Europa League

Live! Schalke mit drei Toren vorne – Augsburg hat Probleme

Halil Altintop gelang der Führungstreffer

Halil Altintop gelang der Führungstreffer

Foto: VINCENT WEST / REUTERS

Beide Vereine gehen in der ersten Halbzeit in Führung. Augsburg liegt aktuell hinten. Die Spiele im Live-Ticker.

Apoel Nikosia - FC Schalke 04 0:3

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Athletic Bilbao - FC Augsburg 3:1

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Die lange Leidenszeit von Benedikt Höwedes geht zu Ende. Nach vier Monaten Verletzungspause steht der Kapitän des FC Schalke 04 vor seinem Comeback. Trainer André Breitenreiter schloss zumindest einen Kurzeinsatz des Abwehrspielers im Auftaktspiel der Europa-League-Gruppenphase am Donnerstagabend (21.05 Uhr) bei APOEL Nikosia nicht aus. „Er ist ein wichtiger Spieler für uns. Das hat man auch schon im Training gemerkt, dass er laute Kommandos gibt“, sagte Breitenreiter. „Aber er ist noch nicht bei 100 Prozent. Und ich habe keinen Grund, in der Abwehr etwas zu ändern. Wir werden abwarten, wie das Spiel läuft und in wie weit er schon zum Einsatz kommen kann.“

Breitenreiter sieht seiner Europapokal-Premiere als Trainer mit großer Vorfreude entgegen. „Aufgeregt bin ich überhaupt nicht“, meinte der 41-Jahre alte Coach, der es als „Ehre“ empfindet, „Deutschland international zu vertreten“.

Mit dem 2:1-Erfolg gegen den FSV Mainz 05 am Sonntag holte sich sein Team weiteres Selbstvertrauen. „Wir wollen hier keine Zweifel aufkommen lassen und das Spiel gewinnen“, betonte Breitenreiter, dessen Team als klarer Favorit gilt. „Wir nehmen die Favoritenrolle in unserer Gruppe an. Aber nichts ist einfach. Unser erstes Ziel ist es, die K.o.-Runde zu erreichen“, sagte Manager Horst.

Augsburg vor großer Herausforderung

Europa League, das ist der wohl größte Meilenstein in der 108-jährigen Vereinshistorie des FC Augsburg. Noch 2005 führte der Augsburger Weg in der Regionalliga über Eschborn, Pfullendorf oder Elversberg, nun heißen die Gegner Bilbao, Alkmaar und Belgrad. Damals plagten den FCA Schulden, Geldgeber wie Bircks mussten ausgleichend in die eigene Tasche greifen.

Aus dem einstigen Abstiegskandidat Nummer eins ist im fünften Jahr der Erstklassigkeit ein etablierter Bundesligist geworden, der auch nicht mehr auf dem Flohmarkt nach Schnäppchen suchen muss. Immerhin gut die Hälfte der kolportierten 25 Millionen Euro aus dem Baba-Transfer zu Chelsea investierte der FCA in die Mannschaft.

Aus dem DFL-Fernsehtopf erhalten die Schwaben in dieser Saison zehn Millionen Euro mehr als im Vorjahr, die Mitgliederzahl ist auf 13.500 angewachsen. „Wir sind mittlerweile eine interessante Adresse“, sagt Manager Stefan Reuter, und Bircks fügt an: „Die Braut ist schöner geworden.“

Und sie stecken das Geld ja nicht nur in Beine, der Aufstieg des FCA ist ein Aufstieg auf allen Ebenen. Für über eine Million Euro erhält der Trainingsplatz am Stadion jetzt die überfällige Rasenheizung, das Nachwuchsleistungszentrum wurde baulich und wird strukturell modernisiert, dazu ist ein neues Verwaltungsgebäude in Arbeit. „Das wird die größte Aufgabe“, betont Bircks, der nun schon seit 1990 eine Führungsrolle beim FCA inne hat und nicht vergisst, wo man einst stand: „Ich weiß noch, wie wir gegen Helmbrechts und Plattling gespielt haben...“