KÖln

3:6 – 37. WM-Pleite gegen Russland

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Stürmer Hager fehlt Deutschland nach Matchstrafe morgen gegen die Slowakei

KÖln. Ausgerechnet Doppeltorschütze Patrick Hager hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der Heim-WM aus der Bahn geworfen. Mit einem folgenschweren Foul leitete der Stürmer der Kölner Haie nicht nur die 3:6 (0:3, 0:2, 3:1)-Pleite gegen Rekordweltmeister Russland (27 Titel) ein. Nach seiner Matchstrafe fehlt der 28-Jährige mindestens auch im richtungweisenden Spiel am Mittwoch (20.15 Uhr/Sport1) in Köln gegen den ehemaligen Weltmeister Slowakei.

Wahrscheinlich muss Bundestrainer Marco Sturm in den entscheidenden Partien im Kampf um die Viertelfinalteilnahme auch auf NHL-Stürmer Tobias Rieder verzichten. Der Torjäger der Arizona Coyotes schied nach einem unglücklichen Zusammenprall mit dem Münchner Brooks Macek mit einer Knieverletzung aus. Die einzig positive Nachricht für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die mit drei Punkten aus den ersten drei Spielen noch gut im Rennen liegt: Kapitän Christian Ehrhoff (34), der in den ersten beiden Spielen wegen Rückenproblemen fehlte, konnte vor 18.734 Zuschauern wieder mitwirken.

Die 37. Niederlage im 38. WM-Duell mit Russland war kurz nach Hagers Schlittschuhtritt gegen Sergej Mosjakin (14.), der mit dem Hinterkopf aufs Eis fiel, praktisch besiegelt. Auch mit diesmal sieben Verteidigern patzte die deutsche Abwehr wie gegen Schweden entscheidend. Ein Kaderplatz in der Verteidigung ist weiter frei, da Mannheims Sinan Akdag noch nicht gemeldet ist. Wadim Schipatschjow, der die Sbornaja nach 64 Sekunden in Führung gebracht hatte, traf in Überzahl (18.) nach Hagers Ausschluss ebenso wie 65 Sekunden später Iwan Proworow (19.). Die weiteren Gegentore von Nikita Gussew (32.) und Nikita Kutscherow (36. und 52.) hatten nur noch statistischen Wert wie die deutschen Ehrentreffer im Schlussdrittel von Macek (46.), Philip Gogulla (49.) und US-Collegespieler Frederik Tiffels (60.).

„Er ist unser bester Stürmer. Aber er muss sich in seinen Körperattacken besser kontrollieren, da ist er oft übermotiviert“, kritisierte Ex-Bundestrainer Hans Zach Hagers Auftritt. Der Kölner, von seinem Club in den Play-offs der Deutschen Eishockey-Liga wegen „teamschädigenden Verhaltens“ suspendiert, hatte beim 2:1 gegen die USA das Siegtor und beim 2:7 gegen Schweden das 1:1 erzielt.

( HA )