Fussball-Ticker

1:4 in Vigo: Barca und ter Stegen kassieren herbe Pleite

Marc-Andre Ter Stegen vom FC Barcelona guckt dem Ball nur hinterher

Marc-Andre Ter Stegen vom FC Barcelona guckt dem Ball nur hinterher

Foto: Alex Caparros / Getty Images

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

1:4 in Vigo: Barca und ter Stegen kassieren herbe Pleite

22:55 Uhr: Spaniens Fußball-Meister FC Barcelona und Torwart Marc-André ter Stegen haben am fünften Spieltag der Primera División mächtig gepatzt. Beim Überraschungsteam Celta Vigo unterlag das katalanische Starensemble um Lionel Messi klar mit 1:4 (0:2) und verpasste durch die erste Saisonniederlage die Rückkehr an die Tabellenspitze. Platz eins übernahm Rekordmeister Real Madrid (14 Punkte), der sich mit Weltmeister Toni Kroos in der Startelf zu einem 2:1 (1:0) bei Augsburgs Europa-League-Gegner Athletic Bilbao mühte. Vigo liegt mit 13 Punkten auf Platz zwei vor Atlético Madrid, das bereits am Dienstag 2:0 (1:0) gegen den FC Getafe gewonnen hatte, und Barca (jeweils 12). Beim ersten Heimsieg Celtas über den FC Barcelona seit elf Jahren traf der frühere Barca-Stürmer Nolito (26.) zur Führung, Iago Aspas (30./59.) ließ einen Doppelpack folgen. Neymar (80.) ließ die Gäste noch einmal kurz hoffen, doch der Schwede John Guidetti (83.) machte alles klar. Keeper ter Stegen leistete sich keinen groben Fehler, er wurde bei den Gegentoren von der schwachen Abwehr im Stich gelassen. Karim Benzema (19./70.) erzielte beide Treffer für Real, das zwischenzeitlich den Ausgleich durch Sabin Merino (68.) kassierte.

1. FC Nürnberg stellt Wolfgang Wolf mit sofortiger Wirkung frei

17:28 Uhr: Der 1. FC Nürnberg hat sich mit sofortiger Wirkung von Wolfgang Wolf getrennt. Wie der Fußball-Zweitligist am Mittwoch mitteilte, wird der Verein in Zukunft auf die Position des Leiters der Fußballabteilung, die der 57-Jährige bislang besetzte, verzichten. „Der Aufsichtsrat hat nach einer eingehenden Analyse entschieden, dass durch die Neubesetzung des Vorstands in Zukunft keine Notwendigkeit für die Stelle eines Leiters der Fußballabteilung besteht“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Thomas Grethlein. Nach dem bevorstehenden Abgang des langjährigen Sportvorstandes Martin Bader hat der fränkische Traditionsverein seine Führungsriege in den vergangenen Wochen neu besetzt. Andreas Bornemann wird am Donnerstag als neuer Vorstand Sport vorgestellt, Michael Meeske nahm vor wenigen Wochen seine Arbeit als Vorstand für Verwaltung, Marketing und Finanzen auf.

Allofs befürchtet keine Konsequenzen für VfL Wolfsburg

16:42 Uhr: Geschäftsführer Klaus Allofs vom VfL Wolfsburg befürchtet im Abgas-Skandal der Volkswagen AG keine negativen Auswirkungen für den Fußball-Bundesligisten. Bei einem jüngsten Gespräch mit VfL-Aufsichtsratchef Francisco Javier Garcia Sanz, zugleich VW-Vorstand, seien mögliche Konsequenzen für das Engagement des Konzerns bei der hundertprozentigen Tochter kein Thema gewesen, berichtete Allofs am Mittwoch.

"Das zeigt, dass der VfL eine große Bedeutung für VW hat und dass eine Krise bei VW nicht unmittelbare Auswirkungen für den VfL hat", sagte der ehemalige Nationalspieler: "Bei dem Engagement von VW handelt es sich um eine strategische Ausrichtung. Und dieses Engagement hat einen gewissen Wert, der sich auch nicht so schnell ändert."

Am Mittwoch tagte die Spitze des VW-Aufsichtsrates und beriet über die Zukunft des Konzerns. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Vorstandschef Martin Winterkorn nach dem Skandal noch tragbar sei. Der 68-Jährige gilt als großer Fußball-Fan, sitzt auch beim FC Bayern München im Aufsichtsrat und verfolgt die Spiele sowohl bei den Bayern als auch in Wolfsburg im Stadion.

Der Abgas-Skandal betrifft insgesamt elf Millionen Diesel-Autos des VW-Konzerns. Das Unternehmen hat bereits eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr ausgegeben und Rücklagen von 6,5 Milliarden Euro gebildet.

DFB-Stiftung stellt Textilien für Flüchtlinge zur Verfügung

15:03 Uhr: Die DFB-Stiftung Egidius Braun stellt im Rahmen der Initiative "1:0 für ein Willkommen" Fußballvereinen, die sich für Flüchtlinge engagieren, Trainingstextilien zur Verfügung. Der Warenwert liegt bei über 300.000 Euro.

Die Materialien des DFB-Generalausrüsters umfassen unter anderem Trikots, Trainingsanzüge, Regen- sowie Stadionjacken und stammen aus Beständen der verschiedenen Nationalmannschaften im Männer- und Frauenbereich (überwiegend Junioren/innen-Teams).

Aktuell wurden in den letzten sechs Monaten durch die DFB-Stiftung, die Nationalmannschaft sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration bereits rund 700 Fußballvereine für ihr Engagement um Flüchtlinge mit einer pauschalen Zuwendung in Höhe von jeweils 500 Euro unterstützt.

20.000 Euro Strafe für Frankfurt

14:37 Uhr: Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt wird wegen der Chaoten unter den eigenen Fans wieder mal zur Kasse gebeten. Für die Ausschreitungen vor und während des Testspiels gegen Leeds United am 21. Juli im österreichischen Eugendorf belegte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Hessen mit einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro.

Vor Beginn der Partie hatten etwa 50 Frankfurter Zuschauer die Einlasskontrolle gestürmt und wurden handgreiflich gegenüber dem Sicherheitspersonal, wobei zwei Sicherheitskräfte verletzt wurden. Anschließend schnitten Frankfurter Zuschauer Transparente der Leeds-Anhänger vom Zaun.

Während des Spiels wurden mehrmals Bengalische Feuer und Rauchkörper gezündet. Nach dem Schlusspfiff kam es zudem zu Auseinandersetzungen zwischen Frankfurter Zuschauern und Anhängern der Engländer. Die Eintracht hat dem Urteil bereits zugestimmt.

Runjaic offiziell zurückgetreten

14:06 Uhr: Der Trainer Kosta Runjaic ist offiziell beim 1. FC Kaiserslautern zurückgetreten. Das gab der Verein auf einer Pressekonferenz am Mittag bekannt. Neuer Cheftrainer ist Konrad Fünfstück, der bisherige U23-Coach.

Der 44-jährige Runjaic reagierte damit auf den verpatzten Saisonstart, der FCK akzeptierte die Entscheidung. Unter Runjaic, der den Klub im September 2013 übernommen hatte, holte der FCK zuletzt nur einen Punkt aus vier Spielen.

"Nach eingehender Analyse der aktuellen sportlichen Situation und der Stimmung im Umfeld des Vereins haben wir uns entschieden, das Rücktrittsangebot von Kosta Runjaic anzunehmen. Dies ist uns nicht leicht gefallen, da wir von der Qualität und der Arbeit von Kosta Runjaic sehr überzeugt sind. Letztlich haben wir seiner Entscheidung im Sinne des Vereins zugestimmt", sagte der FCK-Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz.

Mit Sportdirektor Markus Schupp werde in den "nächsten Tagen" ebenfalls gesprochen werden, teilte Kuntz mit: "Mit offenem Ausgang." Der Klub sei froh, "dass wir mit Konrad Fünfstück eine optimale Lösung aus den eigenen Reihen gefunden haben", sagte der Vorstandsboss: "Wir bleiben damit unserer Philosophie treu, neben Spielern auch Trainer im Verein aus- und weiterzubilden. Konrad Fünfstück hat mit seinem Trainerstab in den vergangenen Jahren bereits sehr gute Arbeit mit dem Regionalligateam geleistet und sich diese Chance erarbeitet."

Geldstrafe für Runjaic

13:14 Uhr: Karlsruhes Trainer Markus Kauczinski ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes mit einer Geldstrafe von 2000 Euro belegt worden. Kauczinski hatte sich nach Angaben vom Mittwoch während des DFB-Pokalspiels beim SSV Reutlingen (1:3) am 8. August unsportlich am Spielfeldrand verhalten. Der Coach des Fußball-Zweitligisten war daraufhin von Schiedsrichter Robert Kempter auf die Tribüne geschickt worden. Kauczinski hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig

Teamärztin verlässt Chelsea nach Ärger mit Mourinho

11:34 Uhr: Nach einem Streit mit Chelsea-Trainer José Mourinho hat die Teamärztin des englischen Erstligisten Berichten zufolge ihren Job aufgegeben. Eva Carneiro habe sich entschieden, den Verein zu verlassen, hieß es unter anderem bei der BBC. Sie erwäge rechtliche Schritte.

Mourinho hatte die Ärztin im August „naiv“ genannt, weil sie beim Stand von 2:2 in der Schlussphase eines Ligaspiels gegen Swansea auf den Platz gelaufen war, um den Spieler Eden Hazard zu versorgen. Der Meister stand vorübergehend nur zu neunt auf dem Platz. Carneiro und der Physiotherapeut Jon Fearn wurden daraufhin suspendiert.

Der BBC zufolge hatte Mourinho die 42-Jährige zuletzt aufgefordert, wieder zur Arbeit zu kommen. Sie habe sich aber dagegen entscheiden. Der englische Fußballverband FA untersucht, ob der Trainer die Teamärztin sexistisch beleidigt hat. Chelsea äußerte sich am Mittwoch zunächst nicht.

Jobgarantie für Frontzeck

11:23 Uhr: Präsident Martin Kind vom Fußball-Bundesligisten Hannover 96 hat dem unter Druck geratenen Trainer Michael Frontzeck (51) vorerst eine Jobgarantie ausgesprochen. „Michael Frontzeck hat unser Vertrauen“, sagte der 71-Jährige vor dem Krisengipfel gegen den VfB Stuttgart am Mittwoch (20.00 Uhr/Sky) der Bild-Zeitung. Auch im Niedersachsen-Duell beim VfL Wolfsburg am Samstag und „darüber hinaus“ werde Frontzeck auf der Bank sitzen.

Die 96er hinken mit nur einem Punkt aus den ersten fünf Spielen den Erwartungen hinterher. Doch Kind gibt sich optimistisch. „Ich bin überzeugt, dass wir den Turn-Around schaffen. Er wird das hinkriegen“, meinte der Unternehmer: „Aber wir dürfen den Anschluss nicht verlieren.“

Frontzeck hatte das Traineramt im April von Tayfun Korkut übernommen und die Niedersachsen aus bedrohlicher Lage zum Klassenerhalt geführt. Danach hatte der Klub den Vertrag des Coaches bis 2017 verlängert.

Runjaic beim FCK vor dem Aus

10:54 Uhr: Das Aus für Trainer Kosta Runjaic beim viermaligen deutschen Fußball-Meister 1. FC Kaiserslautern scheint besiegelt. Der Klub kündigte für 14 Uhr eine Pressekonferenz an. Der Zweitligist holte unter dem 44 Jahre alten Runjaic, der den Klub im September 2013 übernommen hatte, zuletzt nur einen Punkt aus vier Spielen.

Zuvor hatte der SWR bereits gemeldet, dass sich der FCK von Runjaic getrennt habe. Laut Sky Sport News HD ist der Coach von seinem Posten zurückgetreten. Der kicker berichtet, dass Spieler des Vereins bereits bestätigt haben, dass Runjaic sich bereits verabschiedet habe.

U23-Trainer Konrad Fünfstück als Interimscoach fungieren soll. Ob auch Sportdirektor Markus Schupp gehen muss, ist noch offen.

Tor-Comeback des Tages: Vedad Ibisevic

10:53 Uhr: Nach seinem zweiten Streich gab es bei der Mannschaft kein Halten mehr. Alle Spieler von Hertha BSC stürmten auf Vedad Ibisevic zu und begruben den Matchwinner unter sich. Mit seinen ersten beiden Toren nach 601 Tagen Ladehemmung machte der Neuzugang vom VfB Stuttgart die Hertha und sich selbst froh.

„Es ist eine große Freude, dass es auch noch zu einem zweiten Tor gereicht hat“, sagte der 31-Jährige. Allein vor Kölns Keeper Timo Horn schlug der Bosnier eiskalt zu. Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) pfiff die Partie gar nicht mehr an, und die Hertha feiert wie schon lange nicht mehr. Beim ersten Tor hatte Ibisevic sein perfektes Timing beim Kopfball demonstriert und Horn mit einem tückischen Aufsetzer keine Chance gelassen (43.).

Mit dem Doppelpack endete für den 63-maligen bosnische Nationalspieler eine lange Leidenszeit. Am 29. Januar 2014 hatte er zuletzt in der Liga getroffen, für den VfB gegen die Bayern. Danach folgte eine schwere Phase mit einem Ermüdungsbruch und anschließender Formschwäche.

Kurz vor Saisonstart dann der Transfer nach Berlin, wo ein erfolgreiches Kapitel in der wechselhaften Karriere folgen soll. Der Anfang ist gemacht.

Valencia Verliert ohne Mustafi

10:01 Uhr: Ohne den offiziell geschonten Shkodran Mustafi hat der FC Valencia am 5. Spieltag der spanischen Primera Division mit 0:1 (0:1) bei Espanyol Barcelona verloren. Der Weltmeister, der zuvor jedes Spiel für seinen neuen Club absolviert hatte, gehörte gar nicht erst zum Kader des Champions-League-Teilnehmers.

Das Tor des Tages erzielte Victor Alvarez in der 18. Minute. Valencia hat weiter nur einen Sieg auf dem Konto und bleibt im Mittelfeld der Tabelle.

In der zweiten Partie des Abends gewann Atlético Madrid vor heimischer Kulisse mit 2:0 (1:0) gegen den FC Getafe. Für den Club aus der spanischen Hauptstadt traf Antoine Griezmann doppelt (4./90.).

De Bruyne trifft auch im Pokal

09:50 Uhr: Manchester City hat mit Rekordmann Kevin De Bruyne ohne große Mühe das Achtelfinale im englischen League Cup erreicht. Im Spiel der dritten Runde gewannen die Citizens am Dienstag mit 4:1 (4:0) bei Liga-Konkurrent AFC Sunderland. De Bruyne, für 75 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg nach Manchester gewechselt, traf dabei zum zwischenzeitlichen 2:0 (25.).

Die weiteren Treffer für City erzielten Sergio Agüero (9.), Vito Mannone (Eigentor, 33.) und Raheem Sterling (36.). Sunderlands Ehrentreffer gelang Ola Toivonen (83.).

Für Zukunft beim DFB? Rafinha sagt Seleção ade

08:49 Uhr: Der brasilianische Rechtsverteidiger Rafinha vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München hat das Kapitel Seleção zugeschlagen und sich damit die Tür für Einsätze in der deutschen Nationalmannschaft offen gehalten. Wie der brasilianische Verband CBF am Dienstagabend auf seiner Homepage mitteilte, habe der 30-Jährige darum gebeten, nicht mehr nominiert zu werden. Diesem Wunsch habe man entsprochen.

Rafinha hat jüngst die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt und darf weiterhin für ein anderes Land auflaufen, solange er keinen Pflichtspieleinsatz für die A-Nationalmannschaft bestritten hat. Bislang kam der Rechtsfuß lediglich in zwei „normalen“ Länderspielen zum Zuge.

„Ich werde nicht regelmäßig berufen und bin auf meiner Position nicht eine der Hauptoptionen, andere Spieler sind vor mir“, zitiert die CBF Rafinha.

Mit dem deutschen Pass wäre Rafinha für Weltmeister Deutschland eine Alternative für die rechte Abwehrseite, auf der Bundestrainer Joachim Löw seit dem Rücktritt von Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm noch keine Ideallösung gefunden hat. Während Löw jüngst erklärte, dass dies kein Thema für ihn sei, hält Lahm eine DFB-Karriere für seinen Bayern-Kollegen für „definitiv denkbar“. Zuletzt hatte Liverpool-Profi Emre Can die Rechtsverteidigerposition im DFB-Team übernommen, allerdings nicht überzeugt.