Welt-Fussballer

Tätlicher Angriff auf Lionel Messi in Argentinien

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Einem Bericht zufolge wurde Messi beim Verlassen eines Restaurants von einem maskierten Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Rosario. Fußball-Superstar Lionel Messi ist in seiner argentinischen Heimat tätlich angegriffen worden. Einem Bericht des Lokalsenders LT3 zufolge wurde Messi beim Verlassen eines Restaurants in seiner Geburtsstadt Rosario von einem maskierten Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Superstar des spanischen Champions-League-Siegers FC Barcelona, der mit zwei Freunden und ohne Bodyguards unterwegs gewesen war, verließ daraufhin fluchtartig den Ort des Geschehens. Er war anscheinend nur leicht verletzt. Der Besitzer des Restaurants bestätigte kurze Zeit später den Vorfall zahlreichen spanischen Medien. Ob der Angreifer festgenommen werden konnte, war zunächst unklar.

Messi befindet sich in der Sommerpause, er erholt sich derzeit von den Strapazen der überaus erfolgreichen Saison, in der er Barca zum Gewinn der Meisterschaft und der Champions League geführt hat. Danach will er mit der Nationalmannschaft bei der Copa America spielen, die vom 1. bis 24. Juli in Argentinien stattfindet. Der zweimalige Weltmeister trifft dort in der Vorrunde auf Kolumbien, Bolivien und Costa Rica. (SID/abendblatt.de)

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Den Kampf um den Torrekord hat Lionel Messi gewonnen, dafür scheffelt Cristiano Ronaldo mehr Millionen. Bei der jährlichen Wahl zum besten Fußballer der Welt führt der kleine Argentinier mit 2:1, auf der anderen Seite darf sich der exzentrische Portugiese als teuerster Spieler aller Zeiten bezeichnen. Messi kann den FC Barcelona für geradezu lächerliche 150 Millionen Euro verlassen, für Ronaldo muss ein interessierter Klub gleich eine Milliarde Euro an Real Madrid überweisen. Doch obwohl Vergleiche zwischen den vollkommen unterschiedlichen Typen eigentlich hinken, ist der eine Superstar ohne den anderen in Spanien gar nicht denkbar.

Genau genommen ist der eine (Messi) sogar dafür verantwortlich, dass der andere (Cristiano Ronaldo) überhaupt auf der iberischen Halbinsel spielt. Nur weil die Real-Bosse genug vom Hype um Messi und der Vorherrschaft der Katalanen hatten, verpflichteten die Hauptstädter im Jahr 2009 Ronaldo für die Rekordsumme von 94 Millionen Euro vom englischen Rekordmeister Manchester United. Die Investition könnte sich für Real schon bald wieder bezahlt machen. Sollten die Königlichen in absehbarer Zeit genug von den Extravaganzen des 26-Jährigen haben, stünde ein potenter Abnehmer bereits parat.

„Träume sind immer erlaubt und manchmal werden sie wahr. Wenn wir den nächsten Meisterschaftstitel gewinnen, werden wir ein, oder zwei Topspieler unter Vertrag nehmen. Wenn sich Ronaldo unserem Kader anschließen würde, wäre das für jeden eine Freude“, sagte der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der den Stürmer gerne im Trikot seines AC Mailand sehen würde. Am Geld würde es jedenfalls nicht scheitern, schließlich gilt der Medienmogul als mehrfacher Milliardär.

Die Gerüchte über Kontakte zwischen dem AC und Ronaldo, der angeblich 27,3 Millionen Euro im Jahr verdienen und damit fünf Millionen mehr als Messi kassieren soll, hatten schon zuletzt die südeuropäischen Medien in Atem gehalten. Sogar der in Berlin geborene Milan-Profi Kevin Boateng träumt schon von Doppelpässen mit dem Superstar, der eigentlich bis 2015 in Madrid unter Vertrag steht. „Ich liebe ihn als Spieler auf und neben dem Platz“, sagte Boateng der Sportzeitung La Gazzetta dello Sport: „Er ist einzigartig. Ich bewundere vor allem, wie er mit Druck umgehen kann. Wenn er kommen würde, würde ich mich sehr freuen.“

Von einem Wechsel wollen die Spanier allerdings nichts wissen. „Cristiano ist unverkäuflich“, sagte Generaldirektor Jorge Valdano, der sich einen Seitenhieb in Richtung Berlusconi nicht verkneifen konnte: „Was Berlusconi da von sich gegeben hat, war wohl ein Trinkspruch in der Sonne. Keine Ahnung, was er damit erreichen möchte. Jedenfalls bleibt Ronaldo. Er ist unser bester Spieler und hat hier noch lange Vertrag. Darüber hinaus will er bei uns bleiben. Silvio kann das ganz schnell vergessen.“

Im Gegensatz zu Ronaldo, der bisher 29 Tore in der laufenden Spielzeit erzielt hat, schrieb Messi zuletzt ausnahmslos sportliche Schlagzeilen. Am Samstag knackte der 23-Jährige beim 2:0 Barcelonas gegen CA Osasuna die in Spanien bislang unerreichte Marke von 50 Toren in einer Saison. Damit verbesserte Messi ausgerechnet den Rekord des Real-Idols Ferenc Puskas, der 60 Jahre die Bestmarke mit 49 Treffern gehalten hatte.