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Szenenapplaus für Ilicevic, Holtby läuft und läuft und läuft

Drobny: Wohl dem, der so einen Ersatztorwart hat. Der 36 Jahre alte Tscheche erneuerte mit seinen Paraden und dem gehaltenen Elfmeter seinen Status als Publikumsliebling.
Sakai: Mit seinen geschmeidigen Bewegungen bat der Japaner die Bremer gleich mehrfach zum Tänzchen.
Djourou: Den Kapitän konnte an diesem Abend zunächst nur eine Rückenverletzung stoppen. Dann stoppte er Pizarro deutlich über der Grenze des Erlaubten. Zum Glück ohne Folgen.
Spahic: Er hatte genau einen Auftrag: Pizarro stoppen. Auftrag erfüllt. Auch wenn ihm Drobny dabei helfen musste.
Ostrzolek: Nach fast zwei Jahren beim HSV zeigte er mit einer einzigen Aktion, warum ihn der Verein einst gekauft hat. Ganz starke Vorarbeit zum wichtigen 2:0.
Jung: In der Luft nicht zu besiegen, am Boden dafür mit einigen Problemen. Am Ende gewann er schon sein zweites Nordderby in seiner ersten Saison.
Holtby: Ein Spiel wie gemacht für den nimmermüden Dauerläufer. Gewann vor allem in der ersten Halbzeit zahlreiche Zweikämpfe. Nur an seinen Standards sollte er dringend arbeiten. Müller (bis 45.): War seine Zerrung nur ein Bluff? Sprintete nicht nur vor dem 1:0 wie der Bruder von Usain Bolt. Musste dann doch verletzt raus.
Kacar (ab 46.): Der Serbe sollte in Halbzeit zwei das Mittelfeld stabilisieren. Es sollte ihm nicht gelingen.
Gregoritsch (bis 79.): Wenn Labbadias Plan war, dass der junge Österreicher mit seinen Kopfballverlängerungen für Verwirrung sorgen sollte, dann ist der Plan aufgegangen.
Diekmeier (ab 79.): Half mit, die Führung über die Zeit zu bringen.
Ilicevic (bis 88.): Zwei Wochen nach den Pfiffen gab es diesmal Szenenapplaus. Den hatte er sich verdient.
Cléber (ab 88.): Durfte am Ende mit den Fans den glücklichen Sieg feiern.
Lasogga: 669 Minuten oder – deutlicher ausgedrückt – fünf Monate nach seinem letzten HSV-Tor stand der Stürmer wieder da, wo er stehen muss. Fehlt in Mainz gelbgesperrt.