Team verantwortlich, von 1993 bis 1995 und von 2002 bis 2004.

Gladbach verpflichtet 17-Jährigen

Die Borussia hat den 17 Jahre alten Franzosen Mickaël Cuisance verpflichtet. Der Mittelfeldspieler von AS Nancy-Lorraine unterschrieb einen ab Sommer gültigen Vertrag bis 2022, teilte Gladbach mit. „Mickaël Cuisance ist ein großes Talent, das im zentralen Mittelfeld auf verschiedenen Positionen einsetzbar ist. Wir haben ihn schon lange beobachtet“, sagte Sportdirektor Max Eberl. Cuisance spielte bei Nancy in der U19. In Gladbach soll er mit den Profis trainieren und an den Kader herangeführt werden, um „den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu gehen“, so Eberl.

Leipzig braucht Zelte für Champions League

RB Leipzig muss für seine erste Saison in der Champions League wegen bestehender Uefa-Regelungen im Stadion improvisieren. Der Verband fordert eine Kapazität von mindestens 1700 Plätzen im VIP-Bereich. Die Red-Bull-Arena bietet derzeit aber nur 1300 VIP-Gästen Platz. „In der Kürze der Zeit sind Umbauarbeiten nicht zu machen. Deshalb werden wir mit einer Zeltlösung arbeiten“, hatte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff bereits vor dem Erreichen der europäischen Königsklasse angekündigt.

Die Umbauarbeiten an der WM-Arena von 2006, die auch die Erweiterung des Fassungsvermögens auf rund 57.000 Plätze vorsehen, sollen im Frühsommer 2018 beginnen.

Trotz Dissonanzen: BVB-Aktie auf einem 15-Jahres-Hoch

Nach guten Quartalszahlen am vergangenen Freitag hat die Aktie des BVB zu Wochenbeginn ein 15-Jahres-Hoch erreicht. Das Papier kletterte ungeachtet der Dissonanzen zwischen Clubführung und Trainer Thomas Tuchel am Montag zunächst erstmals seit 2002 wieder über die 6,00-Euro-Marke. Nach einem Schlusskurs von 6,07 Euro stieg der Anteilsschein im frühen Handel am Dienstag sogar auf 6,10 Euro. So hoch stand die Aktie des Vereins zuletzt im März 2002.

Der Ausgabepreis der Aktie des einzigen börsennotierten deutschen Fußballvereins betrug am 31. Oktober 2000 elf Euro. Danach fiel das Papier ins Bodenlose. In den Jahren 2008, 2009 und 2010 war der Anteilsschein zwischenzeitlich sogar zu einem Pennystock verkümmert, also nur noch weniger als einen Euro wert. Seit 2011 jedoch befindet sich die Aktie wieder im steten Aufwind.

Unions Kroos hakt den Aufstieg ab

Nach der 1:3 (0:1)-Niederlage bei Eintracht Braunschweig hat Union Berlins Kapitän Felix Kross den Erstliga-Aufstieg praktisch abgehakt. "Im Fußball passiert viel, aber man muss realistisch sein", sagte der Mittelfeldspieler der Gäste nach der Partie.

Der Tabellenvierte müsste an den letzten beiden Spieltagen sechs Punkte auf Braunschweig oder Hannover 96 aufholen, um zumindest noch Relegationsplatz drei zu belegen. Dass die Berliner die beste Zweitliga-Saison ihrer Vereinsgeschichte gelungen ist, war für Kroos zunächst kein Trost: "Im Moment ist mir das egal."

Chapecoense fliegt erstmals Unglücksstrecke

Vor einem halben Jahr kam es beim Landeanflug auf Medellín zur Tragödie, nun ist das Fußballteam des brasilianischen Top-Clubs Chapecoense per Flugzeug dorthin zurückgekehrt. Bei der Landung wurde der Linienflieger der Gesellschaft Avianca von der Flughafenfeuerwehr mit Wasser symbolisch getauft. Alle Spieler und Betreuer des neuformierten Teams wurden begeistert in Medellín empfangen.

„Aus einer großen Traurigkeit und Tragödie erwächst die Möglichkeit zu einer großen Freundschaft. Wir sind Brüder für immer“, sagte Bürgermeister Federico Gutiérrez. Am Mittwoch steht das Rückspiel zwischen Atlético Nacional Medellín und dem Team aus dem südbrasilianischen Chapecó um den südamerikanischen Supercup an. Atletico gewann in der ersten Jahreshälfte 2016 die Copa Libertadores und stand zudem auch im Finale um die in der zweiten Jahreshälfte ausgespielte Copa Sudamericana gegen Chapecoense, überließ aber den Titel nach der Tragödie dem Gegner. Das Hinspiel gewann „Chape“ daheim mit 2:1.

Nur sechs der 77 Insassen überlebten am 28. November den Absturz des Flugzeugs der bolivianischen Chartergesellschaft LaMia, das wegen Treibstoffmangels abstürzte. Vier der sechs Überlebenden flogen jetzt wieder nach Kolumbien – und kamen heil am Flughafen in Medellín an: die Fußballspieler Jackson Follmann, Alan Ruschel und Neto sowie der damals ebenfalls überlebende Radiojournalist Rafael Henzel.

Chelsea vor Titelgewinn, Brough steigt ab

Der FC Chelsea hat einen wichtigen Schritt zum Titelgewinn in der Premier League gemacht. Das Team von Star-Trainer Jose Mourinho besiegte den FC Middlesbrough mit 3:0 (2:0) und führt bei noch drei verbleibenden Spielen die Tabelle mit 84 Punkten an. Sieben Punkte trennen die Londoner nun von Verfolger Tottenham Hotspur.

Torjäger Diego Costa (23.), Marcos Alonso (34.) und Nemanja Matic (65.) trafen für Chelsea, das am nächsten Spieltag den sechsten Meistertitel perfekt machen kann. Für den Brasilianer Costa war es bereits das 20. Saisontor.

Middlesbrough muss derweil zum vierten Mal seit der Gründung der Premier League 1992 den direkten Weg zurück in die zweite Liga gehen. Kein Team ist je häufiger abgestiegen. Gründungsmitglied Boro war nach siebenjähriger Abwesenheit erst im Sommer wieder in die höchste Spielklasse zurückgekehrt.

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