Nur die Gedanken ans Rückspiel machen Sorgen

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Volleyballteam Aurubis trifft im Europapokalhinspiel am Mittwoch auf Israels Meister

Hamburg. Eine Sorge konnte Helmut von Soosten Team und Fans des VT Aurubis am Dienstag nehmen. "Es wird keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen geben, alles wird so sein wie immer", sagte der Manager der Bundesliga-Volleyballerinnen vor dem Achtelfinalhinspiel im Challenge Cup an diesem Mittwoch (20 Uhr, CU-Arena, S-Bahn Neugraben). Zu Gast ist Israels Meister Hapoel Kfar-Saba, und Gastspiele israelischer Teams sind wegen ihrer bisweilen politischen Brisanz mit Vorsicht zu genießen. Das größte Problem lag am Montagabend bei der Ankunft der Gäste allerdings darin, dass deren Gepäck nicht mitgeliefert wurde.

Dass die Gedanken an die Umstände rund um das Rückspiel am kommenden Mittwoch auch Aurubis-Spielführerin Imke Wedekind, 28, mehr Sorgen bereiten als die sportliche Aufgabe, hat zwei Gründe. Zum einen schätzt man die Spielstärke der mit 1,75 Meter Durchschnittskörperlänge eher kleingewachsenen Israelinnen als nicht allzu hoch ein. Zum anderen, und das ist der wichtigere Punkt, hat sich das Team nach dem Trainerwechsel in der vergangenen Woche mit zwei Siegen in der Liga neues Selbstvertrauen geholt.

"Man sieht, dass frischer Wind weht und wir mutiger spielen. Für alle Spielerinnen ist es wie ein Neustart, wir trauen uns wieder, Fehler zu machen", sagt Wedekind. Zwar sei von Soosten, der zunächst als Interimstrainer das Amt von Jean-Pierre Staelens übernommen hat, strenger als sein Vorgänger. Seine Maßnahme, mutiger und kraftvoller anzugreifen, habe jedoch zum Erfolg geführt. "Unter Staelens haben wir längere Kombinationen gespielt, jetzt kommen wir schneller zum Abschluss, und das führt dazu, dass unser Spiel nicht mehr so gehemmt und lethargisch wirkt", sagt Wedekind.

Die Mittelblockerin hofft, dass es von Soosten, der bereits von 2005 bis 2010 VTA-Trainer war, gelingt, für einen dauerhaften Umschwung zu sorgen. "Irgendwann wird der Schwung des Wechsels abklingen, dann ist es unsere Aufgabe, nicht wieder in einen Trott zu verfallen", sagt sie. Dass das Verhältnis zwischen Team und Staelens zuletzt zerrüttet war, bestreitet sie - zumindest teilweise. "Zwischenmenschlich war alles in Ordnung, aber es gab Probleme in der sportlichen Ausrichtung. Die sind jetzt behoben, und so spielen wir auch."

( (bj) )

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