2. Bundesliga

1860 verpasst Sieg – Nürnberg und Paderborn erfolgreich

Kai Bülow (l-r) und Torwart Vitus Eicher von München sowie Kapcer Przybylko von Kaiserslautern stoßen bei einem Zweikampf zusammen

Kai Bülow (l-r) und Torwart Vitus Eicher von München sowie Kapcer Przybylko von Kaiserslautern stoßen bei einem Zweikampf zusammen

Foto: Andreas Gebert / dpa

1860 München hat zum Wiesen-Auftakt einen Sieg gegen Kaiserslautern verpasst. Nürnberg und Paderborn dagegen erfolgreich.

1860 München hat im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga einen Befreiungsschlag verpasst. Gegen den Aufstiegsaspiranten 1. FC Kaiserslautern kamen die Löwen trotz einer 1:0-Pausenführung nur zu einem 1:1 und warten damit weiter auf den ersten Dreier der Saison. Nach dem Führungstreffer durch Milos Degenek (15.) traf Ruben Jenssen (59.) zum Ausgleich für den FCK.

„Nach zwei Niederlagen zuletzt fühlt sich dieser Punkt etwas besser an“, sagte FCK-Coach Kosta Runjaic bei Sky: „Wir haben uns gegen die Niederlage gewehrt und in der zweiten Hälfte viel Einsatz und Leidenschaft gezeigt.“

In einer ausgeglichenen Anfangsphase war Kaiserslautern die aktivere Mannschaft, die Chancen hatten jedoch die Gastgeber. Den ersten Distanzschuss von Korbinian Vollmann (3.) konnte Marius Müller noch parieren, beim wuchtigen Abschluss von Degenek war der junge FCK-Schlussmann jedoch machtlos. Danach zog sich 1860 weit in die eigene Hälfte zurück und wartete auf Konter. Die Gäste konnten ihr optisches Übergewicht allerdings nur selten in Torgelegenheiten ummünzen.

Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Münchner die erste gute Möglichkeit, als ein abgefälschter Schuss des agilen Vollmann am Torpfosten landete (48.). Anschließend erhöhte Kaiserslautern jedoch sukzessive den Druck und kam durch Jenssens tückischen Aufsetzer zum verdienten Ausgleich. Erst jetzt steigerte auch 1860 seine Offensivbemühungen, blieb dabei jedoch meist zu harmlos. Kaiserslautern hatte durch den eingewechselten Lukas Görtler (79.) noch eine gute Torchance.

Nürnberg siegt gegen Sandhausen

Der 1. FC Nürnberg hat nach seiner schmerzhaften Derby-Pleite in Fürth einen versöhnlichen Sieg gefeiert. Der Club bezwang den SV Sandhausen am siebten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga 2:0 (1:0) und rückte mit seinem dritten Heimsieg der Saison in die obere Tabellenhälfte vor. Sandhausen, mit drei Erfolgen gestartet, wartet seit vier Spielen auf den vierten Dreier.

„Sicherlich ist es wichtig, dass wir gewonnen haben“, sagte Nürnbergs Trainer René Weiler bei Sky: „Noch wichtiger ist es aber, dass wir ein gutes Spiel abgeliefert haben. Das gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Wochen.“

Nach dem 2:3 in Fürth brauchten die Nürnberger nur 18 Minuten, um sich mit ihren Fans wieder etwas besser zu stellen. Hanno Behrens schob den Ball aus kurzer Distanz ins Tor, nachdem Alessandro Schöpf den Pfosten getroffen hatte. Jan Polak (82.) machte alles klar.

Spielerisch überzeugte der FCN jedoch nicht - doch der Gegner noch deutlich weniger. In einem schwachen Spiel enstand Gefahr fast nur aus Standardsituationen, so auch vor dem 1:0, dem ein Eckball von Kevin Möhwald vorausging.

Ansonsten prägten viele Ballverluste und Befreiungsschläge das Bild einer Partie auf Drittliga-Niveau vor 23.378 Zuschauern. Sandhausen war nicht in der Lage, Druck aufzubauen.

Paderborn bezwingt KSC

Mit dem ersten Sieg seit sieben Wochen hat Absteiger SC Paderborn in der 2. Fußball-Bundesliga einen ersten Schritt aus der Krise gemacht. Die Ostwestfalen bezwangen nach vier Niederlagen in Folge den Karlsruher SC mit 2:0 (0:0) und verließen die Abstiegszone.

Für den Beinahe-Aufsteiger KSC geht die Talfahrt dagegen weiter: Das Team von Trainer Markus Kauczinski verlor zum dritten Mal in Serie ohne ein eigenes Tor. Niklas Hoheneder (51.) und Hauke Wahl (83.) erzielten vor 8427 Zuschauern die Treffer.

„Es war meiner Meinung nach unser bestes Spiel der Saison“, sagte Paderborns Trainer Markus Gellhaus bei Sky: „Die Mannschaft hat Leidenschaft, Spielfreude und Laufbereitschaft gezeigt.“

Der Coach hatte „Vollgas-Fußball“ versprochen, doch davon war zunächst wenig zu sehen. Die Gastgeber zeigten sich zwar kampfstark und auch spielerisch deutlich verbessert, klare Chancen sprangen aber kaum heraus. Die beste Möglichkeit vor der Pause schenkte KSC-Mittelfeldspieler Hiroki Yamada den Ostwestfalen: Der Japaner vertändelte den Ball, Süleyman Koc lief allein aufs Karlsruher Tor zu, verfehlte aber das Ziel (22.).

Für den Führungstreffer benötigte Paderborn eine Standardsituation. Nach einem Freistoß von Kevin Stöger wuchtete Hoheneder den Ball per Kopf ins Netz. Der KSC raffte sich zu einer Schlussoffensive auf, doch wirklich gefährlich wurde es nur selten. Auch Wahl traf nach einem Standard: Nach einer Ecke von Koc köpfte der Innenverteidiger zum 2:0 ein.