Sebastian Maier lässt sein neues Selbstvertrauen aufblitzen

Hamburg. „Klasse, Basti“, schallte es am Montagvormittag über den Trainingsplatz des FC St. Pauli an der Kollaustraße in Niendorf. Gerade hatte Mittelfeldspieler Sebastian Maier beim Trainingsspiel auf einem deutlich verkürzten Platz ein Tor für sein Team geschossen und erntete sofort Lob seiner Mitspieler. Einerseits war die Szene nur eine Randnotiz innerhalb der Vorbereitung des Kiezclubs auf die neue Zweitligasaison. Andererseits aber bestätigte die Aktion einen unverkennbaren Trend beim 20 Jahre alten Maier, der vor einem Jahr vom TSV 1860 München zum FC St. Pauli gekommen war.

In den bisherigen vier Testspielen erzielte der 1,79 Meter große und 68 Kilogramm leichte Akteur mit der außergewöhnlichen Schusstechnik sieben Tore und liegt damit hinter den beiden Stürmern John Verhoek und Christopher Nöthe (je neun) an dritter Stelle der internen Wertung. „Man sollte dem nicht zu viel Bedeutung beimessen, aber natürlich trägt jedes Tor, egal gegen welchen Gegner, immer ein wenig zum Selbstvertrauen bei“, sagt er.

Genau daran hatte es Maier vor einem Jahr, als er nach neun Spielzeiten bei 1860 München zum Kiezclub kam, gemangelt. Für die „Löwen“ hatte er zwar schon als 17-Jähriger sein Zweitligadebüt gegeben, doch mehr und mehr musste er als Sündenbock herhalten. „Wir mussten ihn hier erst wieder aufbauen und ihm klarmachen, dass ein Ballverlust kein Weltuntergang ist, sondern im Offensivspiel vorkommt“, sagt St. Paulis Trainer Roland Vrabec. Inzwischen hat er eine positive Veränderung der Körpersprache festgestellt: „Er lässt nicht mehr den Kopf hängen, wie er es so oft gemacht hat.“

Das erste Zweitligaheimspiel des FC St. Pauli gegen den FC Ingolstadt wird am 2. August (Sonnabend) um 15.30 Uhr angepfiffen, sechs Tage später beginnt die Partie beim VfR Aalen um 18.30 Uhr. Das hat die DFL am Montag festgelegt.