78:90 gegen Jena – Aufholjagd der Hamburg Towers kommt zu spät

Hamburg. Es sollte der große Wurf Richtung Play-Offs werden, am Ende wurde es die zweite Heimniederlage in Folge. Die Hamburg Towers haben in der der zweiten Basketball-Bundesliga ProA gegen ihren Tabellennachbarn Science City Jena mit 78:90 verloren und gleichzeitig den vorzeitigen Klassenerhalt verpasst. Das Team von Trainer Hamed Attarbashi bleibt zwar Siebter, hat aber nur noch zwei Zähler Vorsprung auf Jena. Da der Neunte aus Vechta überraschend gegen den Tabellenvorletzten Ehingen verlor, liegen die Towers aber immer noch vier Punkte vor dem ersten Nicht-Play-Off-Platz. „Wir haben heute zu viele einfache Fehler gemacht. Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Attarbashi nach dem Spiel.

Vincent Kittmann brachte die Türme vor 3001 Zuschauern in der ausverkauften Wilhelmsburger Inselparkhalle zwar schnell in Führung, doch die Gäste zeigten sich davon unbeeindruckt. Wenige Minuten später lag Jena bereits mit 7:2 vorne. Vor allem den überragenden David Edward Hicks bekamen die Hamburger nie richtig in den Griff. Der US-Amerikaner, der erst im Winter zu den Ostthüringern gewechselt ist, kam am Ende auf 29 Punkte und sorgte damit fast im Alleingang für den Erfolg des Teams von Trainer Björn Harmsen.

Vor allem im dritten Drittel lief bei den Towers wenig zusammen. „Wir sind gegen eine Wand gelaufen“, sagte Attarbashi. Die Gäste führten zwischenzeitlich mit 26 Punkten Vorsprung. Erst gegen Ende der Partie kamen die Hausherren noch einmal heran, wirklich spannend wurde es aber nicht mehr. „Zumindest haben wir uns nicht aufgegeben. Jena hat ein super Spiel gemacht. Respekt vor dieser Leistung“, sagte Attarbashi. „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Jeder kann jeden schlagen.“

Den Towers merkte man auch das Fehlen von Bazou Koné an. Der Youngster leidet noch immer an Knieproblemen. Attarbashi hofft, dass der 21-Jährige möglichst bald wieder zur Mannschaft stößt. Zehn Spiele haben die Towers noch Zeit, ihren Platz für die Play-Offs zu sichern. Am kommenden Sonntag müssen die Wilhelmsburger nach Ehingen Urspring.