Justin Rose lässt Phil Mickelsons Traum platzen

Der Engländer gewinnt die 113. US Open und das erste Golf-Major seiner Karriere

Ardmore. Als der Siegputt bei der 113. US Open ins Loch gefallen und der erste Major-Sieg perfekt war, küsste Golfprofi Justin Rose seinen Ball und richtete Blick und Zeigefinger gen Himmel. „Ich habe nach oben geschaut, weil Vatertag ist. Ich habe mich in diesem Moment an ihn erinnert“, sagte der Engländer, der nach 15 Jahren mit zahlreichen Höhen und Tiefen endlich am Ziel war. „Ich habe mein ganzes Leben von einem Sieg bei einem Major-Turnier geträumt. Darum geht es doch in diesem Spiel“, sagte Rose, der für seinen Erfolg 1,44 Millionen Dollar kassierte und in der Weltrangliste von Rang fünf auf drei kletterte.

Mit einer Par-Runde (70 Schläge) und insgesamt 281 Schlägen im Merion Golf Club in Ardmore/Pennsylvania hatte Justin Rose die Konkurrenz auf dem East Course in Schach gehalten. Vor allem den vor der Schlussrunde führenden Phil Mickelson, der an seinem 43. Geburtstag zur tragischen Figur wurde. Der US-Linkshänder wollte endlich seine sieglose Zeit bei der US Open beenden. Doch statt des Premierensieges sprang für den dreimaligen US-Masterssieger zum sechsten Mal nur Platz zwei heraus, dieses Mal gemeinsam mit dem Australier Jason Day (beide 283 Schläge). „Das ist wahrscheinlich die härteste Niederlage von allen“, sagte Mickelson, der nach einem Eagle an Loch 10 wieder die Führung übernommen hatte. Doch zwei Doppel-Bogeys am 13. und 15. Loch warfen ihn wieder zurück. „Daran werde ich mich noch lange erinnern. Es hätten an beiden Löchern Bogeys werden sollen, es wurden aber zwei sehr teure Doppel-Bogeys“, sagte er.

Keine entscheidende Rolle spielten die deutschen Starter Martin Kaymer (Mettmann) und Marcel Siem (Ratingen). Beide landeten mit je 299 Schlägen auf dem geteilten 59. Rang. Kaymer spielte am Schlusstag vier über Par, Siem verabschiedete sich mit einer 78er-Runde. Der Weltranglistenerste Tiger Woods belegte mit zwölf Schlägen Rückstand auf Rose Platz 32.