Fußball-Ticker

Hrubesch könnte zur Dauerlösung beim DFB werden

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Arsenal: Özil muss sich gedulden

Der FC Arsenal wird mit Mesut Özil erst nach der Saison über eine Verlängerung des 2018 auslaufenden Vertrags verhandeln. Das kündigte Arsenal-Teammanager Arsene Wenger an. Dasselbe gelte auch für den Chilenen Alexis Sanchez, dessen Vertrag beim englischen Ex-Meister ebenfalls 2018 endet.

"Wir haben uns entschlossen, uns auf das Ende der Saison zu konzentrieren und im Sommer zu sprechen. Es ist die gleiche Situation wie bei Özil. Wenn man sich nicht einigt und die Verhandlungen dauern an, ist es nicht gut", sagte Wenger. Der Franzose hat über seine eigene Zukunft noch nicht entschieden.

Wird Hrubesch dauerhaft DFB-Sportdirektor?

Die Anzeichen für Horst Hrubesch als Dauerlösung auf dem Sportdirektoren-Posten des DFB verdichten sich. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir es dieses Jahr erst einmal machen und schauen, was passiert. Es ist eine Aufgabe, die mir Spaß macht und entgegenkommt. Ich habe es übrigens auch noch nie nur interimsmäßig gesehen", sagte der Ex-HSV-Profi dem "Westfälischen Anzeiger". Für das späte Frühjahr stellte der 65-Jährige die Präsentation der künftigen Aufgaben- und Kompetenzstruktur des Amts in Aussicht.

Hrubeschs Andeutung ist der zweite Hinweis auf eine längerfristige Beschäftigung des Europameisters von 1980 als Nachfolger des im Januar zurückgetretenen Hansi Flick binnen drei Tagen. Bereits zu Wochenbeginn machte DFB-Boss Reinhard Grindel seine Wertschätzung für den langjährigen U21-Coach, der mit dem Weltmeister-Nachwuchs im Vorjahr Olympia-Silber in Rio de Janeiro gewonnen hatte, überaus deutlich. "Es ist keine Frage, dass Horst Hrubesch einer der ersten Anwärter wäre, weil er die Aufgabe im Moment sehr gut wahrnimmt", sagte Grindel bei der Verleihung des DFB-Trainerpreises in Gravenbruch.

Nach Hrubeschs Angaben sind die Sportdirektor-Aufgaben zumindest momentan auf mehrere Personen verteilt. Entsprechende Vorstellungen hatte der frühere Torjäger schon bei seinem Amtsantritt formuliert, "weil man den Job eigentlich nicht alleine machen kann. Eine einzelne Person frisst dieser Job auf".

Barca-Wunder: Uefa verteidigt Aytekin

Der wegen seiner Entscheidungen in der Champions-League-Partie FC Barcelona gegen Paris Saint-Germain heftig in die Kritik geratene deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin hat Rückendeckung von der Uefa bekommen. „Wir werden den Schiedsrichter dieses Spiels nicht sperren“, zitierte die spanische Zeitung „ABC“ Uefa-Präsident Aleksander Ceferin. „Das wäre ja, als würde man einen Fußballspieler sperren, der einen Elfmeter vergibt. Der muss auch erst auf die Bank, wenn er mehrmals verfehlt“, sagte Ceferin im portugiesischen Estoril.

Aytekin war nach dem Achtelfinal-Rückspiel in der Königsklasse zwischen Barça und PSG scharf kritisiert worden. Die Katalanen hatten nach der 0:4-Niederlage aus dem Hinspiel eine sensationelle Aufholjagd hingelegt und im heimischen Camp Nou in letzter Minute mit 6:1 gewonnen. PSG betonte anschließend, der Unparteiische habe zahlreiche Fehlentscheidungen getroffen und offiziell Beschwerde bei der Uefa eingelegt.

Nouri glaubt an Gnabry-Verbleib

Werder Bremens Trainer Alexander Nouri rechnet mit einem Verbleib seines Shootingstars Serge Gnabry über das Saisonende hinaus. "Er spürt hier ein großes Vertrauen. Ich bin sehr optimistisch, dass er diesen Weg hier fortführen möchte", sagte der 37-Jährige bei Sport1.

Nouri betonte, dass er Gnabry als sehr selbstkritischen Spieler wahrnehme. Der 21 Jahre alte Offensivspieler wolle sich "stetig weiterentwickeln" und "dabei wollen wir ihn weiter begleiten". Ob Gnabry in der nächsten Bundesliga-Partie beim SC Freiburg am 1. April (15.30 Uhr/Sky) dabei ist, kann auch der Trainer noch nicht beantworten. Gnabry hole "gerade noch differenzierte Diagnosen ein", sagte Nouri: "Da müssen wir auf das konkrete Ergebnis warten und Geduld haben." Gnabry plagen seit einigen Tagen Oberschenkelprobleme.

Auch Khedira wird geschont

Die deutsche Nationalmannschaft muss beim Länderspiel gegen England am Abend (20.45 Uhr/ARD) in Dortmund kurzfristig auch auf Sami Khedira verzichten. Der 29-Jährige von Juventus Turin war bereits mit einer Knochenhautreizung am linken Knöchel aus Italien angereist und wird daher im Abschiedsspiel für Lukas Podolski pausieren. Marcus Sorg, Assistent von Bundestrainer Joachim Löw, sprach bei DFB.de von einer "reinen Vorsichtsmaßnahme".

Löw fehlen im Klassiker gegen England bereits Manuel Neuer, Mesut Özil, Julian Draxler und Mario Gomez. Kapitän Neuer war wegen einer Wadenverletzung gar nicht erst angereist. Der Rest ist angeschlagen, ist aber wohl wie Khedira am Sonntag (18.00 Uhr/RTL) beim WM-Qualifikationsspiel des Weltmeisters in Baku gegen Aserbaidschan wieder einsatzfähig.

Kein Schmerzensgeld für Zwanziger

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger ist mit seiner Schmerzensgeldklage im Zuge der WM-Affäre gescheitert. Das Landgericht Frankfurt am Main wies die Vorwürfe des 71-jährigen am Mittwoch zurück. "Wir haben keine Anhaltspunkte, die uns annehmen lassen, dass das Ermittlungsverfahren (und damit die Durchsuchung, d. Red.) nicht vertretbar ist", sagte der Vorsitzende Richter Christoph Hefter nach der gut 45 Minuten andauernden mündlichen Verhandlung: "Es gibt erhebliche Verdachtsmomente, dass der Kläger an einer schweren Steuerhinterziehung mitgewirkt hat."

Zwanziger wollte vom Land Hessen 25.000 Euro Schadenersatz erstreiten, weil er die Ende 2015 durchgeführte Hausdurchsuchung für unbegründet hält und zudem das offensichtliche "Leck" im Steuerverfahren gegen ihn und andere frühere Funktionäre des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) anprangert.

Podolski will als Fan zur WM

Lukas Podolski hat angekündigt, die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 2018 in Russland als Fan unterstützen zu wollen. Er werde „die Daumen drücken und sogar vor Ort mitfiebern“, schrieb der 31-Jährige vor seinem letzten Länderspiel am Abend in Dortmund gegen England in der „Bild“-Zeitung in einem Dankesbrief an die Fans.

Tschö, Poldi!
Tschö, Poldi!

„Eure Unterstützung hat in all den 13 Jahren bei mir Emotionen und Energie freigesetzt. Ihr habt mich motiviert, sodass ich heiß bis in die Haarspitzen war“, formulierte der Fan-Liebling vor dem 130. Einsatz im DFB-Team. Seine Rolle als Gute-Laune-Kicker könne in Zukunft der Münchner Thomas Müller übernehmen, sagte Podolski im ARD-Hörfunk: „Der Thomas ist so einer, der vielleicht den gleichen Humor hat und den Spaß versteht wie ich.“

Burgstaller will erstmals treffen

Schalkes Shootingstar Guido Burgstaller will seinen persönlichen Erfolgslauf auch in der österreichischen Nationalmannschaft fortsetzen. Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Moldau in Wien (Freitag, 20.45 Uhr) kündigte der 27-Jährige an, "das Selbstvertrauen von Schalke mitnehmen" zu wollen. "Egal, ob ich von Beginn an spiele oder eingewechselt werde, ich werde immer alles geben!"

Die Anmerkung von Nationaltrainer Marcel Koller, man müsse den Torjäger womöglich in ein blaues Schalke-Trikot stecken, damit er auch im Nationalteam treffe, konterte Burgstaller eiskalt: "Ich mag ja auch Rot sehr gern, das ist die Farbe des 1. FC Nürnberg, für den hab ich oft genug getroffen." Burgstaller blieb im Nationalteam bei neun Einsätzen ohne Treffer.

Löw traut Werner große Karriere zu

Bundestrainer Jochiam Löw ist überzeugt, dass RB Leipzigs Stürmer Timo Werner Stammspieler in der deutschen Nationalmannschaft werden kann. „Wenn er so weitermacht, glaube ich, dass er eine große Karriere in der Auswahl vor sich hat“, sagte Löw über den Debütanten. Werner habe das „Potenzial zur Weltklasse“.

Werner könnte an diesem Mittwoch in Dortmund im Freundschaftsspiel gegen England sein erstes Länderspiel für den Weltmeister absolvieren. Und es wäre ein besonderes. Denn Werners Vorbild Lukas Podolski feiert mit seinem 130. Länderspiel seinen Auswahl-Abschied. „Ich bin quasi mit ihm aufgewachsen. Er war für mich ein Vorbild. Ich wollte das erreichen, was er geschafft hat“ sagte Werner der „Sport-Bild“. Werner (21) ist mit bisher 14 Toren der beste deutsche Bundesliga-Stürmer in dieser Saison.

Ex-St.-Pauli-Trainer übernimmt Vaduz

Nur zwei Wochen nach seiner Entlassung beim Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt hat Roland Vrabec einen neuen Trainerjob. Der 43-Jährige übernimmt den FC Vaduz aus Liechtenstein, Schlusslicht in der höchsten Spielklasse der Schweiz.

Vrabec, ehemals Cheftrainer beim FC St. Pauli, hat in Vaduz bis 2018 unterschrieben. Der Vertrag ist ligaunabhängig. "Roland Vrabec entspricht in den entscheidenden Punkten dem ausgearbeiteten Anforderungsprofil des FC Vaduz", hieß es in der Mitteilung des Clubs.

FC Bayern eröffnet Büro in Shanghai ...

Fußball-Rekordmeister Bayern München hat nun auch offiziell sein ständiges Büro in der chinesischen Metropole Shanghai eröffnet. Es ist die zweite Auslandsniederlasssung des FC Bayern neben der seit 2014 bestehenden Zweigstelle in New York.Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, Vorstand Internationalisierung Jörg Wacker sowie die beiden Markenbotschafter Giovane Elber und Bixente Lizarazu nahmen an der feierlichen Einweihung vor Ort teil.

"Wir haben in China auf unseren Reisen bislang stets wunderbare Erfahrungen gemacht und gespürt, welch hohes Ansehen unser Club hier genießt", sagte Rummenigge (61) vor rund 120 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien. Das Shanghai-Büro der Münchner ist bereits seit September 2016 unter der Leitung von Managing Director Rouven Kasper in China aktiv. Unter anderem wird dort die Saisonvorbereitungsreise der Bayern im Sommer 2017 organisiert.

... und Wolfsburg in Peking

Mit einem eigenen Büro in Peking will der VfL Wolfsburg vom boomenden Fußball-Markt in China profitieren. „Wolfsburg hat sich bereits in den vergangenen Jahren in China etabliert und genießt dort hohes Ansehen“, sagte VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann zur Eröffnung der ersten Auslandsrepräsentanz des Vereins im Pekinger Künstlerviertel „798“.

China sei von großer Bedeutung, weil hier eine „einzigartige Kombination aus enormer Euphorie für den deutschen Fußball, geballter Wirtschaftskraft und großem staatlichem Interesse am Fußballsport vorherrscht“, sagte Röttgermann. Wie der FC Bayern München wolle der VfL Wolfsburg mit der Niederlassung in Peking seinen Beitrag zu einer „Verankerung der Bundesliga in China leisten“.