Silber für Hamburger Segler, Basketballerinnen im Finale

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Weymouth. Die Absage des abschließenden Rennens in Weymouth wegen mangelnden Windes hat den beiden für den Norddeutschen Regattaverein startenden Seglern bei den Paralympics vorzeitig zwei Silbermedaillen beschert. Heiko Kröger aus Jersbek in der 2.4mR-Klasse und die Sonar-Crew mit NRV-Starter Jens Kroker sowie Robert Prem und Siegmund Mainka behielten ihre zweiten Plätze.

Kröger, dem ein Unterarm fehlt, hatte sich den Silberrang bereits am Vortag verdient. Nach einem verpatzten neunten Lauf war er zunächst von Weltmeister Thierry Schmitter vom zweiten Platz verdrängt worden, doch er behielt die Nerven und holte sich im spannenden zehnten Rennen sogar den Tagessieg, während Schmitter auf Platz sechs zurückfiel. Vor dem Finale hatte Kröger dann zwei Punkte Vorsprung auf Platz drei und das umfangreiche Hochdruckgebiet über dem Ärmelkanal spielte ihm in die Karten.

"Meine Gegner hinter mir waren brandgefährlich", sagte der 46 Jahre alte Kröger etwas erleichtert darüber, dass das elfte Rennen nicht stattfinden konnte. Die Goldmedaille war für ihn eh bereits außer Reichweite. Die Britin Helena Lucas lag neun Punkte voraus. "Sie war bei diesen Bedingungen kaum zu schlagen", sagte Kröger, der 2000 in Sydney noch Gold gewonnen hatte.

Auch die Kroker-Crew war über den Ausfall des Finals nicht unerfreut. Zu überlegen war die holländische Crew um Skipper Udo Hessels, die mit 20 Punkten Vorsprung bereits vor dem letzten Rennen als Goldmedaillengewinner feststand. Die Deutschen dagegen waren unter Druck, da die punktgleichen Norweger und Franzosen lediglich zwei Punkte zurücklagen. Für Kroker, der in São Paulo in Brasilien lebt und in den vergangenen Monaten ständig zum gemeinsamen Training nach Deutschland flog, und seine Mannschaft ist es nach dem sensationellen Gold vor vier Jahren im chinesischen Qingdao ebenfalls bereits die zweite paralympische Medaille.

Eine Medaille haben Deutschlands Rollstuhl-Basketballerinnen mit den beiden HSV-Spielerinnen Edina Müller und Maya Lindholm ebenfalls bereits sicher. Die Mannschaft von Bundestrainer Holger Glinicki setzte sich in einem spannenden Halbfinale gegen die Niederlande mit 49:46 (24:29) durch und hat nun im Finale am heutigen Freitag (22.15 Uhr/MESZ) gegen Australien die Chance auf eine Revanche für die Final-Niederlage 2008 in Peking.

( (HA) )