Hamburg

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Der KSC gönnt sich keine Ruhe

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Hamburg. „Nie mehr Zweite Liga“, grölte eine Mallorca-Reisegruppe durch den Hamburger Hauptbahnhof, als sie zufällig am Freitagvormittag auf die Mannschaft des Karlsruher SC vor deren Heimreise traf. Die jungen Männer ließen es sich in ihrer Feierlaune nicht nehmen, KSC-Torjäger Rouwen Hennings in einem schlüpfrigen Ständchen in höchsten Tönen zu loben. Hennings’ Mannschaftskameraden lachten lauthals. Dem sympathischen Stürmer war die Situation nicht geheuer. Verlegen grinsend beobachtete er das kuriose Schauspiel.

Torschütze Hennings war beim 1:1-Unentschieden gegen den HSV wieder einmal der entscheidende Akteur des KSC. „Das Auswärtstor hilft uns sehr. Der HSV muss jetzt im Wildpark treffen“, sagte der Angreifer glücklich. Auch Spielmacher Reinhold Yabo zeigte sich zufrieden, warnt aber vor zu großer Euphorie: „Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen, dass wir ein Auswärtstor geschossen haben!“ Doch die Zeit, um in Euphorie zu versinken, bleibt den Karlsruhern nicht. Der Zeitplan bis zum Relegationsrückspiel ist eng gestrickt.

Am Freitagvormittag gegen 11 Uhr stieg die Mannschaft in den ICE nach Karlsruhe. Unmittelbar nach der Ankunft gegen 16 Uhr bat Trainer Markus Kauczinski seine Mannschaft auf das Trainingsgelände am Wildparkstadion. „Es geht jetzt darum, die Kräfte zu sammeln und schnell zu regenerieren“, erklärte Innenverteidiger Daniel Gordon. Der KSC trainiert auch vor dem Rückspiel öffentlich und schottet sich nicht ab. Die Möglichkeit für „Geheimtraining“ würde in der nur zehn Kilometer vom Wildpark entfernten Sportschule Schöneck bestehen – doch Trainer Kauczinski verzichtet.

Er sieht sich und seine Mannschaft in einer „super Ausgangssituation“. Freuen darf sich Kauczinski auch auf die Rückkehr von Mittelfeldspieler Hiroki Yamada, der im Hinspiel mit Wadenbeschwerden ausfiel. Dominic Peitz wird nach der zehnten Gelben Karte gesperrt im Rückspiel fehlen.

( hpbv )