Hamburger Segler bangen um den Einzug in die Finalregatten

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Noch zwei Rennen für 49er-Duo. Medaillenchancen für Surfer

Weymouth. Nach dem Zieleinlauf der zweiten Tageswettfahrt schrie Toni Wilhelm die Freude über seinen knappen Tagessieg heraus und fiel am Trainerbegleitboot von Pierre Loquet ins Wasser. "Ein supergeiler Steuerbordstart, Geschwindigkeit und Höhe zum Wind perfekt, taktisch auf Ideallinie - besser ging es nicht", sagte der 29-Jährige. Einen Tag später war die Freude erst mal wieder dahin. Im neunten und zehnten Vorrundenrennen belegte Wilhelm nur die Plätze 15 und 13. Trotz der mäßigen Leistungen am Sonntag startet der Surfer aus Dogern im Schwarzwald als Dritter ins morgige Finale und hat somit gute Chancen auf eine Medaille. Elf Punkte trennen ihn vom zweitplatzierten Nick Dempsey aus Großbritannien. Auf den Polen Przemyslaw Miarczynski, der auf dem vierten Rang liegt, hat Wilhelm sechs Punkte Vorsprung.

Im Wettbewerb der Frauen rechnet sich die Kieler Surferin Moana Delle ebenfalls noch Medaillenchancen aus. Die 23-Jährige überzeugte in den letzten beiden Vorläufen, schob sich in der Gesamtwertung auf den vierten Platz vor und erreichte souverän das Finale der besten zehn. Vor dem Medaillenrennen morgen liegt die ehemalige Juniorenweltmeisterin nur einen Punkt hinter der drittplatzierten Finnin Tuuli Petaja.

Die Hamburger Olympiastarter bangen um den Einzug in die Finalrennen. Friederike Belcher und Kathrin Kadelbach liegen in der 470er-Klasse nach sechs von zehn Wettkampfrennen in der Gesamtwertung weiter auf dem neunten Platz. Die ersten zehn Boote qualifizieren sich für das Finale. Im fünften Wettkampfrennen enttäuschten Belcher und Kadelbach mit dem 15. Platz. Im zweiten Rennen des dritten Wettkampftages machten es die beiden besser und wurden Fünfte. Die 49er-Segler Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann belegten in den Rennen zwölf und 13 am Sonntag die Plätze neun und zwölf. In der Gesamtwertung liegen die Hamburger auf dem 13. Rang und haben nur minimale Chancen auf die Finalregatta.

Der Brite Ben Ainslie hat unterdessen im Finn Dinghy Gold gewonnen und Segelgeschichte geschrieben. Mit dem Gewinn seiner vierten Goldmedaille und einmal Silber ist er der erfolgreichste olympische Segler aller Zeiten. Der 35-Jährige löste den Dänen Paul Elvström ab, der von 1948 bis 1960 viermal erfolgreich war.

( (HA/sid/dpa) )