Damen von HTHC und UHC scheiden im Halbfinale aus

Uhlenhorst nach schwacher Leistung, Harvestehude im Siebenmeterschießen

Berlin . Wer die Hockeydamen des Uhlenhorster HC regelmäßig zu Meisterschafts-Endrunden begleitet, der kennt diese traurigen Augen in ausdruckslosen Gesichtern, immerhin haben sie zuletzt dreimal in Folge das Endspiel um die nationale Feldmeisterschaft verloren. Doch irgendetwas war anders in der Berliner Max-Schmeling-Halle nach der 4:7-Halbfinalpleite gegen den Düsseldorfer HC in der Endrunde um die Hallenmeisterschaft, und es war Lisa Altenburg vorbehalten, die passenden Worte dafür zu finden.

„Wir können heute nicht traurig sein, denn wir haben verdient verloren“, sagte die Nationalstürmerin, „und ich habe keine Erklärung dafür, warum wir kollektiv nicht einmal 50 Prozent unserer Leistungsfähigkeit abrufen konnten.“ Es spricht für den Teamgeist der Torjägerin, dass sie sich in die Kritik einschloss, schließlich war die 25-Jährige nicht nur wegen ihrer beiden Tore – zudem trafen Eileen Hoffmann und Kristina Hillmann – die Einzige, der man so etwas wie Siegeswillen angesehen hatte über 60 Minuten, die Rätsel aufgaben. „Warum die Mannschaft nicht einmal annähernd das abrufen konnte, was sie im Saisonverlauf gezeigt hat, kann ich nicht erklären. Dieses Gesicht kannte ich noch nicht“, sagte Cheftrainer Claas Henkel. Gedanklich und körperlich langsam in der Abwehr, statisch im Aufbauspiel, einfallslos im Angriff – so präsentierten sich die Hamburgerinnen, die nur eine von sieben Strafecken nutzen konnten, während Düsseldorf alle drei verwandelte.

Die Damen des Harvestehuder THC mussten gegen den Westzweiten Mülheim mit der bittersten aller Niederlagen im Halbfinale ausschieden – 5:6 (3:3, 3:3, 1:3) nach Siebenmeterschießen. Annika Voigt hatte den HTHC zehn Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit in die Verlängerung geschossen. Vom Siebenmeterstrich verließen dann Annelotte Ziehm, Fenja Poppe und Laura Figura Mut und Glück, die Treffer von Voigt und Rike Sager, die neben Voigt und Anne Deupmann auch in der regulären Spielzeit getroffen hatte, waren zu wenig. „Dennoch war es eine sehr geile Saison“, sagte Cheftrainer André Otten, dessen Zukunft aus zeitlichen Gründen ungeklärt ist. Der HTHC sucht einen Nachfolger.

Das Finale der Damen gewann der Düsseldorfer HC mit 4:1 (1:0) gegen Uhlenhorst Mülheim.