Fussball-Ticker

Klopps Spieler Firmino in Liverpool festgenommen

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Alkohol am Steuer: Firmino festgenommen

Jürgen Klopps Offensivspieler Roberto Firmino vom FC Liverpool ist an Heiligabend von der Polizei für kurze Zeit festgenommen worden. Nach Angaben der Behörden war der ehemalige Hoffenheimer alkoholisiert Auto gefahren. Am frühen Sonnabendmorgen sei er in der Liverpooler Innenstadt von einer Polizeistreife gestoppt worden, sagte ein Sprecher.

Der 25-jährige Brasilianer wurde wegen Trunkenheit am Steuer angeklagt und soll am 31. Januar vor Gericht erscheinen. An dem Tag spielt der FC Liverpool abends in der Premier League gegen den FC Chelsea. Für die Partie am Dienstag gegen Stoke City steht Firmino seinem Trainer Jürgen Klopp zur Verfügung.

Vereinsrekord für Chelsea

Der FC Arsenal hat mit dem deutschen Nationalspieler Mesut Özil am traditionellen Boxing Day in England einen Arbeitssieg gefeiert. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewann Arsenal in der Premier League durch ein spätes Tor von Oliver Giroud (86. Minute) mit 1:0 (0:0) gegen West Bromwich Albion, liegt in der Tabelle aber weiter neun Punkte hinter Spitzenreiter FC Chelsea.

Die „Blues“ schlugen den AFC Bournemouth mit 3:0 (1:0) und stellten mit dem zwölften Sieg in Serie einen Vereinsrekord auf. Pedro (24./90.+4 Minute) und Eden Hazard (49./Foulelfmeter) erzielten die Tore für Chelsea, bei denen die Stammspieler Diego Costa und N'Golo Kanté gelb-gesperrt fehlten.

Manchester United feierte gegen den AFC Sunderland bereits den vierten Liga-Erfolg in Serie. Die Mannschaft von Trainer José Mourinho siegte im Old Trafford mit 3:1 (1:0) gegen das Team des ehemaligen United-Trainers David Moyes. Für Manchester trafen Daley Blind (39.), Zlatan Ibrahimovic (82.) und der ehemalige Dortmunder Henrikh Mkhitaryan (87.). Der deutsche Nationalspieler Bastian Schweinsteiger stand erneut nicht im Kader.

Fifa will Benehmen der Spieler verbessern

Der frühere niederländische Starstürmer Marco van Basten sorgt sich um das Benehmen der Fußballer auf dem Platz und will in seiner Rolle als technischer Berater des Weltverbandes Fifa an Verbesserungsvorschlägen mitarbeiten. "Das Verhalten der Spieler könnte besser sein", sagte van Basten der BBC: "Bei der Fifa denken wir darüber nach, es wieder in die richtigen Bahnen zu lenken."

Eine Vielzahl an Profis falle durch permanente Beschwerden und Diskussionen während eines Spiels auf, das wolle man nun von höchster Stelle unterbinden. Dabei könne sich die Fifa unter anderem an den Richtlinien im Rugby orientieren, wo sich nur der jeweilige Kapitän einer Mannschaft mit den Schiedsrichtern auseinandersetzen darf. "Wir können natürlich immer von anderen Sportarten lernen, und andere können von uns lernen", sagte Van Basten: "Aber in diesem ganz konkreten Fall müssen wir jetzt bald handeln."

Vor allem gehe es dabei darum, die Schieds- und Linienrichter in ihrer Arbeit zu schützen und zu unterstützen. "Es sind viele Emotionen im Spiel, und das ist ja auch gut so, aber wir müssen diese Emotionen auch ein wenig kontrollieren", sagte der 52-Jährige.

Wolfsburg verlängert mit Knoche

Der kriselnde VfL Wolfsburg hat den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Innenverteidiger Robin Knoche um drei Jahre bis 2020 verlängert. Der 24-Jährige wechselte bereits 2005 in die VfL-Jugend. "Wir freuen uns, dass wir den Vertrag mit Robin Knoche verlängern konnten. Er kommt aus unserer Fußball-Akademie und ist eine wichtige Identifikationsfigur und Vorbild für unsere aktuellen Nachwuchsspieler", sagte Olaf Rebbe, Leiter Sport bei den Niedersachsen.

Plant Red Bull Einstieg bei West Ham?

Der österreichische Getränke-Riese Red Bull plant einen Einstieg bei West Ham United aus der englischen Premier League. Das berichtet die englische Zeitung "The Sun". Nach Leipzig, Salzburg, New York und Sao Paulo wären die "Hammers" bereits der fünfte Fußball-Club, mit dem der Konzern kooperieren würde. Die Vereins-Mitbesitzer David Sullivan und David Gold betonten zwar, dass sie keine Pläne hätten, ihre Anteile zu verkaufen. Doch Sullivan kündigte an: "Wir könnten eine Beteiligung verkaufen, um unsere Schulden zu begleichen." Der Wert des Vereins wird auf umgerechnet rund 235 Millionen Euro geschätzt.

Iniesta will Barca-Vertrag verlängern

Kapitän Andres Iniesta will seinen im Juni 2018 auslaufenden Vertrag beim spanischen Meister FC Barcelona noch einmal verlängern. "Mein Wunsch ist es zu verlängern. Die ganze Welt weiß das, es ist kein Geheimnis", sagte der 32-Jährige der spanischen Sport-Tageszeitung El Mundo Deportivo. Ob der spanische Siegtorschütze des WM-Finals 2010 (1:0 n.V. gegen die Niederlande) auch weiterhin an der Seite der Superstars Lionel Messi und Neymar aufläuft, wird von "meinem Leistungsniveau" abhängen: "Ich hoffe, es wird noch für eine lange Zeit sein."

Darmstadts Sulu plädiert für Kampf

Bundesligist SV Darmstadt 98 wird nach Einschätzung von Kapitän Aytac Sulu nicht mit spielerischen Mitteln zum Erfolg kommen. Der beurlaubte Trainer Norbert Meier habe eine „Philosophie mit mehr Gewicht auf dem Spielerischen“ vertreten, sagte Sulu der Deutschen Presse-Agentur. Die Mannschaft habe zwar versucht, diese Vorgaben umzusetzen. Doch: „Das war unter dem Strich nicht so von Erfolg geprägt.“

„Wir werden die Punkte in der Bundesliga nicht mit Schönspielerei holen, sondern mit Kampf, Leidenschaft und Zusammenhalt“, sagte Sulu weiter. Das Tabellenschlusslicht sucht derzeit einen neuen Chefcoach. Ein neuer Trainer müsse sich „auf jeden Fall mit den Gegebenheiten identifizieren, die Darmstadt stark machen, sagte der Abwehrchef. Sicherlich werde ein Trainer seine eigenen Akzente setzen. „Aber ich glaube nicht, dass er eine komplett neue Ausrichtung umsetzen muss. Das haben wir im Sommer zum Teil versucht“, meinte der 31-Jährige mit Blick auf Ex-Coach Meier.

Löw fordert Mitspracherecht bei internationalen Wettbewerben

Bundestrainer Joachim Löw hat in der Debatte um eine WM-Aufstockung auf bis zu 48 Nationalteams mehr Mitspracherecht gefordert. „Das würden wir Trainer uns sicher manchmal wünschen, dass unsere rein auf den sportlichen Bereich bezogene Perspektive einbezogen wird. Aber da stößt man an Barrieren“, sagte der DFB-Chefcoach in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Generell sieht der 56-Jährige den Expansionsdrang mit immer mehr Spielen und Wettbewerben im international Fußball kritisch.

„Fifa und Uefa sind in der Verantwortung, sie brauchen Augenmaß und müssen das richtige Verhältnis finden zwischen kommerziellen Interessen und der sportlichen Sicht“, forderte Löw am Ende des EM-Jahres. Man müsse aufpassen, dass man „das Rad nicht überdreht“, sagte der Weltmeistertrainer. „Wenn man ein gutes Produkt hat, wie den Fußball, sollte man auch mal über Verknappung nachdenken, um die Qualität hoch zu halten“, sagte Löw.