Buxtehude setzt sich von der Konkurrenz ab

Handballerinnen trotzen beim 22:21 gegen Göppingen erneut ihren Verletzungsnöten

Hamburg. Die Erfolgsgeschichte der Buxtehuder Handballerinnen geht weiter. Gleichsam mit dem letzten Aufgebot blieb der deutsche Vizemeister auch im 19. Heimspiel hintereinander unbesiegt und baute seine Tabellenführung in der Bundesliga durch einen hart erkämpften 22:21 (11:11)-Sieg gegen Frisch Auf Göppingen aus.

"Die Mannschaft hat wieder mit viel Herz und Mut gespielt und so die vielen Ausfälle einmal mehr kompensiert", sagte BSV-Trainer Dirk Leun, "es macht Freude, unseren jungen Spielerinnen zuzusehen." Seine Mannschaft hatte lange Schwierigkeiten, mit der - allerdings erwartungsgemäß - harten Gangart der Göppinger Abwehr zurechtzukommen. Kurz vor der Halbzeit übertrieb es Anika Leppert, als sie beim Stand von 9:11 gegen Sarah Lamp so rüde einstieg, dass sie die Rote Karte sah.

Doch es war nicht die Wende in diesem Spiel. Auch in der zweiten Halbzeit ließen die Gastgeberinnen Präzision vermissen und wurden dafür mit Gegenstoßtoren bestraft. Zudem sah Buxtehudes einzige gesunde Halblinke Jessica Oldenburg nach 42 Minuten und drei Zeitstrafen ihrerseits Rot. Aber wie schon beim Sieg in Frankfurt (Oder) am Sonnabend waren es Nachwuchsspielerinnen wie Lamp, Vanessa Kohler und Anja Ziegler, die Verantwortung übernahmen. Und so konnte die angeschlagene Jana Stapelfeldt nach 46 Minuten mit einem Gewaltwurf zum 18:17 die erste Führung seit Langem erzielen. Die wuchs auf vier Tore an, ehe Buxtehude die Ideen ausgingen. Doch Torhüterin Jana Krause konnte in der Schlusssekunde den Ausgleich verhindern.

Der Abstand auf die Konkurrenz ist somit angewachsen. Leipzig leistete sich ein 29:29 gegen Trier. Titelverteidiger Thüringen blieb gegen Leverkusen zum dritten Mal sieglos. Ob mehr der eigenen Schwäche oder der Stärke des Gegners geschuldet, erfahren die Buxtehuderinnen am Sonntag. Dann treten sie in Leverkusen an.