Rio De Janeiro

Mit Bestleistung auf Platz vier

Kai Kazmirek überzeugte im Zehnkampf – Ashton Eaton verteidigt seinen Titel

Rio De Janeiro. Nach dem 1500-Meter-Lauf lagen wieder fast alle Zehnkämpfer japsend am Boden. Kai Kazmirek musste sich erst gar nicht Richtung Anzeigetafel drehen, um zu wissen, dass er seine erste Olympia-Medaille verpasst hatte. Voller Stolz erschien der 25-Jährige von der LG Rhein-Wied später bei den Journalisten. „100 Punkte über meiner Bestleistung“, sagte er. „Es hat viel Spaß gemacht, und ich bin sehr zufrieden. Das ist ja kein Wald- und Wiesensportfest hier.“

Mit 8580 Punkten landete Kazmirek auf dem vierten Platz – der größte Erfolg seiner Karriere. „König der Athleten“ bleibt Ashton Eaton, der wie 2012 in London triumphierte. Mit 8893 Punkten blieb der Amerikaner zwar hinter seinem Weltrekord (9045), den er 2015 bei der WM in Peking aufgestellt hatte. Bei Sommerspielen sammelte zuvor 2004 Roman Sebrle exakt so viele Punkte.

Der WM-Sechste Kazmirek lag nach dem ersten Tag noch auf Silber-Kurs. Er musste dann aber dem Franzosen Kevin Mayer (8834) und dem Kanadier Damian Warner (8666) den Vortritt lassen. Im 1500-Meter-Lauf konnte er die 44 Punkte Rückstand auf den WM-Zweiten Warner nicht mehr wettmachen. Zuvor hatte er Hausrekorde im Weitsprung (7,69 Meter), 400 Meter (46,75 Sekunden) und mit dem Speer (64,60 Meter) aufgestellt.