Zwölfmal Gold in neuen Disziplinen

In Sotschi rücken gleich acht Sportarten erstmals ins olympische Programm

Sotschi. Bei den ersten Olympischen Winterspielen in Chamonix gab es 1924 noch überschaubare 16 Wettbewerbe, die das Internationale Olympische Komitee auf zwölf Tage streckte. In Sotschi werden in diesem Jahr insgesamt 98 Wettbewerbe ausgetragen – ein neuer olympischer Winterrekord. Sogar gegenüber den Spielen vor vier Jahren in Vancouver sind noch einmal zwölf neue Disziplinen hinzugekommen. Wegen der Vielzahl der Wettbewerbe finden die ersten Qualifikationen und Vorkämpfe im Snowboard, Freestyle-Ski und Eiskunstlauf bereits an diesem Donnerstag statt. Ein Überblick über die olympischen Neulinge:

Rodeln: Teamstaffel.

Der Mannschaftswettbewerb wurde eingeführt, weil er Spannungselemente beinhaltet, die die Einzeldisziplinen so nicht bieten. Eine Mannschaft besteht aus je einem weiblichen und männlichen Rodler sowie einem Doppelsitzer-Paar. Sie fahren nacheinander die Bahn herunter, bei der Zieldurchfahrt löst eine sogenannte Wechselklappe das Startsignal für den folgenden Starter aus. Die schnellste Gesamtzeit gewinnt.

Eiskunstlauf: Team-Wettbewerb.

Eiskunstläufer sollen erstmals auch als Mannschaftssportler wahrgenommen werden, bei Weltmeisterschaften gibt es diesen Wettbewerb allerdings nicht. Für jedes Land bestreiten eine Einzelläuferin, ein Läufer, ein Paar und ein Tanzpaar jeweils ein Kurzprogramm und eine Kür. Die Punkte werden addiert. Die besten fünf Teams erreichen das Finale, das nach dem gleichen Reglement ausgetragen wird.

Biathlon: Mixedstaffel.

Bei der WM gibt es diesen Wettbewerb seit 2007. Je zwei Frauen (6 km) und Männer (7,5 km) laufen abwechselnd und absolvieren jeweils ein Liegend- und ein Stehendschießen. Alle Teilnehmer starten gleichzeitig.

Skispringen: Frauen.

Nur auf der Normalschanze geht es für die besten Skispringerinnen der Welt erstmals um Olympia-Gold (Weltmeisterschaften gibt es schon seit 2009). Gesprungen wird in zwei Durchgängen.

Freestyle-Ski: Slopestyle.

Bei Männern und Frauen fahren die Athleten jeweils durch den sogenannten „Terrain park“ über und müssen viele spektakuläre Elemente einbauen. Eine Jury vergibt Punkte.

Freestyle-Ski: Halfpipe.

Männer und Frauen fahren durch eine Piste in Form einer halbierten Röhre (Halfpipe) und absolvieren Sprünge und Tricks. Eine Jury vergibt auch hier die Punkte.

Snowboard: Slopestyle.

Bei den Wettbewerben für Männer und Frauen entsprechen die Regeln denen beim Freestyle-Ski.

Snowboard: Parallelslalom.

Jeweils zwei Athleten fahren bei Männern und Frauen im Slalom auf parallelen Kursen in zwei Läufen gegeneinander. Wer im zweiten Lauf als Erster im Ziel ist, gewinnt. Die 16 schnellsten Fahrer der Qualifikation ermitteln den Sieger im K.o.-Modus.