Durchwachsener Saisonauftakt für deutsche Skirennläufer

Sölden. Na ja, meinte Maria Höfl-Riesch, so toll sei das jetzt nicht gewesen. "Ich als Elfte beste Deutsche, das ist schon ein bisschen mau", sagte die Doppelolympiasiegerin nach dem ersten Rennen der neuen Saison im alpinen Skiweltcup. "Es hätte besser laufen können", urteilte auch Sportdirektor Wolfgang Maier nach einem "grenzwertigen" Riesenslalom mit Nebel und Schneefall auf dem Rettenbachgletscher hoch über dem österreichischen Sölden: "Bei den nächsten Rennen müssen und werden wir zulegen."

Das gilt ganz besonders für die deutschen Männer, denen ihr Auftaktrennen gründlich misslang. Fritz Dopfer (Garmisch) schied im zweiten Lauf aus, ebenso Stefan Luitz (Bolsterlang). Bei Nebel und Schneefall siegte in überragender Manier Ted Ligety (USA). Der 28 Jahre alte Weltmeister lag 2,75 Sekunden vor Manfred Mölgg (Italien) und 3,12 Sekunden vor Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher (Österreich).

Beim Sieg von Weltmeisterin Tina Maze aus Slowenien, die vor den Österreicherinnen Kathrin Zettel und Stefanie Köhle zum dritten Mal den Saisonauftakt gewann, ließen die deutschen Skirennläuferinnen mehrere Chancen auf Spitzenplatzierungen ungenutzt. Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg (Kreuth) lag nach dem ersten Lauf auf Rang drei - und schied aus. Simona Hösl (Berchtesgaden) glänzte mit Rang 13 - und schied aus. Höfl-Riesch als Elfte und Susanne Weinbuchner (Lenggries) als überraschende Zwölfte fuhren immerhin in die Punkte.

( (sid) )