Premier League

Emotionaler Klopp wäre gerne cooler

Jürgen Klopp muss mit Liverpool auch über Weihnachten ran

Jürgen Klopp muss mit Liverpool auch über Weihnachten ran

Foto: Gerry Penny / dpa

„Ich wäre gerne cooler“, bekannte der 48-Jährige vor dem nächsten Spiel seines FC Liverpool gegen Premier-League-Spitzenreiter Leicester.

Liverpool. Ob Freude oder Frust, Jürgen Klopp sind seine Gefühle meist überdeutlich anzusehen. „Ich wäre gerne cooler“, bekannte der 48-Jährige vor dem nächsten Spiel seines FC Liverpool gegen Premier-League-Spitzenreiter Leicester, „aber ich bin ziemlich emotional. Man kann es manchmal in meinem Gesicht ablesen.“

In England hatten Mitte Dezember Klopps Jubel mit den Fans nach einem späten Treffer zum Unentschieden gegen West Bromwich sowie ein verweigerter Handschlag für Bromwich-Trainer Tony Pulis für Irritationen gesorgt.

„Manchmal lache ich mehr, als ich sollte, manchmal sehe ich wütender aus, als ich sollte“, sagte Klopp an Heiligabend in Liverpool vor Journalisten. Er hoffe aber, er müsse künftig weniger über Dinge diskutieren, die nach dem Spiel passierten.“

Die Schlaglichter eines brisanten Premier-League-Spieltags am 26.12.

FC Liverpool - Leicester City (16.00 Uhr): Liverpool-Coach Jürgen Klopp empfängt nach drei Spielen ohne Sieg den Tabellenführer Leicester. „Sie haben den Lauf verdient, den sie gerade haben“, sagte Klopp zum Überraschungsteam der Premier League um den früheren Schalker Christian Fuchs. Zu Liverpools Verletzten gesellte sich nun auch noch Martin Škrtel. „Das ist wirklich schlecht für uns, aber nicht mehr zu ändern“, sagte Klopp.

Stoke City - Manchester United (13.45 Uhr/Sky): United-Coach Louis van Gaal kann nach sechs Spielen ohne Erfolg wohl nur ein Sieg vor dem Rausschmiss retten. Nachdem der eigenwillige Niederländer kurz vor Heiligabend mit der englischen Presse abrechnete, erhielt er Rückendeckung aus den Reihen des Teams um Weltmeister Bastian Schweinsteiger. Nationalspieler Wayne Rooney stärkte van Gaal den Rücken und zeigte Verständnis für den Rundumschlag des ehemaligen Bayern-Trainers.

FC Chelsea - FC Watford (16.00 Uhr): Guus Hiddink wird nach sechs Jahren sein Comeback als Trainer bei Chelsea geben. Vor dem Duell mit Aufsteiger Watford, der zuletzt Klopps FC Liverpool 3:0 besiegte, sagte der Niederländer: „Meine Vergangenheit mit Chelsea war von viel Hingabe geprägt, ich freue mich, mit den Spielern zusammenzuarbeiten.“

FC Southampton - FC Arsenal (20.45 Uhr): Sollte Leicester in Liverpool Punkte lassen, könnte der FC Arsenal der Nutznießer sein. Die Mannschaft des derzeit überragenden Weltmeisters Mesut Özil spielt beim FC Southampton und könnte bei einem Sieg und gleichzeitigem Patzer von Leicester an die Spitze rücken. „Das Wichtigste ist, dass wir uns auf uns selbst konzentrieren“, sagte Arsenal-Coach Arsene Wenger.