Fussball-Ticker

FC Bayern: Hoeneß glaubt fest an Sieg über Atlético

Pep Guardiola und Uli Hoeneß (l.)

Pep Guardiola und Uli Hoeneß (l.)

Foto: dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Hoeneß will Sammer nicht ersetzen

Kann Uli Hoeneß den erkrankten Sportvorstand Matthias Sammer beim FC Bayern München ersetzen? Er will gar nicht. Ex-Präsident Hoeneß sagte: „Das war nie ein Thema und ist auch kein Thema.“ Bayern-Ikone Franz Beckenbauer hatte vorgeschlagen, dass der langjährige Manager den Sportvorstand kurzfristig ersetzen könnte. Sammer muss wegen Durchblutungsstörungen des Gehirns pausieren. Außerdem sei ein Ersatz für Sammer im Moment gar nicht nötig, meinte der 64-jährige Hoeneß: „Die Führung der Mannschaft ist in guten Händen. Ich werde immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Aber Matthias braucht derzeit keinen Ersatzmann. Die Leute im Verein um die Mannschaft herum machen das gut.“ Und Hoeneß glaubt trotz des 0:1 auch felsenfest an einen Einzug des FC Bayern München ins Champions-League-Finale. „Ich bin überzeugt, dass wir ein sehr schweres Spiel haben werden. Und ich bin auch überzeugt, dass wir das Endspiel in Mailand erreichen, weil ich glaube, dass die Mannschaft und der Trainer alles tun werden, um uns diesen Traum zu erfüllen.“ Das Rückspiel gegen Atlético Madrid findet am Dienstag in München statt.

Schädelbasisbruch bei Hoffenheims Steven Zuber

Angreifer Steven Zuber von 1899 Hoffenheim hat sich im Training einen Schädelbasisbruch und eine Schultereckgelenksprengung zugezogen. Der 24-Jährige stieß am Donnerstag mit Fabian Schär zusammen und wurde vom Notarzt in die Kopfklinik nach Heidelberg gebracht, wo die schwere Verletzung diagnostiziert wurde. "Wir alle wünschen Steven gute Besserung und hoffen, dass er so schnell wie möglich wieder zurück kommt. In den verbleibenden drei Spielen spielt die Mannschaft natürlich auch für Steven", sagte Cheftrainer Julian Nagelsmann. Schär erlitt bei dem Zusammenprall eine Gehirnerschütterung.

Rekordmann Di Natale verlässt Udinese nach zwölf Jahren

Nach zwölf Jahren verlässt der frühere italienische Nationalspieler Antonio Di Natale zum Saisonende seinen Klub Udinese Calcio. "Ich habe dem Verein alles gegeben. Es waren die schönsten zwölf Jahres meines Lebens", sagte der 38-Jährige am Freitag. Noch unklar ist, ob Di Natale damit auch seine Karriere beenden wird. Di Natale war 2004 vom FC Empoli zu Udinese Calcio gewechselt und bestritt dort bislang 444 Spiele (226 Tore).

Der Stürmer wurde 2010 und 2011 Torschützenkönig der Serie A und spielte von 2002 bis 2012 42 Mal für italienischen Nationalmannschaft.

Bayern Leverkusen mit drei Trainern für den Nachwuchs

Bayer Leverkusen hat für den Nachwuchsbereich mit Beginn der kommenden Saison in Markus von Ahlen, Jan Hoepner und Patrick Weiser drei Trainer verpflichtet. Alle unterzeichneten Fünfjahresverträge, teilte der Bundesligist mit. Weiser ist der Vater von Hertha-Profi Mitchell Weiser, der am Sonnabend mit Hertha BSC zum Topspiel in Leverkusen gastiert.

Hannover 96: Trainer Stendel plant Wiederaufstieg

Daniel Stendel (42) bleibt auch in der 2. Liga Trainer des Bundesliga-Absteigers Hannover 96 und soll die Niedersachsen zum direkten Wiederaufstieg führen. Stendel erhielt am Freitag überraschend einen Vertrag bis 2018. Das gab der Klub bekannt. Eigentlich hätte der Ex-Profi nach der Saison wieder die U19 des Klubs übernehmen sollen. Stendel hatte den gescheiterten Thomas Schaaf am 4. April in Hannover abgelöst.

"Daniel hat über Jahre im Nachwuchs von Hannover 96 seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt. In den vergangenen Wochen konnten wir uns nun auch ein Bild davon machen, wie er als Trainer im Profibereich erfolgreich arbeiten kann. Hinzu kommt, dass Daniel den Verein und das Umfeld perfekt kennt. Er ist 96er durch und durch", sagte Geschäftsführer Martin Bader: "Mit der festen Verpflichtung von Daniel Stendel wollen wir auch verdeutlichen, wie wichtig uns Identifikation mit und emotionales Verständnis für den Klub sind. Dies wird in Zukunft oft ein zusätzliches Kriterium von Hannover 96 sein."

Unter Stendel holte Hannover 96 aus den letzten drei Spielen fünf Punkte, der Abstieg der Niedersachsen steht aber bereits fest. Der Ex-Stürmer soll nun dafür sorgen, dass das 96-Intermezzo in der Zweitklassigkeit nur ein Jahr dauert. "Es wird eine Herausforderung sein. Die Aufgabe ist unglaublich reizvoll. Deshalb freut es mich auch sehr, dass mir die Geschäftsführung das Vertrauen schenkt", sagte Stendel: "Und weil sich Hannover 96 für mich nicht nur wie ein normaler Arbeitgeber darstellt, sondern weitaus mehr ist, ist die Vorfreude auf die restlichen Spiele in der Bundesliga und auf die kommende Saison in Liga 2 riesengroß."

Fritz setzt Zeichen und verlängert bei Werder

Kapitän Clemens Fritz hat ein Zeichen gesetzt und seinen Vertrag beim SV Werder Bremen auch für den Fall des Abstiegs in die zweite Fußball-Bundesliga um eine Saison verlängert. „Ich möchte helfen, dass es in die richtige Richtung geht. Ich spüre Lust, Freude und Feuer und traue mir das zu“, sagte der 35-Jährige am Freitag nach seiner Unterschrift bei einer Pressekonferenz vor dem Montagsspiel (20.15 Uhr) gegen den VfB Stuttgart. Entscheidend für die überraschende Entscheidung, das Karriere-Ende nun doch zu verschieben, sei die heikle Tabellensituation des Bundesliga-16. gewesen.

Ex-HSVer Tah nach Virus im Krankenhaus

Bayer Leverkusen muss im "Endspiel" um das letzte direkte Champions-League-Ticket der Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC am Sonnabend (18.30/Sky) auf Jung-Nationalspieler und ehemaliger HSV-Spieler Jonathan Tah verzichten. Der 20 Jahre alte Abwehrspieler, der im März gegen England (2:3) sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab, liegt wegen eines Magen-Darm-Virus sogar im Krankenhaus.

"Er hat viel Flüssigkeit verloren", erklärte Trainer Roger Schmidt, "kommt aber vielleicht am Samstag wieder raus." Alternativen für die Innenverteidigung sind laut Schmidt auch die etatmäßigen "Sechser" Christoph Kramer und Lars Bender.

Keine Beeinflussung seines Teams befürchtet Schmidt durch das sich hinziehende Transfergerangel um Torhüter Bernd Leno, der bis einschließlich Samstag von einer möglichen Ausstiegsklausel über 18 Millionen Euro Gebrauch machen müsste. "Es ist legitim, dass er sich die Zeit für seine Entscheidung nimmt. Die ist noch nicht gefallen", berichtete der Trainer: "Das stört die Konzentration auf das Spiel aber nicht."

Leno wird offenbar von RB Leipzig, Tottenham Hotspur und Real Madrid umworben. Als möglicher Nachfolger in Leverkusen wird Weltmeister Ron-Robert Zieler gehandelt, der seinen Abschied bei Absteiger Hannover 96 bereits verkündet hat.

Bremen mit erstem Bilanz-Plus seit vier Jahren

Nach vier Jahren im finanziellen Bilanz-Minus will Fußball-Bundesligist Werder Bremen die Saison mit einem Plus beenden. „Wir werden auf jeden Fall ein positives Ergebnis haben“, sagte Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung, der „Kreiszeitung Syke“ (Freitag). Nach Informationen der Zeitung soll der Gewinn siebenstellig sein. Wenn der Tabellen-16. erstklassig bleibe, könne man sich stabilisieren, um dann wieder nach oben zu kommen: „Dieses Ergebnis gibt uns mehr Handlungsspielraum.“

Werder müsse nicht zwangsläufig erst verkaufen, um kaufen zu können. „Unser Weg sieht auch in Zukunft Transfererlöse vor. Die Arbeit wird nicht leichter, unsere Kreativität ist weiter gefragt“, betonte Filbry, der den Sparkurs trotz der Abstiegsgefahr als nicht zu rigide empfindet: „Wir haben uns nicht zu Tode gespart.“ Sinnvolle Investitionen ins Team seien Anthony Ujah, Aron Johannsson, Claudio Pizarro, Papy Djilobodji und Sambou Yatabaré gewesen.

„Unser Kader hat eine gute Qualität. Wir schaffen den Klassenerhalt“, meinte der 49-Jährige und kündigte „den einen oder anderen Sponsor“ für die nächste Saison an. Bei einem Abstieg sehe die finanzielle Situation deutlich schlechter aus. „Wir dürfen dann nicht alles in Frage stellen. Denn vieles läuft gut. Wir müssten unseren Weg weitergehen, auch wenn der schwieriger würde“, bekräftigte Filbry.

Darmstadt will Beschwerde einlegen

Nach dem Erfolg von Widersprüchen gegen das Darmstädter Innenstadt-Verbot für Fans der Frankfurter Eintracht überlegt die Stadt, ob sie Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel einlegt. Dies teilte ein Sprecher der Stadt Darmstadt am Freitag mit. Das Verwaltungsgericht Darmstadt hatte am Donnerstag Eilanträgen gegen das Innenstadt-Verbot stattgegeben. Der Stadt Darmstadt liege eine Begründung aber noch nicht vor, sagte der Sprecher. Erst dann könne nach eingehender Beratung entschieden werden.

Aus Angst vor Fanausschreitungen beim Hessenderby zwischen dem SV Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) wollte die Stadt Darmstadt das Zentrum von Freitagabend bis Sonntagmorgen für Frankfurter Fans sperren. Sollte die Stadt Darmstadt in Kassel Beschwerde einlegen, sei noch am Freitag mit einer Entscheidung zu rechnen, sagte eine VGH-Sprecherin.

Deutschland ohne Punkt in Fünfjahreswertung

Kein Punkt für Deutschland: Die Fußball-Bundesliga hat in dieser Woche in der Uefa-Fünfjahreswertung keine weiteren Zähler einfahren können, da der einzig verbliebene Vertreter Bayern München im Halbfinale der Champions League bei Atlético Madrid 0:1 verlor. Da in den Europapokalen in dieser Woche nur die Hinspiele ausgetragen wurde, gab es keine Bonuspunkte und somit auch nur minimale Veränderungen im Klassement.

Deutschland bleibt unangefochten auf Rang zwei und verlor nur 0,125 Punkte auf England, dessen letzter Vertreter Manchester City 0:0 gegen Real Madrid spielte. Hingegen enteilte Spanien – noch mit vier Vereinen in den Halbfinals vertreten – der Bundesliga weiter. Die Iberer sammelten nach zwei Siegen und zwei Unentschieden 0,857 Punkte. Italien, als Vierter über neun Punkte hinter Deutschland, ist mit keinem Teilnehmer mehr vertreten. - Die Uefa-Fünfjahreswertung 2015/16 (maßgeblich für die Vergabe der Startplätze 2017/18)

Verlängert Totti bei AS Rom?

Vereinsikone Francesco Totti verlängert seinen Vertrag beim italienischen Fußball-Erstligisten AS Rom Medienberichten zufolge nun doch noch um ein Jahr bis Sommer 2017. Club-Präsident James Pallotta habe dem neuen Kontrakt zugestimmt, berichteten mehrere italienische Sport-Tageszeitungen am Freitag übereinstimmend. Die Vertragsverlängerung mit der Club-Legende soll demnach in der kommenden Woche bekannt gegeben werden. Ursprünglich wäre der Vertrag Tottis im Sommer nach mehr als 20 Jahren bei der Roma ausgelaufen.

Der 39 Jahre alte Totti kam in dieser Saison auch wegen mehrerer Verletzungen bislang nur auf zehn Ligaeinsätze. Weil Trainer Luciano Spalletti den Weltmeister von 2006 kaum noch einsetzte, forderte dieser öffentlich mehr Respekt. Ein Abschied Tottis im Sommer schien lange wahrscheinlich, doch zuletzt rettete der Mittelfeldspieler seinem Club als Joker mit drei späten Toren in zwei Partien ein Remis bei Atalanta Bergamo und einen Sieg gegen den FC Turin.

Sperre für Atlético-Trainer bestätigt

Der spanische Fußballverband RFEF hat die Sperre des Trainers von Atlético Madrid, Diego Simeone, für drei Spiele wegen der Ballwurf-Affäre bestätigt. Die Sanktion gilt nur für die spanische Liga und nicht für das Halbfinal-Rückspiel der Champions League am kommenden Dienstag beim FC Bayern München. Simeone wird den Rot-Weißen damit in den drei ausstehenden Punktspielen der Primera División fehlen, in denen Atlético als Tabellenzweiter noch Chancen zur Gewinn der Meisterschaft hat.

Das Berufungskomitee des RFEF wies den Einspruch des Clubs gegen die Sperre zurück. Simeone hatte im Punktspiel der Madrilenen am vorigen Samstag gegen den FC Málaga (1:0) die Rote Karte erhalten, nachdem aus der Zone der Atlético-Trainerbank ein Ball aufs Spielfeld geworfen worden war. Damit sollte offensichtlich ein Konterangriff der Andalusier unterbrochen werden.

Das RFEF-Berufungskomitee begründete seine Entscheidung am Donnerstagabend damit, dass Simeone als Cheftrainer die Verantwortung trage, auch wenn er den Ball nicht selbst geworfen habe. Der Werfer konnte nicht identifiziert werden. Gegen die Entscheidung ist noch ein Einspruch vor dem obersten spanischen Sportgericht möglich.

Ex-HSV-Trainer Slomka kann sich Rückkehr zu Hannover 96 vorstellen

Der frühere HSV-Coach Mirko Slomka kann sich eine Rückkehr zu Bundesliga-Absteiger Hannover 96 vorstellen. Auf die Frage, ob er den Verein zu gut kenne, um noch einmal dort zu arbeiten, antwortete der derzeit vereinslose Fußball-Trainer in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Nein, Nein! Hannover ist ein gut geführter Club mit großem Potenzial. Die sofortige Rückkehr in die erste Liga sollte das Ziel sein.“

Slomka trainierte die Niedersachsen bereits von 2010 bis 2013 und führte sie zweimal in die Europa League. Neben Slomka, der in der Endphase der Saison 2013/2014 den Hamburger SV in der Relegation vor dem Abstieg aus dem Oberhaus bewahrt hatte, gelten auch Markus Gisdol, Markus Kauczinski und Holger Stanislawski als Kandidaten.

Er habe „wieder Lust, etwas zu tun und ich habe Energie“, sagte Slomka der „FAZ“ (Freitag). Zuletzt habe er Anfragen von Clubs, als Sportdirektor dort zu arbeiten, abgelehnt. „Nein, ich bin Trainer. Als Sportdirektor wäre ich zu ungeduldig“, sagte Slomka.

96-Präsident Martin Kind hatte Anfang des Monats erklärt, dass Slomka „auf der Liste“ stehe und es Gespräche mit ihm geben werde. Nach der Beurlaubung von Thomas Schaaf betreut Ex-Profi Daniel Stendel die Mannschaft auch in den restlichen drei Bundesliga-Partien.

Pizarro will sein nächstes Pferd „Klassenerhalt“ nennen

Sturm-Oldie Claudio Pizarro (37) von Werder Bremen wird seine Karriere über den Sommer hinaus fortsetzen. „Ich höre nicht auf - noch nicht“, sagte der Peruaner im Audi Star Talk auf Sky (Ausstrahlung Montagabend). Ob der Rekordtorschütze des Klubs weiter für die Hanseaten auf Torejagd geht, ließ Pizarro allerdings offen: „Ich will mich jetzt auf die Situation konzentrieren, die wir haben. Ich will in der Liga bleiben.“

Nach der bisher schlechtesten Bilanz der Vereinsgeschichte (31 Punkte nach 31 Spielen) kämpfen die Bremer als Tabellen-16. gegen den zweiten Abstieg nach 1980, am Montag kommt es zum möglicherweise vorentscheidenden Kellerduell gegen den VfB Stuttgart (20.15 Uhr/Sky). „Wir müssen begreifen, in welcher Situation wir sind. Das ist nicht einfach, aber wir trainieren sehr gut und hatten in dieser Woche eine super Vorbereitung“, sagte Pizarro, dessen Vertrag in Bremen im Sommer ausläuft: „Wir werden am Montag drei Punkte holen.“

Sollte Werder den Absturz in die Zweitklassigkeit verhindern, will Pferdeliebhaber Pizarro seinem nächsten Vierbeiner einen ganz besonderen Namen geben: Klassenerhalt. „Ja, das ist nicht schlecht, das ist ein guter Name“, sagte er.

Ex-Bundesliga-Coach Haan muss Karriere beenden

Der frühere Bundesliga-Trainer Arie Haan folgt dem Rat seiner Ärzte und beendet seine Karriere als Trainer. Bei dem 67 Jahre alten Coach wurden Herzrhythmusstörungen festgestellt. Haan war als Spieler zweimal Vize-Weltmeister und trainierte in der Bundesliga von 1987 bis 1990 den VfB Stuttgart und danach ein Jahr den 1. FC Nürnberg. Zuletzt war er in China bei Tianjin Teda tätig.

Nachdenklich gemacht hatte Haan zuletzt auch der Krebstod seines langjährigen Mitspielers Johan Cruyff im März. „Wenn Menschen der eigenen Generation plötzlich nicht mehr da sind, dann wird einem bewusst, dass der Tod so zuschlagen kann“, sagte Haan der Tageszeitung AD: „Johans Tod war so ein Moment.“

An der Seite Cruyffs gewann Haan 1972 mit Ajax Amsterdam den Europapokal der Landesmeister und den Weltpokal. Als Spieler gewann er zudem unter anderem zweimal den UEFA-Cup, sechs nationale Meisterschaften und viermal den Pokal. Als Coach wurde er mit dem RSC Anderlecht und Standard Lüttich belgischer Meister. Zudem war er als Nationaltrainer in China, Albanien und Kamerun tätig.

Platini vor CAS-Anhörung optimistisch

Der tief gefallene Uefa-Präsident Michel Platini hat sich kurz vor seiner Anhörung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS zuversichtlich gezeigt. „Sicher bin ich optimistisch. Wir werden gewinnen. Ich werde gewinnen“, sagte der für sechs Jahre gesperrte Franzose am Freitagmorgen.

Im Kern geht es um die dubiose Zahlung von 1,8 Millionen Euro, die Platini im Jahr 2011 vom Weltverband Fifa angeblich für lange zurückliegende Dienste erhalten hatte. Zusammen mit dem Uefa-Chef war auch Ex-Fifa-Boss Joseph S. Blatter (80) aus dem Verkehr gezogen worden. Der Anhörungstermin des Schweizers, der am Freitag für Platini aussagen wird, steht noch nicht fest.

Bleibt Platini gesperrt, ist eine Rückkehr zur Europäischen Fußball-Union (Uefa) ebenso unmöglich wie der Triumphzug bei „seiner“ Europameisterschaft im Sommer in Frankreich (10. Juni bis 10 Juli). „Heute startet ein neues Spiel. Wir sind im Finale und ich hoffe auf ein gutes Ergebnis“, sagte Platini.

Bericht: Mourinho und ManUnited kurz vor Einigung

Die Verhandlungen zwischen Manchester United und Startrainer José Mourinho stehen einem Bericht der Zeitung „The Sun“ zufolge kurz vor dem Abschluss. Der Portugiese soll demnach zur neuen Saison Louis van Gaal als Coach des englischen Fußball-Rekordmeisters ablösen. Nach jüngsten Gerüchten über ein angebliches Interesse von ManUnited an Trainer Laurent Blanc von Paris St. Germain habe der Club Mourinho versichert, dass er weiterhin der Wunschkandidat für das Amt bei den „Red Devils“ sei, hieß es in dem Bericht vom Freitag.

Demnach soll United dem Erfolgscoach einen Dreijahresvertrag im Wert von umgerechnet mehr als 77 Millionen Euro anbieten wollen. Damit wäre Mourinho der „Sun“ zufolge der bestbezahlte Trainer der Geschichte. Manchester habe zwar auch Kandidaten wie Blanc oder Mauricio Pochettino von den Tottenham Spurs geprüft, sich nun aber wohl endgültig für Mourinho entschieden.

Der 53-Jährige war zuletzt im Herbst beim FC Chelsea entlassen worden. Mit den Londonern hatte er zuvor insgesamt dreimal die Meisterschaft gewonnen. Zudem holte er mit Inter Mailand und dem FC Porto die Champions League. Ein UEFA-Cup-Triumph mit Porto sowie die spanische Meisterschaft mit Real Madrid zählen ebenfalls zu seinen Erfolgen.