Europa League

Freiburg ohne Chance beim 0:2 in Sevilla

Foto: Patrick Seeger / dpa

Freiburgs Taktik, mit einer halben B-Mannschaft aufzulaufen, ging nicht auf. Diagne musste nach Notbremse mit Rot vom Platz, Perotti verwandelte den Elfmeter. Bacca traf kurz vor dem Ende zur Entscheidung.

Sevilla - Freiburg 2:0


90.+3 Minute: Abpfiff!

90. Minute: Tor zum 2:0! Jairo geht auf und davon und legt kurz vor dem Fünfer quer auf Bacca, der nur noch ins leere Tor einschieben muss.

88. Minute: Konter der Spanier, Bacca schließt aus 17 Metern ebenfalls per Lupfer ab. Der Ball klatscht auf die Latte.

86. Minute: Der eingewechselte Marin steht frei vor Baumann, lupft den Ball aber über das Tor.

85. Minute: Freiburg kommt noch einmal vors Tor, Freis passt auf Hanke zentral in den Sechzehner, doch dieser wird in letzter Sekunde gestört.

80. Minute: Sevilla spielt im Angriff zu ungenau, verpasste jetzt mehrfach die Vorentscheidung durch schlechte Pässe.

74. Minute: Günter wird von Freis freigespielt und kommt unter Bedrängnis zum Abschluss. Knapp vorbei, keine schlechte Aktion.

73. Minute: Freiburg ist derzeit chancenlos. Kein Angriff kann zu Ende gespielt werden.

68. Minute: Sevilla macht weiter Druck, Bacca köpft den Ball nach einer Flanke nur knapp über das Tor.

63. Minute: Tor zum 1:0! Perotti verwandelt sicher!

62. Minute: Bacca ist durch, wird von Diagne im Strafraum umgerissen. Elfmeter und Rot!

57. MInute: Glück für Freiburg! Figueiras geht über rechts durch, sein Pass in die Mitte ist aber zu ungenau.

51. Minute: Ähnliches Bild wie vor dem Wechsel. Sevilla versucht es mit wenig Zug zum Tor.

46. Minute: Wiederanpfiff!

45. Minute: Halbzeit!

42. Minute: Wieder Trochwoski, der dieses Mal freigespielt wird und aus halblinker Position einen Lupfer versucht. Doch zu harmlos, weil viel zu flach.

41. Minute: Toller Pass von Trochowski über 30 Meter auf Rakitic, dem springt der Ball im Strafraum an die Hand. Gute Chance.

39. Minute: Albutat wird 22 Meter vor dem Tor gefoult, den fälligen Freistoß schießt Klaus in die Mauer. Schwach.

32. Minute: Sevilla wird druckvoller, erhöht die Intensität. Freiburg muss aufpassen.

27. Minute: Die Spanier sind ballsicherer als die Deutschen, doch der Ertrag ist weiter ausbaufähig.

20. Minute: Sevilla kommt das erste Mal gefährlich in den Strafraum, doch Baumann lenkt Jairos Schuss gut zur Ecke.

18. Minute: Freiburg steht in der eigenen Hälfte, Sevilla hält den Ball in den eigenen Reihen. Ideen sind Mangelware.

14. Minute: Weiterhin passiert wenig bis gar nichts auf dem Feld, was den Gästen natürlich gefallen dürfte.

6. Minute: Freiburg hält gut mit und musste noch keine kritische Szene überstehen.

1. Minute: Anpfiff!

Vor dem Spiel: Christian Streich ist bekanntlich immer wieder für eine Überraschung gut: Mal verblüfft der Trainer des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg mit unerfahrenen Eigengewächsen in der Startelf, ein anderes Mal mit höchst tiefsinnigen Ausführungen über die schönste Nebensache der Welt. Vor dem Europa-League-Spiel beim FC Sevilla am Donnerstag (19.00 Uhr) aber, da war der 48-Jährige kurioserweise vom sonst so gescholtenen Tanz auf drei Hochzeiten äußert begeistert. „Mir macht der Rhythmus richtig Spaß. Training ist toll, aber Spiel ist noch viel toller“, sagte Streich vor dem Abflug nach Andalusien.

Worte von ein und derselben Person, die unlängst noch mit dem Mammutprogramm der Marathon-Männer aus dem Breisgau gehadert und deshalb „eine ganz schwierige Saison“ prophezeit hatte. Kuriose Welt in Freiburg! Tatsächlich kann ein solcher Rhythmus mit Spielen im Dreitages-Takt in einer Mannschaft für Lust und Laune sorgen - Erfolg vorausgesetzt. Da die Freiburger, die beim Tabellen-14. der spanischen Primera Division ihre sechste Begegnung binnen 20 Tagen absolvieren und auf der internationalen Bühne erstmals seit zwölf Jahren eine Auswärtspartie bestreiten, bislang aber alles andere als Erfolgsgaranten sind, überrascht Streichs Ansicht durchaus.

Licht ins Dunkel brachte unterdessen Kapitän Julian Schuster, der die englischen Wochen ebenfalls lobte. „Da können wir die verkorksten Dinge viel schneller wieder gutmachen und neues Selbstvertrauen tanken“, sagte der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler. Selbstvertrauen, dass er SC bitter benötigt: Nur im DFB-Pokal gelangen zwei Siege.

In der Europa League verspielte Freiburg zum Auftakt gegen Slovan Liberec eine 2:0-Führung (Endstand 2:2), in der Bundesliga ist der Provinzklub in seiner 15. Saison erstmals nach sieben Spieltagen noch sieglos. „Ich freue mich auf ein tolles Stadion und eine Reise nach Andalusien“, sagte Streich, der mit seiner Mannschaft am Mittwochmorgen noch eine Trainingseinheit absolvierte und am Nachmittag von Colmar nach Sevilla fliegen sollte: „Aber die Bundesliga hat für uns ganz klar Priorität.“

Die Aufstellungen

Sevilla: 1 Varas - 5 Figueiras, 4 Cala, 21 Pareja, 16 Moreno - 11 Rakitic (ab 88. Cristoforo), 12 Iborra - 17 Jairo, 15 Trochowski (ab 56. Marin), 10 Perotti (ab 77. Rabello) - 9 Bacca. - Trainer: Emery

Freiburg: 1 Baumann - 25 Sorg, 3 Diagne, 28 Ginter, 30 Günter - 4 Fernandes, 27 Höfler - 36 Klaus (ab 69. Freis), 20 Coquelin (ab 61. Mehmedi) - 29 Albutat (ab 61. Kerk) - 9 Hanke. - Trainer: Streich

Schiedsrichter: Wladislaw Besborodow (Russland)

Zuschauer: 30.000

Tore: 1:0 Perotti (63./FE), 2:0 Bacca (90.)

Rote Karte: Diagne (62./Notbremse)