Behrmann beendet DHB-Streit und startet in Großflottbek durch

Hamburg. Die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Hockey-Bund (DHB) und Michael Behrmann ist endgültig Geschichte. Der 46 Jahre alte Hamburger, der von November 2006 an als Bundestrainer der Damen gearbeitet hatte, und der Verband gaben den Abschluss eines Auflösungsvertrags bekannt. Seit der Trennung nach dem siebten Platz bei den Olympischen Spielen in London hatten sich die Parteien gestritten. "Beide Seiten haben sich aufeinander zubewegt und können mit der Lösung leben", sagte Behrmann. "Ich bekomme eine kleine Abfindung, und, wir können nach vorn schauen."

Dieser Blick nach vorn gilt seiner neuen Aufgabe. Am vergangenen Sonntag hatte er seinen Nebenjob bei den Hockeydamen des Clubs zur Vahr in Bremen mit dem Regionalliga-Aufstieg beendet. Nun kann sich Behrmann seiner neuen Rolle als Sportlicher Leiter beim Großflottbeker THGC widmen. Zusätzlich trainiert er die Hockeydamen des Clubs, die im Feld und in der Halle derzeit zweitklassig sind.

"Die Möglichkeit, Visionen zu entwickeln und den Verein neu auszurichten, ist reizvoll. Zudem ermöglicht mir dieser Job, mit meiner Familie im Hamburger Westen wohnen zu bleiben. Ich hatte auch Angebote aus dem Ausland, aber das aus Großflottbek hat in allen Bereichen am besten gepasst", sagt Behrmann, der beim GTHGC auch für Golf und Tennis verantwortlich zeichnen wird. Mit dem neuen Geschäftsführer Christoph Lampe, der vom Golfclub an der Pinnau kommt, will er dafür sorgen, dass spartenübergreifend gearbeitet wird. Sein Traineramt will er im Team mit Herrencoach Jimmy Lewis und den Jugendtrainern Benjamin Laub und Marcel Thiele ausüben. "Unser Ziel muss es sein, wieder die Nummer eins im Hamburger Westen zu werden und mittelfristig mit beiden Hockeyteams in die Bundesliga aufzusteigen", sagt Behrmann.