Amateurfußball

TSV Sasel plant den ganz großen Aufruhr über den DFB

Landesligist muss wechseln, weil die Serben von Nikola Tesla dem Klub Kosova aus dem Weg gehen wollen. Sasel-Manager Ehm zürnt.

Hamburg. Eine bundesweite Dimension erhält womöglich der Fall des Landesligisten FK Nikola Tesla. Der serbische Club hatte vor dem Verbandsgericht des Hamburger Fußball-Verbandes einen Staffelwechsel erwirkt, um nicht in der Landesliga Hansa gegen den albanischen Verein Klub Kosova antreten zu müssen. Begründet hatte Teslas Trainer Marc Zippel den Einspruch mit der Gefahr von Ausschreitungen aufgrund der speziellen Feindschaft zwischen Serben und Albanern. Der Spielausschuss, dessen ursprüngliche Staffeleinteilung somit vom Verbandsgericht kassiert wurde, veranlasste daraufhin einen Tausch. Tesla wechselt in die Hammonia- und der TSV Sasel dafür in die Hansa-Staffel.

Sasel hat gegen diese Entscheidung nun wiederum Protest eingereicht – und will den Fall über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus bekannt machen. „Unsere Gegnervorbereitung ist hinfällig, und uns entstehen hohe finanzielle Kosten. Wir werden den DFB über das Urteil in Kenntnis setzen und um seine Meinung bitten. Der Hamburger Verband kann die Staffeleinteilung nicht kurz vorher über den Haufen werfen“, sagte Sasels Manager Bert Ehm: „Das ist eine politische Entscheidung, die allem, was wir in Deutschland fördern möchten, widerspricht. Wir alle sind dafür, Ausländer anständig zu behandeln. Aber sie müssen sich an unsere Regeln halten und gegeneinander Fußball spielen können. Wenn Tesla und Kosova das nicht können, sollen sie ihre Punktspiele auf dem Balkan austragen.“

Teslas Trainer Marc Zippel kommentierte Ehms letzten Satz deeskalierend: „Herr Ehm hat das sicher aus der Emotion heraus gesagt. Mit dem nötigen Abstand wird er eine andere Meinung haben. Zwischen Kosova und uns herrscht Einigkeit: Die jetzige Entscheidung ist der einzig richtige Weg.“