Hamburger Radrennen

Bei den Cyclassics sind jetzt sogar E-Bikes erlaubt

Inga Radel

Hamburger Radklassiker wartet 2015 mit einigen Neuerungen auf - die wichtigste: Vattenfall steigt als Sponsor aus. Gestartet wird das Rennen außerdem von einer Fähre im Kieler Hafen.

Hamburg. Der Energiekonzern Vattenfall zieht sich nach den 20. Cyclassics 2015 als Titelsponsor von Europas größtem Radrennen zurück. „Das ist ein guter Abschluss nach 20 Jahren“, sagte der Hamburger Vattenfall-Chef Pieter Wasmuth am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Man wolle die Sponsoring-Aktivitäten breiter streuen. Er verwies auch auf die Veränderungen in der Energiebranche. „Wir haben schon seit zwei Jahren intensive Anfragen von Sponsoren“, sagte Kai Rapp, Prokurist des Veranstalters Lagardère. „Wir waren nie allein von Vattenfall abhängig, wir sind finanziell solide aufgestellt, das Fortbestehen ist nicht in Gefahr.“ Über den Umfang des jährlichen Engagements von Vattenfall hieß es nur vage „im sechsstelligen Bereich“.

Das Jubiläumsevent des Elitefeldes am 23. August wird in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel gestartet – hinunter von einer Stena-Line-Fähre im Hafen. Die Strecke führt vorbei am Plöner See, über Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Pinneberg auf die klassische Westschleife. Die Jedermänner über 100 und 155 Kilometer beginnen in der HafenCity (statt in der Mönckebergstraße), zweimal wird die Köhlbrandbrücke passiert. Im „Hamburg Ride“ (55 km) gibt es erstmals zur Ermutigung von Breitensportlern eine hinterste Gruppe ohne Zeitnahme – für etwa 1000 Fahrer, sogar E-Bikes sind erlaubt. Das schwarze Jubiläumstrikot präsentierte Altmeister Jens Voigt, 43, der einen Start über 55 Kilometer erwägt und witzelte: „Mein Rad und ich sind derzeit per Sie, ich weiß gar nicht, ob noch Luft in den Reifen ist.“

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