Hamburg

Drei Sieggaranten für die Towers

Ferguson, Wolf und Canty führen Hamburgs Basketballer zu Erfolg gegen Rockets

Hamburg. Die Zweitliga-Basketballer der Hamburg Towers haben den ersten Heim-Doppelspieltag ihrer Clubgeschichte mit einem Erfolg eingeläutet. Die „Türme“ ließen ihr zuletzt zweimal alarmierendes Auswärtsgesicht am Freitagabend vergessen und zeigten mit ihrem 75:64 (40:30)-Sieg gegen die Oettinger Rockets ihr hübsches Heimgesicht. Vor dem nächsten Auftritt auf Wilhelmsburger Parkett am Sonntag (17 Uhr) gegen den Erstliga-Absteiger Crailsheim Merlins haben sie nun ein ausgeglichenes Tabellenkonto in der ProA (vier Siege – vier Niederlagen).

Zwei Top-News gab es für die 2600 Zuschauer in der Inselparkhalle schon vor Tip-off: Der Energieversorger Vattenfall verlängerte sein Engagement als Exklusivpartner für zwei weitere Jahre. Und Anthony Canty, das Hamburger Herzstück, meldete sich nach seiner Adduktorenblessur einsatzbereit. Wie so oft bei den Towers verletzte sich aber wieder jemand neu: Der spektakuläre Flügelspieler Cornelius Adler (27) hatte am Freitagmittag Achillessehnenprobleme bekommen – sein Fehlen war nur eine Vorsichtsmaßnahme, weil Adler in seiner Karriere schon einmal einen 70-prozentigen Riss der Sehne mit folgender Operation durchmachen musste.

Dafür war wieder auf das Towers-Triumvirat der bisherigen Saison Verlass: Kapitän Robert Ferguson (10 Punkte/6 Rebounds/3 Assists, 2 Blocks), der ruhige Anführer mit seiner Ballsicherheit, Enosch Wolf (10 Zähler/6 Rebounds), der 2, 15-Meter-Center mit bemerkenswerter Beweglichkeit, und Canty, der Dauerspielmacher mit knapp 30 Einsatzminuten, 17 Punkten und drei Assists. „Tony ist der beste deutsche Point Guard der Liga“, sagte Headcoch Hamed Attarbashi. Im Spielaufbau sind die „Türme“ allzu canty-abhängig, der offensiv blasse Mario Blessing und das oft noch übereifrige Talent René Kindzeka können ihn nicht ersetzen.

Auf allen anderen Positionen überzeugen die Wilhelmsburger aber mit einer neuen Tiefe. Auch Justin Raffington (10) und DeAndre Landsdowne (10) trafen zweistellig. „Unser Team in dieser Saison ist besonders stark im Inside unter den Körben – weil sie alle so groß sind. Und wenn erst noch „Steps“ Schmidt nach seinem Kreuzbandriss zurückkommt, wird das krass“, meinte Vincent Kittmann. Der nach der Vorsaison zurückgetretene „Turm“ arbeitete als Co-Kommentator für den Livestream. Coach Attarbashi war am Ende des Tages sehr zufrieden mit dem Sieg über den Thüringer Tabellennachbarn, gegen den man in den Vorjahres-Play-offs so bitter mit 2:3 ausgeschieden war. Er weiß aber auch: Mit Crailsheim kommt am Sonntag ein anderes Kaliber in den Inselpark.