Fort Lauderdale

Ludwig/Walkenhorst gewinnen höchstes Preisgeld ihrer Karriere

HSV-Beachvolleyball-Duo wird Zweiter beim Finale der Welttour

Fort Lauderdale. Der ganz große Triumph blieb ihnen am Ende verwehrt, aber Laura Ludwig und Kira Walkenhorst durften sich wenigstens über das bislang höchste Preisgeld ihrer Karriere freuen. 60.000 US-Dollar, derzeit rund 53.500 Euro, kassierte das Beachvolleyball-Duo des HSV für seinen zweiten Platz beim zum ersten Mal ausgetragenen Finale der World Tour in Fort Lauderdale (US-Bundesstaat Florida). Nach zuvor fünf Siegen in Folge verloren die Hamburgerinnen das Endspiel gegen die Brasilianerinnen Larissa/Talita in 39 Minuten mit 0:2 (17:21, 18:21)-Sätzen.

„Es ist immer ärgerlich, das letzte Spiel zu verlieren, aber mit diesem Turnier können wir insgesamt hochzufrieden sein“, meinte Ludwig. Im Finale hätten einige Abläufe „nicht so perfekt gepasst wie in den Spielen zuvor“.

Nach zwei Siegen in der Vorrunde (2:0) und im Halbfinale (2:1) über die brasilianischen Weltmeisterinnen und Weltranglistenersten Agatha/Barbara galten Ludwig/Walkenhorst sogar als Favorit auf den Titel. „Das Halbfinale war ein Wahnsinnsspiel und hat neben dem ganzen Schweiß, den wir da gelassen haben, auch verdammt viel Spaß gebracht“, schrieben die beiden später auf Facebook. Im Endspiel aber präsentierten sie sich nicht in der bestechenden Form der vorangegangen Begegnungen. Larissa/Talita dagegen machten kaum Fehler und sicherten sich die Siegprämie von 100.000 Dollar (89.000 Euro), die höchste in der bisherigen Beachvolleyball-Geschichte.

Mit Platz zwei bestätigten Ludwig/Walkenhorst ihre Ansprüche auf eine Medaille bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro. Die Europa- und deutschen Meisterinnen rückten bis auf Rang vier der Weltrangliste vor, nachdem sie zuvor wegen Walkenhorsts Erkrankung (Pfeiffersches Drüsenfieber) zehn Monate lang nicht auf Turnieren zusammenspielen konnten. „Wir haben im Training kontinuierlich physisch hart und an kleinsten Details gearbeitet“, sagte Ludwig. „Das ist jetzt unsere Belohnung.“

Chantal Laboureur/Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen), das zweite deutsche Team beim mit 500.000 Dollar Gesamtpreisgeld dotierten Finale der sogenannten Major Serie, schieden in der Vorrunde mit einem Sieg und drei Niederlagen aus. Deutsche Männer hatten sich nicht qualifiziert. (HA)

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.