Klagenfurt

Ludwig/Walkenhorst holen Bronze bei Beachvolleyball-EM

Das Beachduo des HSV gewinnt Spiel um Platz drei und kassiert 10.000 Euro Prämie. „Wir haben eine coole Woche mit Höhen und Tiefen erlebt“, jubelten sie.

Klagenfurt. Als die Beachvolleyballer in Klagenfurt die stärksten Männerteams des Kontinents ermittelten, waren die deutschen Athleten schon auf dem Heimweg. Der finale EM-Sonntag am Wörthersee ging ohne Beteiligung der erfolgreichsten Nation in der Europameisterschafts-Geschichte über die Bühne. Zwar durften Laura Ludwig/Kira Walkenhorst (HSV) Bronze und damit das 28. Edelmetall für Deutschland bei einer Beach-EM bejubeln, doch die allgemeinen Erwartungen der Deutschen waren weit höher.

„Das Potenzial zu noch besseren Platzierungen war vorhanden“, meinte Bernd Schlesinger, Trainingswissenschaftler am Hamburger Olympiastützpunkt am Dulsbergbad. Das von Schlesinger betreute HSV-Duo Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif war wie Lars Flüggen/Alexander Walkenhorst (Berlin/Kiel) und die WM-Dritten Jonathan Erdmann/Kay Matysik (Berlin) im Viertelfinale gescheitert.

Dagegen konnte Laura Ludwig, 27, ihre Partnerin und EM-Debütantin Kira Walkenhorst, 22, nach dem 2:0 (21:17, 21:18) im Spiel um Platz drei gegen die deutschen Meisterinnen Katrin Holtwick/Ilka Semmler (Essen) besonders herzlich und lange umarmen. Denn es war bei extremen Wetterbedingungen – auf dem Centre-Court wurden 47 Grad Celsius gemessen – auch ein Prestigeerfolg um die Vorherrschaft im deutschen Lager. „Die Freude bei uns ist riesengroß, das hat man nach dem Matchball ja deutlich gesehen“, sagte Ludwig.

Bei der WM vor einem Monat in Polen war das in dieser Saison neu zusammengestellte Team Ludwig/Walkenhorst mit Rang fünf noch an den Medaillenrängen vorbeigeschrammt. In Klagenfurt klappte es – 10.000 Euro gab es dazu. Damit hat Ludwig nach zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze mit ihrer ehemaligen Partnerin Sara Goller, 29, schon ihre sechste EM-Medaille gewonnen. Nur im Halbfinale beim 0:2 (14:21, 14:21) gegen die österreichischen Schwaiger-Schwestern, die später das Endspiel gegen Spanien mit 2:1 Sätzen gewannen, waren Ludwig/Walkenhorst unter ihren Möglichkeiten geblieben. Walkenhorst konnte ihre erste Medaille im Erwachsenenbereich dennoch nicht fassen: „Wir haben eine coole Woche mit Höhen und Tiefen erlebt, es hat super viel Spaß gemacht.“