DFB-Pokal

Gladbach ohne Glanz – Dresden schießt Leipzig raus

RB Leipzig verliert gegen Dresden. Gladbach quält sich gegen Drochtersen zum Sieg. Nürnberg muss durchs Elfmeterschießen.

Einen Bundesligisten hat es dann doch noch erwischt. Nachdem sich in den ersten drei Partien am Freitagabend die Proficlubs (u.a. Bayern München 5:0 in Jena/St. Pauli 3:0 in Lübeck) schadlos hielten, musste mit RB Leizig der erste Bundesligist die Segel streichen. Im Sachsen-Duell unterlag das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl Dynamo Dresden 5:4 nach Elfmeterschießen. Neben Leipzig schieden auch noch zwei Zweitligisten aus.

Wolfsburg gewinnt mit Mühe

Der VfL Wolfsburg hat mit viel mehr Mühe als nötig die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Beim Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt gewann der Cup-Sieger von 2015 auch ohne seinen neuen Stürmerstar Mario Gomez mit 2:1 (2:0). Weil der Fußball-Bundesligist vor 5050 Zuschauern reihenweise klare Chancen ausließ, wurde es in der zweiten Halbzeit noch einmal spannend. Die meiste Zeit aber waren die „Wölfe“ ihrem Gegner eindeutig überlegen. Ein Eigentor von Steffen Schäfer in der 5. sowie ein Treffer von Bas Dost in der 16. Minute brachten den VfL bereits nach einer Viertelstunde klar in Führung. Statt 0:4 oder 0:5 stand es nach 52 Minuten aber auf einmal nur noch 1:2: Fabian Schleusener traf für den bis dato kaum Gegenwehr leistenden Drittliga-Club.

Drochtersen schlägt sich gegen Gladbach wacker

An der Sensation schnupperte lange Zeit Regionalligist SV Drochtersen/Assel. Die Norddeutschen hielten vor 7124 Zuschauern im Kehdinger Stadion gegen Borussia Mönchengladbach lange mit und mussten sich am Ende nur mit 0:1 geschlagen geben. Das Tor des Tages erzielte der Gladbacher Julian Korb nach 55 Minuten.

Schubert: "Zufrieden, weil wir Geduld bewiesen haben"

„Glückwunsch an den Gegner. Er hat uns das Leben so schwer gemacht, wie wir das vorher erwartet hatten“, sagte Fohlen-Trainer Schubert. Er war trotz des knappen Erfolges „zufrieden, weil wir Geduld bewiesen und sicher zu null gespielt haben“. Auch André Hahn, der nur rund 50 Kilometer entfernt von Drochtersen geboren wurde, zog ein positives Fazit: „Es ist immer schwer, wenn man gegen zehn, elf Mann durchkommen muss. Aber wir gereift und nicht nervös geworden.“ Die "Drosseln" können sich jedoch mit der garantierten 155.000 Euro-Prämie trösten.

Dresden schaltet Leipzig im Sachsen-Derby aus

In Dresden sahen die 30.000 Zuschauer im ausverkauften DDV-Stadion ein hitziges Sachsen-Derby. Die Leipziger waren durch zwei Tore von Sabitzer und Kaiser in Führung gegangen, doch die Gelb-Schwarzen egalisierten durch zwei Treffer von Kutschke. Im Elfmeterschießen waren die Dresdener dann die glücklichere Mannschaft, nur Leipzigs Kapitän Kaiser verschoss.

Bundesligisten ohne Probleme

In weiteren Pokalpartien am Samstag hatten die Bundesligisten SC Freiburg (4:0 in Babelsberg), 1. FC Köln (7:0 gegen BFC Berlin) und Schalke 04 (4:1 gegen Villingen) keine Probleme mit den Underdogs. In reinen Zweitliga-Duell besiegten die Würzburger Kickers Eintracht Braunschweig nach Verlängerung mit 1:0 und 1860 München den Karlsruher SC mit 2:1. Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern verlor in der Verlängerung bei Drittlist Hallescher FC mit 3:4. Am Abend spielt noch der VfL Wolfsburg beim Drittligisten FSV Frankfurt.

Zwölf Spiele am Sonntag – Norderstedt fordert Fürth

Acht weitere Bundesligisten nehmen am Sonntag die 2. Runde des DFB-Pokals ins Visier. Nach dem Aus von Aufsteiger Leipzig am Samstag im Sachsen-Duell beim Zweitligisten Dynamo Dresden wollen sich die Favoriten einen ähnlichen Rückschlag gegen einen unterklassigen Gegner ersparen. Vor der vermeintlich schwersten Aufgabe steht der FC Ingolstadt, der um 18.30 Uhr auf den Zweitligisten aus Aue trifft. Mit dem Spiel von Borussia Dortmund bei Eintracht Trier geht die 1. Runde am Montag (20.45 Uhr) zu Ende. Wenige Stunden zuvor tritt der Hamburger SV beim FSV Zwickau (18.30 Uhr) an. Die 2. Hauptrunde wird am 26. August ausgelost.

HSV gastiert am Montag in Zwickau

Die 1. Runde des DFB-Pokals wird dann am Montag mit vier Partien beschlossen. Unter anderem greift dann auch der Hamburger SV ein. Die Rothosen gastieren dann beim Drittliga-Aufsteiger FSV Zwickau.