Paris

Adieu Paris: Zverev muss als letzter Deutscher gehen

Paris. Auch Hamburgs Jungstar Alexander Zverev konnte das schlechteste Abschneiden deutscher Tennisprofis bei den French Open in Paris seit 2010 nicht verhindern. Nach der 7:6 (7:4), 3:6, 3:6, 3:6-Niederlage des 19-Jährigen in der dritten Runde gegen Dominic Thiem (Österreich) geht das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres ohne deutsche Einzelspieler unter den Top-16 in die zweite Woche.

„Es war nicht schlecht. Aber ich habe noch in allen Bereichen Möglichkeiten, mich zu verbessern“, sagte Zverev, der erstmals bei einem der vier Majorturniere die dritte Runde erreicht hatte. „Selbst gegen einen Topspieler wie Dominic hatte ich meine Chancen, konnte sie aber nicht nutzen. Ich war oft zu passiv“, kritisierte er sich selbst. Die „Tenniswaffen“ für den Weg nach ganz oben hat der 1.98-Meter-Schlaks, es fehlen noch Fitness und Erfahrung. „Es ist unfassbar, wie er mit seinen 19 Jahren schon spielt“, lobte der Weltranglisten-15. aus Österreich: „Den kleinen Unterschied haben die drei Jahre Altersunterschied ausgemacht. Sascha ist ein phantastischer Spieler ohne Schwächen.“

Die deutschen Frauen allerdings enttäuschten am Bois de Bologne. Vom Hoch nach dem Australian-Open-Triumph von Angelique Kerber vor vier Monaten war nichts zu spüren, zumal Kerber selbst in Runde eins ausschied. „Die Bilanz ist ernüchternd, wir haben andere Ansprüche“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner. „Aber in Wimbledon werden sich die Mädels ganz anders präsentieren.“