Mit neuen Trainern zu alter Vormachtstellung

Der Großflottbeker THGC peilt mit seinen Hockeyteams die Rückkehr in die Bundesliga an

Hamburg. Dass sie etwas ändern mussten, das wurde den Verantwortlichen der Hockeysparte im Großflottbeker THGC Ende der vergangenen Feldsaison klar. Das Herrenteam hatte die Zweite Liga Nord hinter dem Klipper THC und mit nur zwei Zählern Vorsprung auf den Rissener SV als Tabellenfünfter abgeschlossen. Die Spieler waren enttäuscht, im Club herrschte Alarmstimmung, weil das eigene Selbstverständnis, die Nummer eins im Hamburger Westen zu sein, nicht nur angesichts der Konkurrenz aus Rissen, sondern auch des benachbarten Polo Clubs im Damenbereich zu bröckeln drohte.

Wenn am kommenden Wochenende nun die Zweite Liga in die Feldsaison 2013/14 startet, ist das für den Traditionsverein von der Otto-Ernst-Straße kein normaler Aufgalopp, sondern ein echter Neubeginn. Sowohl bei den Herren, die gegen BW Köln (Sa, 15.45 Uhr) und SW Köln (So, 11.30 Uhr) antreten müssen, als auch bei den Damen, die zum Auftakt beim DHC Hannover gastieren, haben neue, namhafte Trainer das Sagen. Sie können dank der Unterstützung des aus sechs Vereinsmitgliedern bestehenden Förderkreises finanziert werden.

Für die Damen ist der frühere Bundestrainer Michael Behrmann, 46, verantwortlich, dessen Vertrag mit dem Deutschen Hockey-Bund nach den Olympischen Spielen 2012 aufgelöst worden war. Behrmann ist in Personalunion auch sportlicher Leiter des Gesamtvereins. Bei den Herren hat Jimi Lewis, 39, lange Jahre Torhüter des Teams und seit März 2013 Chefcoach, Unterstützung durch Lars Reinecke, 45, erhalten, der bis 2009 erfolgreich die Bundesligadamen des Uhlenhorster HC coachte und nun erstmals auf die Hockeybühne zurückkehrt.

Während das Damenteam fast geschlossen zusammenblieb und auf die U18-Vize-Europameisterinnen Noelle Rother und Amelie Wortmann sowie weitere Talente setzen kann, mussten Lewis und Reinecke einen Neuaufbau initiieren. Zugänge wie die kanadischen Nationalspieler John Smythe und Matthew Sarmento, der brasilianische Internationale Matheus Borges, der Zweitliga-Topscorer Philipp Rohrbach (Kahlenberg) oder die Torwart-Talente David Wünschmann (Club an der Alster) und Tim Lederbach (Mannheimer HC) machen den Verantwortlichen Hoffnung darauf, die Vormachtstellung in Hamburgs Westen zurückerobern zu können. Für die Saison 2013/14 haben sich beide Teams vorgenommen, das Mannschaftsgefüge zu einer festen Einheit aufzubauen, bevor 2015 der doppelte Aufstieg angepeilt wird.