Nach Wimbledon fühlt sich Sabine Lisicki nun fit für die US Open

New York. Unerkannt kann sich Sabine Lisicki selbst in der Millionen-Metropole New York nicht mehr bewegen. Auch bei einem Abstecher auf den Campus der Elite Universität Yale wurde die Berlinerin von vielen Studentin angesprochen, bei ihrer abschließenden Trainingssession vor den US Open am Sonntag schauten zahlreiche Fans interessiert zu. Seit ihrem Finaleinzug in Wimbledon ist die Berlinerin eine bekannte Größe im Welttennis, steht mehr im Fokus als zuvor. „Der Trubel ist schon ziemlich groß. Das ist etwas Neues, an das ich mich erst gewöhnen muss“, sagte die Weltranglisten-18.

Gleich am Montag greift sie beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres im New Yorker Stadtteil Queens zum Schläger. Die 23-Jährige bekommt es (nicht vor 19 Uhr MESZ/Eurosport) mit der russischen Qualifikantin Vera Duschewina zu tun. „Ich freue mich, dass es los geht“, sagte Lisicki. Allerdings verliefen die vergangenen Vorbereitungsturniere nicht gerade vielversprechend. Wegen einer Blessur am Handgelenk verzichtete sie auf die Veranstaltungen in Stanford, Carlsbad und Toronto. Bei ihrem Comeback in Cincinnati verlor sie in Runde eins, bei ihrer US-Open-Generalprobe in New Haven zuletzt im Achtelfinale.

„Ich fühle mich fit, auch wenn es nicht die beste Vorbereitung für mich war. Deshalb konzentriere mich erst einmal nur auf Vera Duschewina am Montag“, sagte Lisicki. Es kommt darauf an, wie sie ins Turnier findet. „Sie ist weiter absolut positiv. Ich habe ein gutes Gefühl, sie wird sich reinbeißen“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner .

Vertrauen hat die Fed-Cup-Chefin auch in Angelique Kerber. Die 25-Jährige, deren Höhenflug 2011 in New York mit dem Halbfinal-Einzug begann, startet ebenfalls Montag gegen die Tschechin Lucie Hradecka. „Ich will die zweite Turnierwoche erreichen“, sagte die auf Platz zehn der Weltrangliste zurückgefallene Kielerin zurückhaltend.

16 deutsche Profis starten bei dem mit 25,5 Millionen US-Dollar dotierten Turnier, darunter auch Tommy Haas, der zunächst auf den Franzosen Paul-Henri Matthieu trifft.