Brink/Reckermann sind trotz schwerer Aufgabe optimistisch

London. Vier lockere Siege, Spaziergang ins Viertelfinale, kein Satzverlust: Nach einer beeindruckenden Leistung haben Julius Brink und Jonas Reckermann die erste deutsche Beachvolleyball-Medaille seit zwölf Jahren fest im Blick. "Du weißt jetzt, wo die Kronjuwelen liegen, du musst nur irgendwie an den Mauern und den Wächtern vorbei, damit du drankannst", sagte Brink. Mit dem ersten Edelmetall seit Bronze für Jörg Ahmann/Axel Hager 2000 in Sydney wollen die Europameister ihre Karriere auf der Horse Guards Parade krönen. "Jetzt kommen die Gegner, die du aus dem Weg räumen musst", sagte Brink nach dem 2:0 (21:12, 21:17) im Achtelfinale gegen die Letten Aleksandrs Samoilovs/Ruslans Sorokins.

Bei den Weltmeistern von 2009 steigt bei ihrer ersten gemeinsamen Olympiateilnahme das Selbstbewusstsein. Die Viertelfinalgegner Ricardo Santos/Pedro Cunha aus Brasilien fürchten sie heute (23 Uhr) nicht - obwohl es gegen die Vizeweltmeister in zwei Vergleichen bisher zwei Pleiten gab. "Auf dem Papier sind sie vielleicht leicht favorisiert, aber sie sind auch kein Überteam", sagt Reckermann. Respekt ist dennoch angebracht. Ricardo Santos, 37, ist mit drei Medaillen (Gold, Silber, Bronze) der erfolgreichste Beachvolleyballer der Olympiageschichte.

Die Viertelfinalbegegnung der früheren Europameisterinnen Sara Goller und Laura Ludwig war gestern bei Redaktionsschluss nicht beendet, da die Partie kurzfristig verschoben wurde. Das Duo musste bis 24 Uhr auf den Auftritt gegen die Brasilianerinnen Larissa/Juliana, die im Verlauf des Turniers noch keinen Satz abgegeben haben, warten. Ursprünglich war das Spiel für 19 Uhr angesetzt, doch das US-Fernsehen beantragte die Verlegung, um zuvor die Viertelfinals der beiden US-Teams live übertragen zu können.

( (sid/dpa) )