Hamburger Junior Alexander Zverev verliert French-Open-Finale

Paris. Für den ganz großen Triumph hat es nicht gereicht. Aber damit befindet sich Alexander "Sascha" Zverev durchaus in guter Gesellschaft. Ingo Buding (1959 und 1960) und Daniel Elsner (2007) sind schließlich die einzigen deutschen Junioren, die jemals in Roland Garros gewonnen haben. Am Sonnabend unterlag der Hamburger im Finale der French Open mit 4:6, 1:6 gegen den Chilenen Christian Garin.

"Momentan überwiegt natürlich die Enttäuschung, aber vor sieben Wochen wusste ich noch gar nicht, ob ich hier überhaupt Quali spielen darf", sagte der 16-Jährige. Der kleine Bruder von Mischa Zverev galt bei vielen Experten als noch talentierter als sein Bruder, der es bis auf Platz 45 der Weltrangliste gebracht hat. Jetzt hat Sascha sein Können auch auf großer Bühne gezeigt. Nur die Kräfte hätten ihn am Ende verlassen: "Ich war ziemlich müde. Ich hatte eine Menge schwerer Matches, mein Gegner nicht", sagte der Blondschopf mit den Goldkettchen. Mit ein bisschen Abstand konnte er sich dann doch über seinen größten Erfolg freuen: "Ich habe hier ziemlich gut abgeschnitten."

Auch bei den Juniorinnen stand wieder eine deutsche Spielerin im Endspiel. Ein Jahr nach dem Triumph von Annika Beck verlor die 16 Jahre alte Antonia Lottner 1:6, 3:6 gegen die Schweizerin Belinda Bencic.