Rugbymänner verpassen in Hamburg die WM-Qualifikation

Hamburg. Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft muss weiterhin auf die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft warten. Durch ein 20:31 (3:10) gegen den Favoriten Russland verpasste die Auswahl von Nationaltrainer Kobus Potgieter das Ticket für die WM 2015 in England. „Das ist bitter“, kommentierte Kapitän Sean Armstrong vom Heidelberger RK das Aus nach großem Kampf im K.-o.-Spiel auf der Anlage Hagenbeckstraße in Hamburg.

Bis fünf Minuten vor dem Abpfiff sah es am Sonnabend vor 3167 Fans bei einer 20:17-Führung für das Team des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) nach einer Überraschung aus. Doch im Endspurt drehten die Russen mit zwei Versuchen die Partie. „Wir haben an uns geglaubt, wollten unsere Chance nutzen. Doch auf diesem Niveau wird jeder Fehler gnadenlos bestraft. So konnten wir unsere Stärke im Gassenspiel nicht wie gewohnt einbringen“, sagte Potgieter. „Die Deutschen waren so stark, wie wir sie erwartet hatten“, sagte Russlands Nationaltrainer Kingsley Jones.

Trittspezialist Christopher Hilsenbeck vom französischen Zweitligisten US Colomiers war mit zehn Punkten erfolgreichster DRV-Akteur. Jeweils einen Versuch und fünf Punkte steuerten Armstrong und Timo Vollenkemper (Pforzheim) bei. „Wir wissen jetzt, woran wir arbeiten müssen. Wir wollen einen tieferen Kader aufbauen, um in der kommenden EM-Saison mit den Topteams mithalten zu können“, erklärte Potgieter. Die Chance zur Revanche gegen die Russen wird es von Februar 2015 an geben, wenn der deutsche 15er-Kader in der Division 1A, der höchsten Spielklasse Europas, antritt.