US-Star White verzichtet

Nominiert: Biathlet Andreas Birnbacher (Schleching) ist für das Sprintrennen über 10 km (Sa., 15.30 Uhr) nicht berufen worden. Bundestrainer Mark Kirchner entschied sich für Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld), Simon Schempp (Uhingen), Erik Lesser (Frankenhain) und Christoph Stephan (Oberhof).

Formstark: Rodel-Olympiasieger Felix Loch hat seine Gold-Ambitionen unterstrichen. Der Weltmeister gewann am Mittwochmorgen den ersten von sechs offiziellen Trainingsläufen der A-Gruppe vor seinem italienischen Rivalen Armin Zöggeler (+0,154 Sekunden). Im zweiten Lauf war Zöggeler aber um 0,060 Sekunden schneller.

Misstrauisch: Der niederländische Eisschnelllauf-Star Sven Kramer fürchtet Windmanipulationen in Sotschi. In der Adler-Arena am Schwarzen Meer, wo Kramer am Sonnabend (12.30 Uhr) in der ersten Entscheidung über 5000 Meter seinen Goldtriumph von Vancouver 2010 wiederholen will, könnte nach Meinung des 27-Jährigen eine Lüftungsanlage für Manipulationen missbraucht werden und für ungleiche Bedingungen sorgen. Durch die Anlage könne eine Luftzirkulation in Gang gesetzt werden. Ein Läufer könne dadurch theoretisch auf beiden Geraden Rückenwind haben, während für die restliche Konkurrenz Windstille herrscht.

Vorausschauend: Die bei den Winterspielen in Sotschi entnommenen Dopingproben werden für zehn Jahre eingefroren, um sie nachträglich mit neuen Analysemethoden untersuchen zu können. Bisher wurden Proben bei Olympischen Spielen für acht Jahre aufbewahrt.

Verzicht: US-Superstar Shaun White hat seine Mission Doppelgold schon vor dem Start platzen lassen. Der 27 Jahre alte Snowboarder gab überraschend seinen Rückzug aus dem neu eingeführten Slopestyle-Wettbewerb bekannt, der an diesem Donnerstag in die Qualifikation startet. „Nachdem ich mich lange mit meinem Team beraten habe, habe ich die Entscheidung getroffen, mich nur darauf zu konzentrieren, in der Halfpipe meine dritte Goldmedaille zu gewinnen“, sagte White, der im Training auf der Slopestyle-Piste gestürzt war und sich am Handgelenk verletzt hatte.

Nackt: Nach einer Anreise mit Hindernissen warten Jamaikas Bobfahrer auf ihr Gepäck und ihre Ausrüstung. „Die Helme, Schuhe, Anzüge, einfach alles ist jetzt irgendwo zwischen dem New Yorker Flughafen John F. Kennedy und hier“, sagte Pilot Winston Watts. Die dreiköpfige Mannschaft mit Watts, Anschieber Marvin Dixon und Ersatzmann Wayne Blackwood hatte wegen des schlechten Wetters zunächst den Umweg über Philadelphia nehmen müssen. Am ersten Training am Mittwoch im Sanki Olympic Sliding Center konnten die Jamaikaner nicht teilnehmen. Am Donnerstag will man notfalls mit geliehenem Material üben.

Absage: Der Argentinier Clyde Getty darf nicht an den Ski-Freestyle-Wettbewerben teilnehmen. Der Internationale Sportgerichtshof lehnte die Klage des 52-Jährigen ab und schloss sich der Argumentation seines Landesverbands an. Dieser hatte ihn nur irrtümlich nominiert und dann wieder gestrichen, weil Getty die Qualifikationskriterien nicht erfüllt hatte.

Promi-Fan: Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon (Südkorea) hat sich als Anhänger des Frauen-Skispringens geoutet. „Ich werde diese Athletinnen unterstützen und ermutige die Frauen, hoch und weit zu springen“, sagte Ban. Der 69-Jährige, der der Eröffnungsfeier am Freitag (17.14 Uhr) beiwohnen wird, stellte zudem die „einende Kraft des Sports, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sexueller Orientierung“ heraus.

Ankunft: Der größte Fackellauf in der Geschichte der Olympischen Winterspiele ist auf die Zielgerade eingebogen: Am Mittwoch erreichte das Feuer nach mehr als 120 Tagen die Region von Sotschi und wird am Donnerstag noch die Bergregion in Krasnaja Poljana durchqueren. Bei der Eröffnungsfeier am Freitag endet der Fackellauf nach 65.000 Kilometern und 14.000 Läufern, die 2900 Städte passiert haben, im Olympiastadion.