HTHC-Herren übernehmen die Vorherrschaft in Hamburg

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5:2-Sieg im Hockeyderby beim Uhlenhorster HC

Hamburg. Noch weit nach dem Abpfiff standen sie in kleinen Gruppen beisammen und diskutierten, doch die 2:5 (1:2)-Niederlage gegen den Lokalrivalen Harvestehuder THC konnten die Bundesliga-Hockeyherren des Uhlenhorster HC nicht wegreden. Nach einer zweiten Halbzeit, die Kapitän Jonas Fürste als Katastrophe bezeichnete, mussten die "Uhlen" anerkennen, dass sich die Machtverhältnisse in Hamburg zum Start der Feldsaison 2012/13 in Richtung der Gäste verschoben haben. Nachdem die Schwarz-Gelben am Sonntag auch noch mit 5:3 bei Meister Berliner HC gewannen, stehen sie in der Tabelle nach vier Spieltagen dort, wo sie auch zum Saisonende stehen wollen: als bestes Hamburger Team unter den Top vier. Daran änderte auch das 2:3 des UHC gegen den Club an der Alster am späten Sonntagnachmittag nichts.

Zwei Dinge waren es, die den Ausschlag für den HTHC-Triumph am Wesselblek gaben. Zum einen verlor die junge UHC-Mannschaft, die die Abgänge der Leistungsträger Moritz Fürste, Oliver Korn (beide nach Madrid) und Marco Miltkau (nach Köln) noch nicht verkraftet hat, nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit komplett den Faden. "Das hatte mit Teamsport nichts zu tun, jeder hat nur für sich allein gespielt", sagte Trainer Martin Schultze. Zum anderen nutzten die Gäste ihre Standards fast perfekt aus, nachdem sie am Auftaktwochenende aus neun Strafecken und zwei Siebenmetern nichts Zählbares zustande gebracht hatten. Drei der vier Strafecken verwandelte Michael Körper, Jan-Philipp Heuer traf per Siebenmeter, aus dem Spiel heraus war Tim Linsmeier erfolgreich. Für den UHC trafen Fürste und Patrick Breitenstein. "Wenn man seine Standards so gut verwertet, ist das die halbe Miete", sagte HTHC-Trainer Christoph Bechmann, "aber unser Sieg ist zu hoch ausgefallen. Der UHC hat gut mitgespielt."

Mehr als nur gut mitspielen, so viel ist nach vier Spielen klar, werden die Bundesligadamen des UHC. Sie revanchierten sich am Sonnabend beim 3:1 über Rot-Weiß Köln für die Niederlage im DM-Finale Anfang Juni, auch wenn Trainer Kais Al Saadi der Meinung war, "dass ein Vorrundenspiel nicht als Revanche für ein verlorenes Endspiel taugt". Am Sonntag schlossen sie durch ein 6:0 gegen Schwarz-Weiß Neuss zum Lokalrivalen Club an der Alster auf, der am Sonnabend das Topspiel bei Tabellenführer Berliner HC 2:4 verloren hatte, am Sonntag aber 4:2 bei TuS Lichterfelde siegte. Bei demselben Gegner war den HTHC-Damen am Sonnabend mit 3:2 der erste Saisonsieg gelungen.

( (bj) )