Bundesliga im Liveticker

Gladbach setzt Siegesserie dank 5:1 in Frankfurt fort

Frankfurts Bastian Oczipka (l.) im Zweikampf mit Traore

Frankfurts Bastian Oczipka (l.) im Zweikampf mit Traore

Foto: Matthias Hangst / Bongarts/Getty Images

Eintracht-Trainer Veh ist mit seinem Team bislang nur bedingt zufrieden. Gelingt gegen Gladbach der erhoffte Sieg? Das Spiel im Ticker.

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 1:5

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Vor der Partie: Zwischen großen Träumen von der Europa League und diffusen Ängsten vor einem sportlichen Absturz liegt manchmal nicht einmal ein Monat. Das geht in Frankfurt sogar noch schneller als an anderen Standorten der Fußball-Bundesliga. Vor dem letzten Heimspiel gegen Hertha BSC gingen die Blicke bei der Eintracht noch ausschließlich nach oben. Vor der Partie gegen Borussia Mönchengladbach an diesem Samstag (18.30 Uhr) in der Commerzbank Arena sagt Trainer Armin Veh nun: „Wir sind 12. in der Tabelle und man könnte denken, wir stehen auf Platz 19.“ Aber trotzdem „möchte ich schon, dass wir anders auftreten als zuletzt. Ich möchte eine gute Leistung sehen.“

Gegen die Berliner (1:1) gab es Ende September vor allem in der zweiten Halbzeit keine gute Leistung mehr. Gegen den FC Ingolstadt (1:1) eine Woche später nur noch eine sehr schlechte. Beide Spiele sind dafür verantwortlich, dass sich die Stimmung rund um Eintracht Frankfurt zuletzt gedreht hat. Sogar Sportdirektor Bruno Hübner kritisierte in der Länderspielpause ganz offen die Einstellung der Mannschaft: „Wir lügen uns nicht in die Tasche. Wir haben viele Sympathien verspielt“, meinte er.

Eine Hoffnung, dass es gegen die zuletzt dreimal nacheinander siegreichen Gladbacher wieder besser wird, ruhen auf der Rückkehr von Haris Seferovic. Der Nationalstürmer aus der Schweiz hat seine Oberschenkelverletzung schneller als erwartet auskuriert und brennt auf seinen Einsatz. „Haris ist sehr fokussiert auf sein Comeback“, meinte Veh. „Er hat eine gute Einstellung. Er kann uns weiterhelfen.“

Der ehrgeizige und extrovertierte Angreifer verkörpert genau jene Tugenden, die einem Großteil der Mannschaft zuletzt abgesprochen wurden: Laufstärke, Widerstandskraft, Bissigkeit. „Wir tun uns leichter, wenn Haris dabei ist. Dann ist es ein anderes Spiel von uns“, sagte auch Hübner.

Nicht dabei sein wird dagegen Makoto Hasebe. Der dauerbelastete japanische Nationalspieler hat von seinem Trainer eine mehrtägige Erholungspause verordnet bekommen. Er soll einen kleinen Kurzurlaub antreten, um wieder Kräfte zu sammeln und den Kopf freizukriegen. Am kommenden Dienstag wird der 31-Jährige dann in Frankfurt zurückerwartet.

„Ich glaube, dass er das jetzt braucht“, sagte Veh. „Er ist der Spieler, der schon in der letzten Saison die meisten Spiele gemacht hat. Dann war er im Sommer mit der Nationalmannschaft unterwegs und in den letzten Tagen schon wieder die ganze Zeit unterwegs. Jetzt ist es besser, dass er ein paar Tage frei macht. Damit er wieder dahin kommt, wo er einmal war.“

Als Hasebe-Ersatz im halbrechten Mittelfeld kommen vor allem zwei Spieler infrage: Johannes Flum, der in dieser Saison noch nie von Beginn an gespielt hat. Und Stefan Aigner, der Flügelflitzer, der mit dieser etwas zentraleren Rolle in einer Mittelfeld-Raute aber eher fremdelt. Öffentlich festlegen wollte sich Veh aber nur bei der Besetzung der Innenverteidigung: Da erhalten David Abraham und Marco Russ den Vorzug vor Carlos Zambrano. Für den Rest des Teams gilt nur ganz allgemein: „Wir haben gut trainiert und die Zeit während der Länderspielpause gut genutzt. Ich hoffe, dass wir das morgen auch zeigen können“, so Veh.

Startaufstellungen:

Frankfurt: 1 Hradecky - 27 Ignjovski, 19 Abraham, 4 Russ, 6 Oczipka - 7 Reinartz - 18 Flum, 21 Stendera - 14 Meier - 9 Seferovic, 30 Castaignos. - Trainer: Veh

Mönchengladbach: 1 Sommer - 27 Korb, 3 Christensen, 15 Dominguez, 17 Wendt - 8 Dahoud, 34 Xhaka - 16 Traore, 19 Johnson - 13 Stindl, 11 Raffael. - Trainer: Schubert

Tore: 0:1 Raffael (16.), 1:1 Meier (29., FE), 1:2 Dahoud (51.), 1:3 Raffael (57.), 1:4 Hahn (83.), 1:5 Hahn (90.)

Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)

Zuschauer: 51.000

(dpa/sid/HA)