Tennis am Rothenbaum

Betrug? Staatsanwalt ermittelt gegen Sponsor Lombardium

Eine Statue der Justitia (Symbolbild)

Eine Statue der Justitia (Symbolbild)

Foto: Imago

Pfandhaus verzichtete auf Marketingmaßnahmen im Umfeld des Legendenspiels. Hintergrund sind Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Hamburg.

Hamburg. Die Partie zwischen Michael Stich und Henri Leconte firmierte zwar im Vorverkauf noch unter dem Namen „Lombardium Classics“. Doch aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen verzichtete das Hamburger Edel-Pfandhaus am Sonntag auf jegliche Marketingmaßnahmen im Umfeld des Legendenspiels. Hintergrund sind die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Hamburg, deren Sprecherin Nana Frombach Ermittlungen wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs gegen das Unternehmen bestätigte.

Lombardium bietet seinen Kunden an, Schmuck, Jachten, Kunst und sogar Grundstücke zu verpfänden. Die Pfandkredite werden über geschlossene Fonds finanziert. Ein Großteil dieser Gelder scheint nun jedoch verschwunden. Geschäftsführer Patrick Ebeling und elf Beteiligte sollen die Anleger um eine dreistellige Millionensumme betrogen haben. Nach einer anonymen Strafanzeige im Jahr 2014 hätten die Ermittler laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ ein „kaum durchschaubares Firmengeflecht“ mit weit über einem Dutzend Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaften entdeckt. Aus diesen sollen erhebliche Teile von Anlegergeldern herausgezogen worden sein.

Michael Stich wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. „Lombardium hat von sich aus beschlossen, die Marketingmaßnahmen aufgrund der Ermittlungen zurückzufahren, was wir begrüßen“, sagte der Turnierdirektor.