HTHC grüßt wieder von der Spitze

Das Team vom Voßberg bezwang Meister Köln und Vize Mülheim. Auch UHC-Damen verlustpunktfrei

Hamburg. Vizemeister und Meister waren gerade geschlagen, als Christoph Bechmann seinen Blick schon auf kommenden Freitag richtete. „Als Tabellenführer ins Derby zu gehen, das ist doch ein Traum“, sagte der Trainer der Bundesliga-Hockeyherren des Harvestehuder THC, die sich anschicken, in der Feldsaison 2013/14 das Kunststück der Hauptrundenmeisterschaft aus der vorangegangenen Spielzeit zu wiederholen. Nach 4:2-Siegen gegen Uhlenhorst Mülheim und den amtierenden Champion Rot-Weiß Köln grüßen die Schwarz-Gelben vom Voßberg nach vier Spielen verlustpunktfrei von der Tabellenspitze und könnten sich am Freitagabend (20.15 Uhr) beim Stadtrivalen Uhlenhorster HC sogar eine Niederlage leisten, ohne von diesem eingeholt zu werden.

Vier Punkte beträgt der Rückstand der drittplatzierten „Uhlen“, die am Wochenende zunächst Köln mit 5:3 bezwangen (dreifacher Torschütze: Patrick Breitenstein), gegen Mülheim aber nicht über ein 5:5 hinauskamen. Eine Schrecksekunde galt es für das Team des neuen Trainers Kais al Saadi zu überstehen, als sich Kapitän Moritz Fürste kurz vor Spielende nach einer auf der Linie abgewehrten Strafecke vor Schmerzen krümmte und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Bis auf eine Fingerprellung konnte jedoch keine Blessur festgestellt werden. „Mir geht es gut, es ist nichts kaputt“, konnte der 28-Jährige fürs Stadtderby Entwarnung geben.

Spielerisch, da waren sich Bechmann und al Saadi einig, sind ihre Teams noch nicht auf dem gewünschten Niveau. „Wir haben vor allem gegen Mülheim zu viele Fehler gemacht. Für die Zuschauer war das toll, für die Trainer aber ein Albtraum“, sagte der UHC-Coach, und auch Bechmann, der nach einem in seiner Mannschaft grassierenden Magen-Darm-Virus bis auf Tobias Lietz alle Spieler wieder an Bord hatte, sieht „noch eine Menge Luft nach oben“. Für das Duell mit dem Erzrivalen glaubt der Ex-Nationalspieler die Gastgeber in der Favoritenrolle. „Die haben sechs Nationalspieler und sind das beste Team der Liga. Aber wir wollen sie ein bisschen ärgern“, sagte er.

In der Damen-Bundesliga haben der HTHC (4:2 gegen Neuss) und der Klipper THC (2:1 in Braunschweig) die ersten Saisonsiege geschafft und sich damit immerhin ein Stück vom Tabellenkeller absetzen können. An der Tabellenspitze ist der UHC bereits nach den ersten beiden Doppelwochenenden eine Klasse für sich. Die Mannschaft des neuen Trainers Claas Henkel ist nach Siegen über RW Köln (2:0) und Neuss (5:0) das einzige Team ohne Punktverlust. „Trotzdem gibt es noch viel zu tun, wir sind immer noch in der Findungsphase“, sagte Henkel. Wie soll das mit der Dominanz erst werden, wenn sich der Vizemeister gefunden hat?