Nachspiel

WM-Schiri Brych und seine Vorgänger

Ein Kommentar von Andreas Hardt

Felix Brych also. Felix, der Glückliche. Ältere Mitbürger erinnern sich, dass es so jemanden auch mal als Spieler beim HSV gab. Zu glücklichen Zeiten. Felix Brych aus München fährt 2014 als deutscher Schiedsrichter zur Weltmeisterschaft nach Brasilien. Er darf sich wirklich glücklich schätzen. Nomen est omen.

Obwohl: Wolfgang Stark fährt dafür nicht. Und der heißt nicht so, wie er oft pfeift.

War es nun Lob oder sehr geschickte Wortwahl, dass Herbert Fandel, der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichterausschusses, äußerte: „Felix Brych hat sich die Nominierung durch seine außergewöhnlichen Leistungen im internationalen Fußball verdient“? Immerhin ist überhaupt ein deutscher Schiedsrichter in Brasilien am Start.

Fandel hat nämlich gerade seine Elite-Schiris zu einer Nachschulung versammelt. Insgesamt war der Chef der deutschen Unparteiischen mit den Leistungen in der Bundesliga-Hinrunde gar nicht zufrieden. Zu viele Fehler hatte er ausgemacht. Die Fans noch viel mehr.

Ein ganz spektakulärer ist auch dem neuen deutschen WM-Schiedsrichter passiert. Man erinnert sich. Hoffenheim gegen Leverkusen. Stefan Kießling. Drin das Ding.

Immerhin steht Brych jetzt schon für eine gewisse WM-Tradition bedeutender Schiedsrichter. Wie der Schweizer Gottfried Dienst, der 1966 das dritte englische Tor gegen Deutschland gab. Oder Jorge Larrionda aus Uruguay, der 2010 als Einziger im Stadion Englands Ausgleich gegen Deutschland nicht sah.

Außerdem hat die Fifa für Brych ja vorgesorgt: Erstmals gibt es bei einer WM Torlinientechnologie.