Hockeydamen nach Sieg gegen Belgien im EM-Finale

Boom. Dank einer herausragenden Leistung ihrer Torhüterin Kim Platten haben die deutschen Hockey-Damen bei der Europameisterschaft im belgischen Boom das Endspiel erreicht. Im Penaltyschießen gegen die Gastgeberinnen setzte sich das Team von Bundestrainer Jamilon Mülders mit 2:0 durch. Nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 gestanden. Die Münchnerin Platten wehrte vor rund 3500 Zuschauern im Braxgata Hockey Club alle vier Versuche der Belgierinnen ab. „Sie ist da, wenn man sie braucht“, sagte Mülders. „Kim hat heute hervorragend gehalten. Es ist ein gutes Gefühl, sie zu haben.“ Gegner im Finale am Sonnabend (16 Uhr) sind die Engländerinnen, die überraschend die Niederlande mit 4:3 (1:1) nach Penaltyschießen bezwangen.

Die deutschen Damen waren durch ein Eigentor von Anne-Sophie de Scheemaekere (17. Minute) in Führung gegangen, Jill Boon (29.) und Charlotte de Vos (40.) drehten das Ergebnis um. „Belgien hat wie beflügelt gespielt“, sagte die Hamburgerin Janne Müller-Wieland (UHC). „Wir haben das Spiel aber zwischenzeitlich selbst aus der Hand gegeben.“ Marie Mävers, ebenfalls vom UHC, gelang in der 68. Minute der Ausgleich. Der Sieg unterstrich die überzeugenden Leistungen der verjüngten deutschen Auswahl.