Hockey-Klubwettstreit HTHC gegen Alster endet unentschieden

HTHC-Herren siegen 9:4, Alsters Damen gleichen mit 7:2 aus

Hamburg. Das Spielende war eine Viertelstunde her, doch Alina Fischer wollte sich nicht beruhigen. Wie ein Rohrspatz schimpfte die Offensivspielerin des Harvestehuder THC nach der 2:7-Pleite gegen den Club an der Alster auf eine Spielleiterin, und selbst ihr Freund, Nationalspieler Tobias Hauke, schaffte es nicht, sie zu trösten. Die nötige Gelassenheit, um mit der üblen Laune seiner Liebsten umzugehen, hatte sich Hauke durch einen 9:4-Erfolg über Alsters Herren geholt. So nahm er ihre Tiraden hin und spielte die Rolle des Zuhörers so gut, wie er zuvor auch das Spiel des HTHC gelenkt hatte.

Während also Alsters Damen mit dem fünften Sieg im fünften Spiel die Tabellenführung in der Nordgruppe der Hallenhockey-Bundesliga zementiert und dem Verfolger HTHC die Grenzen aufgezeigt hatten, nahmen die HTHC-Herren mit vier Punkten, aber auch einem Spiel weniger die Fährte des Tabellenführers Uhlenhorster HC auf. Gegen Alster gab die mannschaftliche Geschlossenheit den Ausschlag für den verdienten Sieg in einem in puncto Tempo und Einsatzwillen hochklassigen Derby. Obwohl den Schwarz-Gelben die mit ihrem Nationalteam in Moskau engagierten Österreicher Benjamin Stanzl und Michael Körper fehlten, bewiesen sie, dass sie auch in der Breite einen qualitativ hochwertigen Kader besitzen. Trainer Christian Blunck lobte "die überragende Moral" seiner Spieler, die sogar eine siebenminütige Unterzahl nach einer Gelben Karte gegen Moritz Fuhrmann ohne Gegentor überstanden. "Uns hat leider der letzte Biss gefehlt", analysierte Alster-Coach Jo Mahn treffend.

Dass sich die HTHC-Damen trotz der Schlappe gegen Alster höheren Zielen zuwenden können als dem ursprünglich ausgegebenen Klassenerhalt, verdanken sie einem Ausrutscher des härtesten Konkurrenten um Platz zwei der Tabelle. Der Klipper THC kam gegen Eintracht Braunschweig über ein 4:4 nicht hinaus und hat jetzt schon fünf Punkte Rückstand auf den HTHC. Das direkte Duell an diesem Sonnabend (15 Uhr, Eckerkamp) hat deshalb Endspielcharakter.

Die Herren des Rissener SV holten mit einem 11:8 in eigener Halle gegen das punktlose Schlusslicht Hannover 78 die ersten Zähler und sind dank des besseren Torverhältnisses dem Klassenerhalt nah