Diskussion über Olympia und Talente bei „Anstoß! Hamburg“

Hamburg. Es hat inzwischen schon eine gewisse Tradition, dass sich Hamburger Spitzensportler, Funktionäre, Wirtschafts- und Medienvertreter beim Sporttalk „Anstoß! Hamburg“ zu informativen Gesprächen und ein wenig sportlicher Betätigung im Dorint Hotel Hamburg-Eppendorf treffen. Am Dienstagabend standen diesmal die Sportpolitikerin Juliane Timmermann (SPD), der zweimalige Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste, Julian Battmer, Sportwart des Hamburger Tennis-Verbandes, und TV-Sportmoderator Uli Pingel als „Gastgeber“ auf dem Podium und diskutierten unter der Moderation von Sky-Reporterin Christina Rann vor allem zum Thema Nachwuchs-Förderung im Sport und eine mögliche Hamburger Olympia-Bewerbung.

Beim zweiten Thema warb Moritz Fürste vehement dafür, dass Hamburg sich die Chance nicht entgehen lassen dürfe, sich für das größte Sportereignis der Welt zu bewerben. „Es ist einfach großartig, Olympische Spiele selbst zu erleben. Ich wünsche dies jedem Hamburger von Herzen“, sagte er. Uli Pingel zeigte sich überzeugt, dass bei einer erneuten Bewerbung in Hamburg eine ähnliche Euphorie entstehen könnte wie zwischen 2003 und 2005, als die Hansestadt um die Austragung der Sommerspiele 2012 kämpfte und am Ende auf nationaler Ebene „völlig unverständlich“ an Leipzig scheiterte. „Damals haben hier alle an einem Strang gezogen“, erinnerte er sich.

Angesichts des ablehnenden Votums der Bevölkerung in Bayern gegen die Olympia-Kampagne Münchens gab sich Juliane Timmermann etwas weniger euphorisch. „Wir tun gut daran, an dem in der Dekadenstrategie auf zehn Jahre angelegten Plan festzuhalten“, sagte sie. Eine Olympia-Bewerbung sei auch aus finanziellen Gründen nur möglich, wenn es dafür eine breite Unterstützung in der Bevölkerung gebe.

Die vier Diskussionsteilnehmer waren sich darin einig, dass das Interesse am Sport und insbesondere auch die Begeisterung von Kindern für verschiedene Sportarten davon abhängig sei, ob es herausragende Athleten vor Ort gebe, die als „Idole zum Anfassen“ dienen können. „Ich habe zehn Jahre lang Jugendtraining in meinem Club, dem UHC, gegeben. Das hat mir immer viel Spaß gemacht“, sagte Moritz Fürste, der auch auf die idealen Trainingsmöglichkeiten in den Hamburger Hockey-Clubs hinwies. Julian Battmer berichtete davon, dass der Hamburger Tennis-Verband seit einigen Jahren gerade auch im Nachwuchs wieder steigende Mitgliederzahlen aufweise.