Fussball-Ticker

LKA ermittelt wegen Fan-Vorfällen bei Holstein Kiel

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

LKA ermittelt bei Holstein Kiel

Wegen des Einsatzes illegaler Pyrotechnik beim Heimspiel des Drittligisten Holstein Kiel gegen Osnabrück ermittelt das schleswig-holsteinische Landeskriminalamt. Bei dem Spiel am 16. September hatten zwei Zuschauer im Block D Verletzungen erlitten, wie das Landeskriminalamt mitteilte. Einer von ihnen sei mehrfach untersucht worden und leide noch immer unter gesundheitlichen Einschränkungen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte eine Fan-Gruppierung im Holstein-Stadion auf der Westtribüne bengalische Feuer gezündet. Außerdem kam es laut Polizei „zeitgleich zu Explosionen von illegaler Pyrotechnik“ mit massiver Sprengkraft. Eine Knallrakete landete als Irrläufer auf der Haupttribüne. Die Polizei sucht nach Hinweisen zu den Tätern und nach Aufnahmen (Fotos, Videos) aus den Fanblöcken H, I und D.

Nach den Vorfällen hatte der Verein gegen die Fangruppierung „Sektion Spielsucht“ bis auf weiteres ein Stadionverbot ausgesprochen. Für Holstein-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke steht fest, dass die „Sektion Spielsucht“ dafür verantwortlich war.

Völler rechnet mit Brandt-Verbleib

Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler rechnet fest mit einem Verbleib von Nationalspieler Julian Brandt beim Werksclub. "Dass er auf dem Wunschzettel vieler Clubs in Europa steht, ist für mich keine Überraschung", sagte Völler bei Sky: "Aber ich bin überzeugt, dass wir noch viele Jahre mit Julian hier spielen werden." Brandt hatte zuletzt erklärt, Leverkusen nicht als Zwischenstation zu sehen, grundsätzlich aber sei "das Ausland schon interessant, der FC Bayern ist es natürlich auch". Der 20-Jährige war im Januar 2014 vom VfL Wolfsburg nach Leverkusen gewechselt. Sein Vertrag bei Bayer läuft bis Juni 2019.

Messi vor Comeback

Superstar Lionel Messi hat sich beim FC Barcelona zurückgemeldet. Nach rund dreiwöchiger Pause wegen einer Muskelverletzung nahm der 29-jährige Argentinier wieder am Mannschaftstraining der Katalanen teil. Der Torjäger wird aller Voraussicht nach am Sonnabend im Ligaspiel gegen Deportivo La Coruna sein Comeback in der Primera Division feiern und soll vier Tage später auch wieder im Spitzenspiel der Champions League gegen Manchester City zum Einsatz kommen. Messi hatte sich am 21. September beim 1:1 gegen Atlético Madrid verletzt und trainierte erst zu Wochenbeginn wieder individuell mit dem Ball.

Naldo stärkt Weinzierl den Rücken

Schalkes Neuzugang Naldo stärkt seinem in der Kritik stehenden Trainer Markus Weinzierl trotz des Bundesliga-Fehlstarts mit nur einem Sieg in sechs Spielen den Rücken. „Markus Weinzierl ist ein sehr junger Trainer, und er ist neu bei Schalke. Er ist immer positiv und strahlt trotz der Kritik immer Energie aus“, sagte der 34-jährige Innenverteidiger bei Sky: „Er sagt immer, dass er an uns glaubt und dass die Mannschaft gut genug ist, um wieder oben mitzuspielen.“ Zum unglücklichen Saisonstart sagte Naldo: „Ich versuche, jeden Tag mit den Jungs und der Mannschaft zu sprechen. Wir müssen positiv bleiben, immer weiter arbeiten und jetzt endlich durchstarten.“

Kassiert Toni Kroos 120 Millionen?

So viel Gehalt hat noch nie ein deutscher Fußballer erhalten: Wie die "Bild" berichtet, soll Toni Kroos bei Real Madrid einen neuen Vertrag bis 2022 erhalten, der ihm jährlich 20 Millionen Euro einbrächte. Damit stiege der Mittelfeldstratege in den Kreis der absoluten Top-Verdiener auf. Bei einer Laufzeit von sechs Jahren würde der 26-Jährige 120 Millionen Euro verdienen.

Der gebürtige Greifswalder kam 2014 nach Madrid und hat noch einen Kontrakt bis 2020. In Madrid würde Kroos damit zu den Top-Stars wie Cristiano Ronaldo und Gareth Bale aufsteigen, die ebenfalls rund 20 Millionen Euro pro Jahr bekommen. Offenbar hat Real-Coach Zinedine Zidane, unter dem Kroos zum Mittelfeld-Chef aufgestiegen ist, auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung gedrängt. "Es ist ein Glück, einen Spieler wie ihn zu haben", sagte der ehemalige Weltfußballer zuletzt.

Auch in Deutschland wäre der 74-malige Nationalspieler Rekordhalter, bislang galt Thomas Müller (Bayern München) mit einem Verdienst von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr als Nummer eins. Bastian Schweinsteiger soll es bei Manchester United auf 14 Millionen Euro bringen, Ilkay Gündogan bei Manchester City auf zwölf Millionen Euro.

Ribéry moniert die vielen Tritte

Bayerns Flügelflitzer Franck Ribéry hat seine jüngsten Unbeherrschtheiten auf dem Spielfeld mit der zugenommenen Aggressivität der Gegner erklärt. Der französische Offensivstar des FC Bayern war in dieser Saison schon öfter durch unsportliche Aktionen aufgefallen und drohte vom Platz gestellt zu werden. „Ich weiß selbst, dass ich aufpassen muss“, sagte der 33-Jährige der „Sport Bild“, versuchte sich aber für die Vorfälle in der Bundesliga zu rechtfertigen: „Manchmal verliere ich vielleicht kurzzeitig die Fasson, aber nur, wenn ich spüre, dass die Gegner mich absichtlich verletzen wollen.“

Zuletzt hatten Trainer Carlo Ancelotti und Bald-Präsident Uli Hoeneß Ribéry zur Zurückhaltung aufgefordert. Der Linksaußen hatte etwa Felix Passlack im Supercup gegen Borussia Dortmund mit dem Ellbogen geschlagen und Hamburgs Profi Nicolai Müller ins Gesicht gefasst. Bei den Aktionen kam Ribéry ohne Platzverweis für eine Tätlichkeit davon.

Ribéry meinte: „Ich werde in dieser Saison so viel getreten, gefoult und attackiert wie noch nie.“ Der Routinier scheint nach etlichen Verletzungen in den vergangenen Jahren wieder zu Topform zu finden. Gerade deswegen könne er „nicht akzeptieren, aufgrund von Fouls erneut auszufallen“, sagte er. „Wenn ich merke, dass es nur auf die Knochen geht, um mich aus dem Spiel zu nehmen, dann wehre ich mich.“

Chinas Trainer schmeißt hin

Gao Hongbo ist als Trainer der chinesischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Der 50-Jährige zog damit die Konsequenzen aus der bitteren 0:2 (0:0)-Niederlage in der WM-Qualifikation am Dienstag in Usbekistan. Mit nur einem Punkt aus vier Spielen sind die Chinesen Schlusslicht ihrer Qualifikationsgruppe.

Das niedrige Leistungsniveau der chinesischen Nationalmannschaft steht in starkem Kontrast zu den Plänen der Verbandsführung. Zuletzt hatte diese ihre Absicht unterstrichen, die WM-Endrunde 2030 ausrichten zu wollen. Auch Staatspräsident Xi Jinping sieht im Fußball großes Potenzial für das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land. Chinesische Klubs verstärkten sich auch deshalb mit etlichen europäischen und südamerikanischen Stars.

Green trifft erneut für die USA

Der ehemalige HSV-Spieler Julian Green hat bei der US-amerikanischen Nationalmannschaft erneut auf sich aufmerksam gemacht. Beim 1:1 (1:0) im Länderspiel gegen Neuseeland erzielte der 21-Jährige von Bayern München in der 27. Minute das Führungstor für das Team von Nationaltrainer Jürgen Klinsmann. Nach dem Seitenwechsel kassierten die US-Boys den Ausgleich durch Monty Patterson (73.).

Green hatte bereits im historischen Freundschaftsspiel auf Kuba (2:0) in der vergangenen Woche getroffen. "An Selbstvertrauen hat es nie gemangelt, jetzt schieße ich Tore. Das fühlt sich gut an", sagte Green.

Argentinien patzt historisch, Vidal trifft

Mit einem 2:0 (1:0) bei Schlusslicht Venezuela hat Brasilien zum Rückrundenauftakt der südamerikanischen WM-Qualifikation erstmals in den laufenden Eliminatorias die Tabellenführung übernommen. Dagegen setzte Argentinien mit einer historischen 0:1 (0:1)-Heimpleite gegen Paraguay seine Talfahrt fort.

Die nun 21 Punkte aufweisende Selecao profitierte auch ohne den gelbgesperrten Superstar Neymar von der Punkteteilung des bisherigen Spitzenreiters Uruguay (20 Zähler) beim 2:2 (1:1) in Kolumbien, das als Tabellenvierter (17) derzeit das letzte Direktticket nach Russland in der Hand hält. Ecuador (17) wahrte mit einem 2:2 (0:2) in Bolivien Platz drei.

Dagegen ließ Argentinien (16) auf Rang fünf, der noch den WM-Umweg Play-offs gegen einen Ozeanienvertreter offen lässt, nicht nur Paraguay (15), sondern auch Chile (14) zu sich aufschließen. Der amtierende Copa-America-Champion siegte dank Doppeltorschütze Arturo Vidal von Bayern München mit 2:1 (1:0) gegen den Drittletzten Peru (8).

Ohne den verletzten Weltfußballer Lionel Messi verlor Argentinien erstmals in der WM-Geschichte ein zweites Heimspiel innerhalb einer Eliminatorias. Derlis Gonzalez (18.) traf für Paraguay. Dagegen scheiterte Topstürmer Sergio Agüero nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff per Handelfmeter an Gästeschlussman Justo Villar.

Brasiliens vierten Sieg im vierten Spiel unter Neutrainer Tite leitete Jungstar Gabriel Jesus (8.) mit seinem vierten Tor im vierten Einsatz im "Canarinho"-Trikot ein. Chelsea-Legionär Willian erhöhte kurz nach der Pause (53.) auf 2:0. Im tropischen Regen von Barranquilla ging Eliminatorias-Torjäger Edinson Cavani (7 Treffer) zwar leer aus, sein "Uru"-Sturmkollege Luis Suarez von Spaniens Meister FC Barcelona traf zumindest.