VT Aurubis verliert letztes Heimspiel des Jahres mit 0:3

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Hamburg. Die 0:3(18:25, 22:25, 18:25)-Pleite gegen die Roten Raben Vilsbiburg war wenige Minuten alt, als Jean-Pierre Staelens sie abgehakt hatte. "Ich habe dem Team gesagt, dass wir uns die verlorenen Punkte in Münster zurückholen müssen", sagte der Cheftrainer der Bundesliga-Volleyballerinnen des VT Aurubis. In Münster tritt seine Auswahl am Sonnabend (18 Uhr) zum Abschluss einer Hinrunde an, die man als verkorkst bezeichnen muss.

Einen Platz unter den besten vier der Liga hatte Hauptsponsor Aurubis als Zielsetzung ausgegeben. Das Spiel gegen die Raben legte jedoch offen, dass zwischen der Hamburger Mannschaft und den Topteams ein Klassenunterschied herrscht, der sich nur verbergen lässt, wenn die VTA-Damen kollektiv an ihr Limit gehen und der Gegner einen schlechten Tag erwischt. Beides war am Sonnabend vor 910 Besuchern in der CU-Arena nicht der Fall.

Aurubis verschlief die ersten eineinhalb Sätze, leistete sich erschreckende Fehler im Angriff und hatte im Block keine Chance gegen die schnellen Attacken, die Vilsbiburg zumeist über die zur Spielerin des Spiels gewählte Brasilianerin Renata de Jesus Benedito abschloss. Auf Hamburger Seite erreichten allenfalls Libera Julie Jasova und die mit je acht Zählern besten Punktesammlerinnen Els Vandesteene und Imke Wedekind Normalform.

Sinnbildlich für die Leistung war der Auftritt von Vendula Merkova. Der Liga-Topscorerin der Vorsaison gelang nichts, mit ihrer teilnahmslosen Körpersprache brachte sie das Publikum gegen sich auf. Staelens nahm die Tschechin Ende des zweiten Satzes deshalb aus dem Spiel. Problematisieren wollte der Trainer das jedoch nicht. "Wendy brauchte eine Pause. Sie hat manchmal eine negative Ausstrahlung, aber wer sie kennt, der weiß, dass sie sich nicht hängen lässt", sagte er.

Grundsätzlich mache sich der Substanzverlust bemerkbar, der durch die Doppelbelastung Europapokal und das Fehlen der Leistungsträgerinnen Femke Stoltenborg (Fingerbruch) und Paulina Brys (Schulteroperation) entstanden sei. Die Spielpause bis 5. Januar werde man nutzen, um die Schwächen aufzuarbeiten. Es gibt viel zu tun.

( (bj) )