Nach DEL-Aus

500 Freezers-Fans feiern Hockeyspieler Moritz Fürste

Moritz Fürste (r.) freute sich über den Besuch von Christoph Schubert

Moritz Fürste (r.) freute sich über den Besuch von Christoph Schubert

Foto: ValeriaWitters / WITTERS

Anhänger waren Aufruf von Christoph Schubert gefolgt. Herren und Damen des UHC lösen ebenso wie HTHC-Männer Tickets für DM-Endrunden.

Hamburg.  Mit dem Ergebnis war er nicht zufrieden, und trotzdem strahlte Moritz Fürste am Sonntagmittag, als wolle er persönlich das miese Wetter vertreiben. Zwei Gründe gab es für die Stimmungslage des Nationalspielers. Zum einen hatte er sich mit seinem Uhlenhorster HC trotz des 3:3-Remis im Stadtderby beim Harvestehuder THC für die Endrunde um die deutsche Feldhockey-Meisterschaft qualifiziert, weil Verfolger Krefeld bei Rot-Weiß Köln mit 2:4 verlor. Zum anderen waren mehr als 500 Fans der Hamburg Freezers einem Aufruf von Christoph Schubert gefolgt und hatten Fürste nicht nur für dessen Eckentor zum 2:1 gefeiert. Weil der 31-Jährige dem Eishockeyteam in der vergangenen Woche bei dessen – letztlich vergeblichem – Überlebenskampf geholfen hatte, nutzten die Anhänger und der frühere Freezers-Kapitän Schubert das Derby, um für die Unterstützung zu danken.

Welches Sportteam ersetzt die Freezers?

„Das war eine tolle Aktion, super nett von den Freezers-Fans“, sagte Fürste. Dank des ungewohnten Besuchs hatte der Hauptrundenabschluss einen würdigen Rahmen. 1500 Besucher drängten sich auf der Anlage, und sie sahen eine Partie, in der die beiden Hamburger Topclubs nachwiesen, dass mit ihnen am kommenden Wochenende in Mannheim zu rechnen ist. Der UHC war feldüberlegen, die Gastgeber zeigten sich gewohnt kampfstark und geschlossen. Seine Unzufriedenheit begründete Fürste damit, „dass wir nicht gut verteidigt haben. Es ärgert mich, dass wir die Qualifikation nicht aus eigener Kraft geschafft haben.“

UHC trifft auf Mannheimer HC

Auf dem Weg zum so heiß ersehnten ersten Feldtitel der Vereinsgeschichte treffen die „Uhlen“ am Sonnabend (16.45 Uhr) auf Hauptrundensieger Mannheimer HC. Der HTHC, der sich mit Tabellenrang drei auch die Europacupteilnahme sicherte, sollten Mannheim und der Zweite Köln ins Endspiel einziehen, muss sich im zweiten Semifinale (Sa., 19 Uhr) gegen den Titelverteidiger aus dem Rheinland behaupten. „Mir ist egal, gegen wen wir spielen. Ich würde mich freuen, am Sonntag im Finale noch einmal gegen den UHC anzutreten“, sagte HTHC-Cheftrainer Christoph Bechmann. Sein UHC-Amtskollege Kais al Saadi freute sich, dass sein Team die Punktlandung geschafft hatte: „Wir standen am ersten Spieltag auf einem Endrundenplatz, und dann erst wieder am 21. Spieltag. Aber wir sind seit Ende Oktober im Feld unbesiegt. Für uns ist es schön, mal an einer Endrunde teilnehmen zu dürfen und nicht mit dem Druck hinzufahren, Meister werden zu müssen.“

Das ist bei den UHC-Damen als Titelverteidiger zwar etwas anders, dennoch fährt die Auswahl von Claas Henkel, die sich das Endrundenticket durch Siege in Braunschweig (6:1) und beim HTHC (7:0) sicherte, befreit nach Mannheim, wo im Halbfinale (Sa., 14.15 Uhr) der Düsseldorfer HC wartet. Das zweite Semifinale führt Hauptrundensieger Münchner SC und RW Köln zusammen. Köln verteidigte dank eines 3:2-Siegs in Düsseldorf seinen Ein-Punkte-Vorsprung auf den Club an der Alster (5:0 gegen Großflottbek). „Das war unser bitterster Sieg“, sagte Alster-Coach Jens George.