Kohlschreiber verliert, will aber Daviscup spielen

New York. Philipp Kohlschreiber ist bei den US Open als letzter deutscher Tennisprofi im Achtelfinale ausgeschieden. Der nicht für den Davis Cup nominierte Augsburger verlor bei dem Grand-Slam-Turnier in New York gegen den Serben Janko Tipsarevic 3:6, 6:7 (5:7), 2:6. Kohlschreiber stand zum ersten Mal in Flushing Meadows in der Runde der besten 16. Von anfangs 16 deutschen Profis (zehn Herren, sechs Damen) sind nun alle ausgeschieden.

Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen hatte am Dienstag den Verzicht auf Kohlschreiber für das Relegationsspiel gegen Australien vom 14. bis 16. September in Hamburg bekannt gegeben. Für Kohlschreiber ist trotz der Ausbootung das Kapitel Daviscup noch nicht beendet. Der 28-Jährige will sich keineswegs in den Schmollwinkel zurückziehen, sondern durchaus ein Comeback anstreben. "Philipp spielt gerne für Deutschland. Das Thema Daviscup ist nicht abgehakt", sagte Kohlschreibers Manager Stephan Fehske. Er bestätigte zudem, dass Kühnen nach einem vermeintlich klärenden Gespräch mit Kohlschreiber in Flushing Meadows und danach aufgetretenen Irritationen erneut den Kontakt zum Weltranglisten-20. gesucht habe, aber an ihn verwiesen wurde. Fehske: "Er kam und wollte mit Philipp reden. Während des Turniers wollten wir das nicht. Allerdings sind wir danach gesprächsbereit."

Kühnen hatte die Nichtnominierung Kohlschreibers mit diesem Vorgang begründet. "Das ist ein Punkt, an dem ich sage: Das geht nicht", hatte der 46-Jährige über die gescheiterte Kontaktaufnahme zum Wimbledon-Viertelfinalisten gesagt. "Philipp akzeptiert das", meinte Fehske.

( (sid) )